Donnerstag, 5. März 2026

Kommunale IT-Sicherheit Bayern1.000. Siegel geht an Bodenwöhr

[19.01.2026] Bayern hat zum mittlerweile 1.000. Mal das Siegel Kommunale IT-Sicherheit verliehen. Erhalten hat es die Gemeinde Bodenwöhr. Die Kommune wird das Thema IT-Sicherheit weiterhin im Blick behalten und laufend nachbessern.
Vektorgrafik die unter anderem ein Schutzschild mit Verriegelungsschloss zeigt.

Das vom bayerischen Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) verliehene Siegel bescheinigt Bodenwöhr einen guten IT-Sicherheitsstandard.

(Bildquelle: musman007/123rf.com)

In Bayern ist jetzt das 1.000. Siegel für Kommunale IT-Sicherheit übergeben worden. Wie das Staatsministerium der Finanzen und für Heimat (STMFH) mitteilt, ging dieses an die Gemeinde Bodenwöhr. Mit dem Siegel bestätigt das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) einen auf die Größe der Organisation angepassten Basisschutz der IT-Systeme. Es ist für eine begrenzte Zeit gültig und muss dann wieder beantragt werden. Um das Siegel erneut zu erhalten, muss die Kommune die zu diesem Zeitpunkt erforderlichen – darunter auch neuen – IT-Sicherheitsanforderungen einhalten. Laut Staatsministerium ist das Siegel bislang an rund 650 bayerische Kommunen mindestens einmal verliehen worden.

Das Bayerische Digitalgesetz verpflichtet Kommunen ebenso wie alle Behörden des Freistaats zur Einführung von Informationssicherheits­konzepten. Solche individuell angepassten Konzepte haben den systematischen Schutz der drei Grundwerte der Informationssicherheit – Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit – sicherzustellen. Das LSI-Siegel helfe oftmals als Initiator für kleine und mittlere Kommunen beim Einstieg in die IT-Sicherheit.

Auch kleine Kommunen können es schaffen

„Die Anzahl an Cyber-Angriffen nimmt konstant zu, und auch die Kommunen geraten immer mehr ins Visier der Angreifer – sichere digitale Strukturen sind heutzutage unerlässlich“, erklärt Finanzminister Albert Füracker anlässlich der Verleihung an Bodenwöhr. „Für viele unserer 2.056 bayerischen Kommunen stellt IT-Sicherheit jedoch eine Mammutaufgabe dar. Genau hier setzt das LSI mit seiner Expertise an: Unsere IT-Sicherheitsexpertinnen und -Sicherheitsexperten prüfen gemeinsam mit den Kommunen ihr IT-Sicherheitskonzept auf Herz und Nieren und optimieren, wo es möglich ist. Über 98 Prozent der bayerischen Kommunen nahmen die Angebote des LSI bereits in Anspruch. Der Erhalt des LSI-Siegels, als eines der Angebote des LSI für Kommunen, steht für den guten IT-Sicherheitsstandard in der Kommune – transparent und für alle leicht erkennbar“, so Füracker weiter.

Bernd Geisler, Präsident des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, ergänzt: „Die Verleihung des LSI-Siegels an die Gemeinde Bodenwöhr ist ein klares Zeichen dafür, dass IT-Sicherheit keine Frage der Größe oder Ausstattung einer Gemeinde ist, sondern des Willens und der Verantwortungsbereitschaft. Wir freuen uns, bayerische Kommunen auf ihrem Weg zu einer sicheren digitalen Verwaltung zu begleiten und zu unterstützen. Das Siegel steht damit für gelebte Sicherheitskultur in der kommunalen IT.“

IT-Sicherheit hat hohen Stellenwert

Ausruhen wird sich Bodenwöhr auf dem Erreichten nicht, erklärt Georg Hoffmann, Erster Bürgermeister der Gemeinde. „Aus meiner früheren Tätigkeit in der IT-Abteilung am Landratsamt Schwandorf weiß ich, wie wichtig es ist, dem Thema IT-Sicherheit im täglichen Arbeitsalltag einen hohen Stellenwert einzuräumen. Die Bedrohungen wachsen tagtäglich neben uns her, und schnell können sensible Bereiche einer Gemeindeverwaltung außer Kraft gesetzt oder gar vollständig lahmgelegt werden. Nicht auszudenken, wenn Versorgungsbereiche, wie unser Trinkwasser, angegriffen und ausgeschaltet würden.“

Besonders hilfreich sei es, wenn die notwendigen Richtlinien und Maßnahmen für IT-Sicherheit klar festgeschrieben sind, erklärt der Bürgermeister des Weiteren. „Dem LSI danke ich herzlich für die geschaffenen Möglichkeiten und die Auszeichnung mit dem Siegel. Wir haben nun zwar ein gewisses Niveau erreicht, dürfen aber nicht stehen bleiben. Vielmehr müssen wir die Themen des sicheren Arbeitens in der digitalen Welt einer Verwaltung weiterhin im Blick behalten und laufend nachbessern.“





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