Donnerstag, 18. Juni 2026

Thüringen200 Leistungen im Verwaltungs-App-Store

[25.04.2022] Thüringens FDP hatte im Landtag vorgeschlagen, dass der Freistaat einen App Store für Verwaltungsleistungen entwickeln soll. Der Landes-CIO verweist darauf, dass eine solche Plattform mit über 200 elektronischen Leistungen bereits existiere.

Der Finanzstaatssekretär und CIO des Freistaats Thüringen, Hartmut Schubert, hat die Forderung der Thüringer FDP nach einem Thüringer App Store für elektronische Verwaltungsleistungen „mit Befremden“ zur Kenntnis genommen. Dies geht aus einer Meldung des Thüringer Finanzministeriums hervor. Die zuvor getätigten Ausführungen des FDP-Sprechers im Thüringer Landtag, Thomas Kemmerich „belegten, dass sich die Digitalisierungskompetenz der Thüringer FDP nicht am Puls der Zeit befindet“, verlautbarte Schubert. Das Land verfüge bereits seit 2018 über einen App Store für das Thüringer Antragssystem für elektronische Verwaltungsleistungen (ThAVEL) und stelle darüber derzeit mehr als 200 elektronische Leistungen für die Behörden zur Nachnutzung zur Verfügung, so der Landes-CIO. Als Bestandteil des ThAVEL-Systems sei der App Store für alle Thüringer Kommunen und Landesbehörden, die über einen Zugang verfügen, erreichbar. Ein Zugang zum App Store und damit auch zu den angebotenen Online-Leistungen sei für Thüringer Kommunen ohne großen Aufwand freischaltbar, jedoch bedürfe es hierfür einer grundsätzlichen Initiative der Kommunen. Das Thüringer Finanzministerium verwies auch auf den FIT-Store des Bundes, in dem die im Rahmen der OZG-Umsetzung geschaffenen EfA-Leistungen bereitgestellt werden.

Befreiung von Bürokratie?

Der Stellungnahme aus dem Thüringer Finanzministerium vorausgegangen war eine Meldung auf der Website der Thüringer FDP. Unter der Überschrift „Thüringer App Store kann von Bürokratie befreien“ fordert die Partei, eine Plattform zu entwickeln, die ähnlich funktioniere wie ein App Store. Dies sei von den Freien Demokraten auch im Thüringer Landtag vorgeschlagen worden. Das app-store-artige Portal solle alle wesentlichen Verwaltungsleistungen für jedermann zugänglich machen und somit nicht nur Bürger und Unternehmen von Bürokratie befreien, sondern auch die Behörden entlasten. Ihm sei bislang keine einzige Verwaltungsleistung bekannt, die zentral vom Land digitalisiert wurde und den Bürgern in allen 22 Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten zur Verfügung stehe, wird dort Thomas Kemmerich zitiert. Insbesondere auf kommunaler Ebene hapere die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen. Das Land solle die Kommunen mit dieser „Mega-Aufgabe“ nicht länger allein lassen und beispielsweise auch unkomplizierte Varianten der Authentifizierung umsetzen, wie sie sich beispielsweise beim Online-Banking bewährt hätten, so die Forderung Kemmerichs.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
zwei Männer geben sich die Hand_Karsten Wildberger_mario Voigt

Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[11.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...

Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung

[28.05.2026] Seit April unterstützt eine Taskforce niedersächsische Kommunen dabei, wichtige Verwaltungsleistungen online anzubinden. Die Beteiligten arbeiten eng zusammen, um technische, organisatorische und finanzielle Hürden für den Einsatz der Online-Dienste aus dem Weg zu räumen – mit Erfolg. mehr...

bericht

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an

[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...

Offizielles Porträt von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Mitglieder des Digitalausschusses des DStGB

DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung

[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung.
 mehr...

Vitako: Impulse für die Digitalisierung

[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität.  mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Porträt von Heiko Geue

Mecklenburg-Vorpommern: Schub für die Registermodernisierung

[21.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat bis zu 150 Millionen Euro für Registermodernisierung und Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit freigegeben. Land und Kommunen betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...

Deutschland hat früh digitale Ambitionen entwickelt.

IT-Planungsrat: Kommunen scheuen EfA-Kosten

[17.04.2026] Eine neue Studie des IT-Planungsrats zeigt, warum Online-Dienste von Bürgern zu wenig genutzt und von Kommunen kaum nachgenutzt werden. Sie schlägt eine föderale Antragsplattform mit kommunalen Marken, Ende-zu-Ende-Digitalisierung und einer Cloud-Infrastruktur vor. mehr...

Niedersachsen beschließt IT-Strategie  „Digitale Verwaltung 2025“.

BMDS/Niedersachsen: Fokusleistungen in alle Kommunen

[16.04.2026] Mit einem neuen Ansatz will das BMDS digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen. Kernstück ist die Beauftragung eines Generalunternehmers, der die Ende-zu-Ende-Verantwortung für den Roll-out in den Kommunen übernimmt. Nach Bayern und Hessen hat nun Niedersachsen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. mehr...

Porträt Jasmin Grünschläger
interview

Interview: Wir sitzen im gleichen Boot

[02.04.2026] Im Märkischen Kreis haben sich mehrere Kommunen zum Netzwerk Digitalisierung und E-Government zusammengeschlossen. Welchen Mehrwert der interkommunale Austausch bringt, beschreibt Jasmin Grünschläger, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Menden. mehr...

Digitalstrategie SH 2026

Schleswig-Holstein: Digitalstrategie 2026 vorgestellt

[19.03.2026] Schleswig-Holstein hat seine neue Digitalstrategie beschlossen. Erstmalig waren zentrale Partner aus Kommunen und Zivilgesellschaft systematisch in den Strategieprozess eingebunden, um einen breiten gesellschaftlichen Ansatz zu ermöglichen. mehr...

Vier lächelnde Männer in Anzügen sitzen nebeneinander an einem Holztisch, vor sich Dokumente, hinter sich drei drapierte Flaggen (EU; BRD, Baden-Württemberg)

Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digital

[18.03.2026] In Baden-Württemberg haben Land und Kommunen eine neue – die inzwischen dritte – E-Government-Vereinbarung unterzeichnet. Das Land will den Roll-out von Verwaltungsleistungen in den Kommunen mit weiteren zehn Millionen Euro finanzieren. mehr...

Porträtaufnahme von Milen Starke.

Thüringen: Land unterstützt Kommunen intensiv

[17.03.2026] Ein neuer Prüfbericht des Thüringer Rechnungshofs sieht beträchtliche Defizite bei der OZG-Umsetzung und der Digitalisierung der kommunalen Verwaltung. In einer Stellungnahme erläutert das Digitalministerium, wie das Land Kommunen unterstützt. mehr...