Dienstag, 17. Februar 2026

Bielefeld280 Millionen Euro für Glasfaser

[17.07.2018] Ein flächendeckendes Glasfaserangebot wollen die Stadtwerke in Bielefeld realisieren und investieren dafür 280 Millionen Euro.

In Bielefeld wollen die Stadtwerke in zehn bis zwölf Jahren ein flächendeckendes Glasfaserangebot bereithalten. Rund 280 Millionen Euro will die Stadtwerke Bielefeld Gruppe laut eigenen Angaben investieren. Gestartet sind die Bauarbeiten jetzt im Stadtteil Sudbrack, wo die Baukolonnen fünf bis sechs Monate lang Leerrohre verlegen werden. Parallel erfolge der Anschluss der Häuser, deren Besitzer sich für die neue Technik entschieden haben. Wie die Stadtwerke berichten, verlegen sie das Glasfaserkabel im Auftrag des regionalen Telekommunikationsanbieters BITel bis ins Haus. BITel ist auch in das Glasfaserprojekt der Stadtwerke Gütersloh involviert (wir berichteten). Insgesamt rund 15 Kilometer Glasfaserkabel und Hausanschlüsse für bis zu 900 Häuser werden im ersten Schritt in Sudbrack verlegt. Die Gesamterschließungszeit für das Gebiet werde bei etwa acht bis neun Monaten liegen. Die Bauarbeiten für den nächsten Ausbauabschnitt sollen je nach Witterung im Winter starten.
Wie die Stadtwerke berichten, haben sie für den Glasfaserausbau in Bielefeld einen neuen Bereich im Unternehmen eingerichtet, der sich ausschließlich mit diesem Projekt beschäftigt. „Angesichts des großen Bielefelder Stadtgebiets ist der Glasfaserausbau ein anspruchsvolles Vorhaben“ sagt Ingo Kröpke, Leiter des neuen Bereichs. „Es ist wohl das größte Infrastrukturprojekt, das die Stadtwerke Bielefeld in den letzten Jahrzehnten zu bewältigen hatten. Eine spannende Aufgabe. In den vergangenen zwei Monaten haben wir die Erfahrung gemacht, dass die meisten Anwohner einen Anschluss wünschen – fast 80 Prozent der Hausbesitzer in Sudbrack haben sich schon für einen Hausanschluss entschieden.“ BITel-Geschäftsführer Josef Glöckl-Frohnholzer ergänzt: „Wer sich für unser Angebot entscheidet, kann bald mit Bandbreiten bis zu 400 Megabit im Netz surfen. Im kommenden Jahr werden wir auch Gigabit-Produkte in unser Portfolio aufnehmen. Das wird ein Kupferkabel niemals schaffen. Deswegen ist der Hausanschluss mit Glasfaser so wichtig, da niemand sagen kann, welche Bandbreiten in Zukunft für uns alle notwendig sein werden. Mit Glasfaser ist bei den Übertragungsraten nach oben hin keine Grenze gesetzt.“





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