RegistermodernisierungGemeinsam zum cloudbasierten Register

Die geplante Zusammenarbeit wurde im Rahmen der Smart Country Convention bekannt gegeben.
v.l.: Rudolf Schleyer, Vorstandsvorsitzender AKDB; Martin Kuban, Geschäftsführer ekom21; William Schmitt, Vorstandsvorsitzender Komm.ONE und Peter Röhl, Leiter Digitale Lösungen Dataport.
(Bildquelle: Marius Bauer, Willi Rudolph und Santiago Tascón für Vitako)
Die geplante Zusammenarbeit wurde im Rahmen der Smart Country Convention bekannt gegeben.
v.l.: Rudolf Schleyer, Vorstandsvorsitzender AKDB; Martin Kuban, Geschäftsführer ekom21; William Schmitt, Vorstandsvorsitzender Komm.ONE und Peter Röhl, Leiter Digitale Lösungen Dataport.
(Bildquelle: Marius Bauer, Willi Rudolph und Santiago Tascón für Vitako)
Behördliche Register enthalten Daten, die für viele Verwaltungsleistungen notwendig sind. Ihre Modernisierung und Vernetzung ist für den digitalen Verwaltungsumbau nahezu unumgänglich. Die Umsetzung stellt aber insbesondere Kommunen vor erhebliche Herausforderungen: Unterschiedliche Fachverfahren und Betriebsumgebungen müssen angebunden, gemeinsame Standards umgesetzt und neue Anforderungen dauerhaft betreut werden.
Nun wollen vier große öffentliche IT-Dienstleister – die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Komm.ONE, ekom21 und Dataport – gemeinsam eine Plattform für Register-as-a-Service (RaaS) entwickeln und betreiben. Die Partner stellten ihre geplante Zusammenarbeit im Rahmen der Smart Country Convention vor. Grundlage ist eine gemeinsame Absichtserklärung. Wie die AKDB mitteilt, planen die Partner eine gebündelte, cloudorientierte und digital souveräne Bereitstellung. Der Anschluss an die von Bund und Ländern entwickelte Infrastruktur der Registermodernisierung soll für Kommunen vereinfacht und ein wirtschaftlicher, sicherer Betrieb ermöglicht werden.
Weniger Aufwand für den Registeranschluss
Gemeinsame Plattformdienste und standardisierte Fachadapter sollen den Aufwand für einzelne Registeranschlüsse reduzieren und die Anbindung an das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) erleichtern. Einmal entwickelte Komponenten sollen für weitere Register und Verwaltungen wiederverwendet, Wartung, Sicherheitsaktualisierungen und Weiterentwicklungen gebündelt werden. Davon erwarten die Partner eine Entlastung der registerführenden Stellen und ihrer IT-Teams. Die Plattform soll unterschiedliche Register und Verwaltungsträger unterstützen. Über die Cloud-Architektur sollen Betriebskapazitäten bedarfsgerecht bereitgestellt und zusätzliche Register schrittweise aufgenommen werden können. Fachliche Verantwortung und Datenhoheit verbleiben bei den jeweils zuständigen Stellen.
Vorhandene Technik und Kompetenzen nutzen
Technische Grundlage ist laut AKDB die als Open Source verfügbare Online-Register-Plattform (ORP) des IT-Dienstleisters adesso, deren Entwicklung das Land Schleswig-Holstein beauftragt hat. Weitere Fachverfahrensanbieter sollen über offene Schnittstellen und Fachadapter eingebunden werden. Für die Entwicklung und den Betrieb der Plattform bündeln die vier Partner ihre jeweiligen Kompetenzen: Die AKDB bringt Kenntnisse zu kommunalen Fachverfahren, Registerführung und Confidential Computing ein; Komm.ONE und ekom21 ergänzen diese um die Begleitung registerführender Stellen in Baden-Württemberg und Hessen und Dataport steuert Erfahrung im länderübergreifenden Infrastrukturbetrieb und in der Entwicklung cloudbasierter Registerlösungen bei. Bereits heute nutzen nach Angaben der AKDB zentral vom IT-Planungsrat finanzierte Anschlussvorhaben die Plattform der Kooperation. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen in deren Weiterentwicklung einfließen und weiteren Anschlussprojekten zugutekommen.
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