HamburgDigitale Zwillinge gezielt fördern

Hamburg nutzt Urbane Digitale Zwillinge, um Stadtentwicklung datenbasiert, fachübergreifend und nachvollziehbar zu gestalten.
(Bildquelle: Angela Pfeiffer / www.angelapfeiffer.de)
Die Freie und Hansestadt Hamburg fördert über seinen neuen Zwillingsfonds erste Vorhaben zum Ausbau Urbaner Digitaler Zwillinge. Wie die Senatskanzlei mitteilt, können Fachbehörden, Landesbetriebe und öffentliche Unternehmen mit den Mitteln bestehende Anwendungen weiterentwickeln oder neue Anwendungsfälle erschließen. Der 2026 eingerichtete Fonds ist das erste zentrale Förderinstrument dieser Art in Hamburg. Mit dem ebenfalls in diesem Jahr gegründeten Zentrum Digitaler Zwilling bündelt die Stadt zudem ihre vorhandenen Kompetenzen. Die neuen Strukturen sollen die fachübergreifende Nutzung der digitalen Stadtmodelle unterstützen.
Gemeinsame Daten und Standards
Die Strategie und Koordination übernimmt das neue Zentrum Digitaler Zwilling (ZDZ) im Amt für IT und Digitalisierung der Senatskanzlei. Es vernetzt Akteure innerhalb der Verwaltung, qualifiziert und berät Vorhaben und unterstützt die Entwicklung von Lösungen über den Fonds. Die technische Federführung liegt beim Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV). Hamburg betreibt keinen einzelnen zentralen Zwilling, sondern verschiedene Fachzwillinge, etwa für Stadtplanung, Umwelt, Mobilität und Hafen. Sie nutzen gemeinsame Daten, Standards und Schnittstellen. Der Digitale Zwilling Hamburg bildet den Rahmen für ihre gesamtstädtische Weiterentwicklung und Nutzung.
Planungsvarianten anschaulich vergleichen
Wie sich Digitale Zwillinge in der Planung einsetzen lassen, zeigt der von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen umgesetzte 3DProjektplaner. In der Anwendung lassen sich geplante Bauvorhaben im 3-D-Stadtmodell darstellen, Varianten mit Geodaten kombinieren und Auswirkungen wie Schattenwurf oder Sichtbeziehungen prüfen. Nach Angaben der Senatskanzlei sollen solche Visualisierungen die Diskussion über Planungen konkretisieren und helfen, mögliche Konflikte früher zu erkennen. „Urbane Digitale Zwillinge liefern eine gemeinsame Datengrundlage, beschleunigen Abstimmungen und verbessern die Planungsqualität. Gleichzeitig machen sie städtische Planungen für die Bürgerinnen und Bürger transparenter und verständlicher“, sagt Jan Pörksen, Staatsrat und Chef der Senatskanzlei.
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