Samstag, 21. März 2026

E-PartizipationAustausch garantiert

[06.03.2014] Da die Bürgerbeteiligung einen immer größeren Stellenwert einnimmt, arbeitet die Kommunale Datenverarbeitung der Region Stuttgart (KDRS) daran, ihr Lösungsangebot für die E-Partizipation auszubauen und in Zusammenarbeit mit den Kunden zu optimieren.
Aktive Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen fördern.

Aktive Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen fördern.

(Bildquelle: creativ collection Verlag/PEAK Agentur für Kommunikation)

Damit Kommunen sich zu Orten entwickeln, an denen Bürger sich aktiv engagieren und gerne leben, ist es immer wichtiger, dass Planungen transparent sind und die Meinungen der Bürger einbezogen werden. Für den aktiven Dialog zwischen Bürgern und Verwaltung sollte deshalb ein unkomplizierter Weg zur Verfügung stehen. Die Kommunale Datenverarbeitung der Region Stuttgart (KDRS) und das angeschlossene Rechenzentrum (RZRS) bieten dazu in Kooperation mit der Firma ontopica ein breitgefächertes Lösungsportfolio an, welches auf der Software dito basiert. Die Technologie stammt vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) und wird seit 2006 von ontopica weiterentwickelt.
So können Bürger beispielsweise über eine Plattform im Internet dem Oberbürgermeister und der Verwaltungsspitze Fragen stellen und Anliegen vorbringen sowie eigene Anregungen und Ideen zu Lärmaktionsplänen, Bürgerhaushalten, Ideenwettbewerben oder Strategieentwicklungen äußern. Des Weiteren besteht für aufmerksame Bürger die Möglichkeit, Schäden, die sie in ihrer Kommune entdeckt haben, mit dem Smartphone zu fotografieren und mit einer App direkt an die richtige Stelle zu übermitteln oder beim Anlegen von Baumkatastern zu helfen. Die KDRS/RZRS berät Kommunen ausführlich zur individuell am besten geeigneten Strategie der Bürgerbeteiligung und E-Partizipation.
Die verschiedenen Lösungen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da sie ein bequemes und einfaches Angebot an viele Menschen darstellen, sich am Leben in ihrer Stadt aktiv zu beteiligen. Für die Kommunen sind die Lösungen schnell umzusetzen und an die jeweiligen Gegebenheiten anpassbar. Auch die Auswertung von Befragungen und die Zustellung an die richtigen Ansprechpartner erfolgt automatisch und ohne Mehraufwand.

Wie die Kommunikation gelingt

Der richtige Kommunikationskanal kann über Erfolg oder Misserfolg der Öffentlichkeitsbeteiligung entscheiden – so engagiert sich bei Veranstaltungen vor Ort meist nur ein relativ kleiner Personenkreis. Daher gehört es zu den wesentlichen Anliegen der Kommunen, bei der Umsetzung der Bürgerbeteiligung für die Teilnahme aller gesellschaftlichen Gruppen zu sorgen. Das gelingt am besten, wenn Lösungen eingesetzt werden, die auf breite Akzeptanz stoßen, die für viele leicht zugänglich sind und die den allgemeinen gesellschaftlichen Trends entsprechen – wie eben internetbasierte Beteiligungsverfahren.
Deren Vorteil liegt darin, dass Meinungen und Informationen ohne räumliche oder zeitliche Einschränkungen ausgetauscht werden und sich mehr Menschen zu Wort melden können. Die Verantwortlichen stellen im Internet detaillierte Informationen und anschauliches Material zur Verfügung und tragen so dazu bei, dass sich die Bürger eine fundierte Meinung bilden können. Von der Bürgerbeteiligung profitieren Kommunen und Bürger gleichermaßen, da die Zufriedenheit von Bürgern, die sich und ihre Meinung einbringen können, spürbar steigt und die Kommunen auf das Wissen und die Erfahrungen ihrer Einwohner zurückgreifen können.
Seit Anfang November bietet die Stadt Esslingen am Neckar in Zusammenarbeit mit der KDRS mit „Frag-den-OB“ eine Ergänzung zur persönlichen Bürgersprechstunde an. Mit der Online-Variante ist es nun einfacher, Fragen an den Bürgermeister zu richten, gleichzeitig erhält die Stadt ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung und kann entsprechend reagieren. Die Antworten zu ausgewählten Fragen werden in regelmäßigen Abständen veröffentlicht. Seit Februar dieses Jahres können auch die Einwohner der Stadt Ludwigsburg über das Internet mit ihrem Stadtoberhaupt in Kontakt treten.

Erstmals Online-Befragung

Die Gemeinde Waldenbuch hat ebenfalls bereits Erfahrungen damit gesammelt, Bürger in Planungen einzubeziehen. Um mehr und vor allem jüngere Menschen als bisher zum Mitmachen zu animieren, wurde bei der Erstellung des Haushalts im Jahr 2013 erstmals eine ergänzende Online-Befragung durchgeführt. Die Einwohner Waldenbuchs konnten über die Gewichtung der einzelnen Punkte abstimmen und ihre Meinung darüber äußern, welche Themen und Ausgaben im Jahr 2014 besonders wichtig sind. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Ausarbeitung der Haushaltsplanungen ein. Davon profitieren die Bürger ebenso wie die Kommune, die ein besseres Gespür für die Themen bekommt, die in der Bevölkerung aktuell von Bedeutung sind.
Die von der KDRS entwickelte Göppingen-App beinhaltet eine weitere Form der Bürgerbeteiligung. Neben Informationen zur Stadt, Veranstaltungen und aktuellen Meldungen findet sich hier auch ein Mängelmelder. Schäden im öffentlichen Raum können über das Modul zusammen mit einem Foto und einer genauen Ortsangabe via GPS gemeldet werden. Die Stadt nutzt das Engagement der Bürger, um Schäden schneller feststellen und beheben zu können, worüber sich natürlich wiederum die Bürger freuen.

Maria Bieber ist Geschäftsbereichsleiterin Unternehmenskommunikation bei der Kommunalen Datenverarbeitung und dem Rechenzentrum der Region Stuttgart (KDRS/RZRS).




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: E-Partizipation
Screenshot der Radspur-App im App-Store.

Kirchenlamitz: Radspur-App liefert Daten aus der Praxis

[20.03.2026] Mit welcher Frequenz Radwege genutzt werden und ob es auf den Strecken Verbesserungsbedarfe gibt, will die Stadt Kirchenlamitz mithilfe einer App herausfinden. Ist die Anwendung auf dem Smartphone installiert und aktiviert, kann sie anonymisiert GPS- und Erschütterungsdaten erfassen. Auch können die Nutzerinnen und Nutzer über die App auf Gefahrenstellen oder Hindernisse hinweisen. mehr...

Die drei Stadtoberhäupter stehen zum Foto versammelt, OB Hetjes hält einen Laptop in den Händen auf dessen Bildschirm das Beteiligungsportal Seid Dabei eingeblendet ist.

Bad Homburg v. d. Höhe / Friedrichsdorf / Wehrheim: Gemeinsame Beteiligungsplattform

[19.03.2026] Mit Seid Dabei haben Bad Homburg v. d. Höhe, Friedrichsdorf und Wehrheim eine gemeinsame Beteiligungsplattform gestartet, auf der jede Kommune zwar einen eigenen Bereich verwaltet, die technische Infrastruktur aber mit den anderen teilt. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander, im Hintergrund sind Aussteller des eGo-Saar und von Gerda BürKI zu sehen.
bericht

Gersheim: Mehr Service mit Gerda

[27.02.2026] Die Gemeinde Gersheim hat gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar einen KI-Chatbot pilotiert, der die Verwaltung entlastet und den Bürgerservice verbessert. Der Prototyp kann künftig in allen saarländischen Kommunen eingesetzt werden. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Maptable versammelt und bearbeiten eine Stadtkarte.
bericht

E-Partizipation: Möglichkeiten und Grenzen

[26.02.2026] Analoge Beteiligungsformate sprechen nur eine begrenzte Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern an. Fügen Kommunen digitale Partizipationsangebote planvoll hinzu, erreichen sie mehr Zielgruppen. Wichtig ist die intelligente Kombination der beiden Ansätze. mehr...

ein Laptop auf dessen Display die Website zur Beteiligungsplattform der Stadt Darmstadt aufgerufen ist

Darmstadt: Digitalstrategie mitgestalten

[25.02.2026] Mit einer neuen Digitalstrategie will die Stadt Darmstadt wichtige Weichen für die Zukunft ihrer digitalen Verwaltung und Services stellen. In die finale Fassung sollen auch Anregungen aus der Bürgerschaft einfließen. mehr...

Blau-Grün-Weißes Logo von Beteiligung NRW mit verschiedenen farbigen Quadraten und kommunikationsbezogenen Icons (Stift, Monitor, Sprechblase usw.)

Nordrhein-Westfalen: Viel Zuspruch für Beteiligung NRW

[24.02.2026] Vier Jahre nach dem Start hat sich die digitale Plattform Beteiligung NRW etabliert: Mehr als 264 Kommunen und Behörden nutzen das vom Land finanzierte Portal, über das bislang rund 23.000 Verfahren abgewickelt und etwa 26 Millionen Seitenaufrufe verzeichnet wurden. mehr...

Screenshot des Dashboards zur lokalen E-Partizipation mit eingeblendeter Werkzeugleiste.

Studie: Erfolgsfaktoren lokaler E-Partizipation

[23.02.2026] Eine Studie gibt erstmals einen Überblick darüber, welche digitalen Beteiligungsformate Kommunen nutzen, welche Ziele sie damit verfolgen und wie erfolgreich diese Maßnahmen sind. Es zeigen sich unter anderem strukturelle Unterschiede zwischen Großstädten, kleineren Städten sowie Gemeinden in Ost- und Westdeutschland. Fast alle Kommunen wollen mit der E-Partizipation politische Entscheidungsprozesse transparenter gestalten. mehr...

Vektorgrafik, die eine Person zeigt, die am Desktop-Rechner eine Umfrage zu Spielplätzen beantwortet.
bericht

E-Partizipation: Leichter Einstieg

[20.02.2026] Das MeldooPLUS-Modul Bürgerbeteiligung bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in die digitale Partizipation. Vor allem kleineren Kommunen erlaubt es das Modul, erste Online-Umfragen umzusetzen und zu verstetigen. mehr...

Screenshot von Klimaanpassung Haarburg

Hamburg: Bürgerbeteiligung mit offener Lizenz

[19.02.2026] Hamburg startet als erste Stadt die standardisierte Veröffentlichung von Bürgerbeiträgen unter einer Open-Data-Lizenz. Die neue Funktion kommt erstmals beim Beteiligungsverfahren „Klimaanpassung Harburg“ zum Einsatz. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Datentisch versammelt, auf dem ein Stadtplan zu sehen ist.

Halle (Saale): Kartenbasierte Bürgerbeteiligung

[12.02.2026] Die Stadt Halle (Saale) führt nun die erste interaktive, digitale Bürgerbeteiligung über die 3D-Software HAL-Plan durch. Bis zum 13. März stehen hier interaktive Themenkarten zum geplanten neuen Flächennutzungsplan der Kommune zur Verfügung. Dank eines sogenannten Storymoduls können die Rückmeldungen dazu direkt in die Karten eingetragen werden. mehr...

Mehrere Personen sitzen im Rahmen einer Veranstaltung zusammen und stimmen per Handzeichen über etwas ab.

Offenbach: Neue Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten

[04.02.2026] Die Offenbacher Mitreden-Plattform wartet mit neuen Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten auf. Eine Vorhabenliste zeigt nun aktuelle städtische Projekte und gegebenenfalls die Beteiligungsmöglichkeiten an. Auch können die Bürgerinnen und Bürger eigene Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt einreichen. mehr...

Ein durchsichtiges Sparschwein steht auf zahlreichen 50-Euro-Scheinen.

MACH: Digital unterstützter Bürgerhaushalt

[15.01.2026] Mit einer Plattform unterstützt das Unternehmen MACH Kommunen bei der Durchführung von Bürgerhaushalten. Die Plattform ist eng mit der MACH Finanzsoftware verzahnt. Der Bürgerhaushalt wird somit nicht als isoliertes Beteiligungsprojekt umgesetzt, sondern direkt in die bestehende Haushalts- und Finanzplanung integriert. mehr...

Screenshot der Startseite von themen.buergerinnenkonzil.de.

Konstanz: Themen für Bürgerrat vorschlagen

[06.01.2026] Über eine Onlineplattform können die Konstanzerinnen und Konstanzer jetzt solche Themen vorschlagen, die ihrer Meinung nach ein Bürgerrat aufgreifen sollte. Spruchreif wird ein Vorschlag dann, wenn für ihn 800 Unterschriften außerhalb der Plattform gesammelt werden können. mehr...

Die Pforzheimer Innenstadt. Im Vordergrund hebt eine Hand ein Handy, im Hintergrund ist eine Informationsstele zu sehen

Pforzheim: App-Gestaltung mit Bürgern

[17.12.2025] In die Entwicklung von Stadt-App und Informationsstelen bezieht die Stadt Pforzheim die Bevölkerung ein. Die Online-Beteiligung läuft noch bis 31. Januar. mehr...

Screenshot der Startseite von Talbeteiligung.de.
bericht

Wuppertal: Offen und lernbereit

[15.12.2025] Die Stadt Wuppertal geht neue Wege in der E-Partizipation mit dem Ziel, eine lernende Verwaltung zu schaffen, die mit jedem Beteiligungsprozess besser wird. Im Zentrum der Wuppertaler Beteiligungslandschaft steht die Plattform talbeteiligung.de. mehr...