Montag, 21. September 2026

DortmundStrategie für digitale Souveränität erarbeitet

[21.09.2026] Die Stadt Dortmund will ihre digitale Souveränität systematisch stärken. Eine entsprechende Strategie soll dem Rat im Oktober zur Beratung vorgelegt werden. Im Mittelpunkt stehen Technologie, Sicherheit, Wissen und Kooperation.

Die Stadt Dortmund hat jetzt eine Strategie für mehr digitale Souveränität erarbeitet.

(Bildquelle: saiko3p/stock.adobe.com)

Die Stadt Dortmund hat eine Strategie für mehr digitale Souveränität erarbeitet. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, soll damit die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern und Technologien verringert und langfristig die Handlungsfähigkeit der Verwaltung gesichert werden. Der Strategieentwurf soll im Oktober 2026 dem Rat zur Beratung vorgelegt werden.

Nach Angaben der Stadt umfasst die Strategie die vier Handlungsfelder Technologie, Sicherheit, Wissen und Kooperation. Bei der Beschaffung digitaler Lösungen soll die digitale Souveränität künftig stärker berücksichtigt werden. Dazu gehört auch der Einsatz von Open-Source-Software, sofern geeignete Lösungen für den jeweiligen Anwendungsfall verfügbar sind. Zudem will Dortmund verstärkt auf interoperable Systeme achten. Anwendungen sollen miteinander kommunizieren und Daten austauschen können, um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern und Technologien zu reduzieren.

Wie die Stadt weiter berichtet, stehen für zahlreiche Fachanwendungen der Kommunalverwaltung bislang keine geeigneten Open-Source-Lösungen zur Verfügung. Dortmund setzt deshalb auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und Akteuren in verschiedenen Gremien und Netzwerken. Ein weiterer Baustein soll ein Open-Source-Board sein, dessen Gründung am 18. September im Rahmen der Digitalen Woche Dortmund vorgesehen ist. In dem Netzwerk sollen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten, Kompetenzen bündeln und perspektivisch die Entwicklung von Open-Source-Anwendungen für kommunale Bedarfe unterstützen.

Darüber hinaus sieht die Strategie vor, die Medien- und Technologiekompetenzen sowohl innerhalb der Verwaltung als auch in der Stadtgesellschaft zu stärken. Hierfür sollen laut Stadt entsprechende Formate entwickelt werden.

„Digitale Souveränität ist keine Frage, die eine Verwaltung allein lösen kann. Wir müssen Wissen teilen, gemeinsam lernen und die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen sowie mit Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft stärken“, erklärt Dortmunds Stadtdirektor und Dezernent für Personal, Digitales und Verwaltungsmodernisierung Christian Uhr. Gerade bei Open Source könnten Kommunen ihre Bedarfe gemeinsam besser sichtbar machen und Lösungen voranbringen.

Nach Angaben der Stadt soll die Strategie künftig als verbindlicher Orientierungsrahmen für technische Entscheidungen, Beschaffungen und die Weiterentwicklung digitaler Lösungen dienen. Ziel sei eine digitale Verwaltung, die auch unter veränderten technischen, wirtschaftlichen und sicherheitsbezogenen Bedingungen dauerhaft handlungsfähig bleibt.





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