Mittwoch, 10. Juni 2026

Schleswig-HolsteinBildungspaket stellt Weichen

[06.07.2018] Ein digitales Bildungspaket hat das Land Schleswig-Holstein vorgestellt. Es bündelt die bisherigen Einzelmaßnahmen, wie etwa das Projekt „Lernen mit digitalen Medien“, und beinhaltet neue Projekte, wie die Einführung einer einheitlichen Schulverwaltungssoftware.
Schleswig-Holstein stellt die Weichen für das Lernen mit digitalen Medien.

Schleswig-Holstein stellt die Weichen für das Lernen mit digitalen Medien.

(Bildquelle: Fotolia@contrastwerkstatt)

Schleswig-Holstein hat für das Lehren, Lernen und Arbeiten in der digitalen Schule wichtige Weichen gestellt. „Das Lernen mit digitalen Medien beginnt bei uns in der Lehrkräftebildung und reicht bis zum Unterricht an den Schulen. Wir haben Netzwerke von Modellschulen geschaffen und in Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer investiert“, erklärte Bildungsministerin Karin Prien bei der Vorstellung des Digitalen Bildungspakets Schleswig-Holstein. „Das Bildungspaket bindet die vielen Einzelmaßnahmen zusammen, die bisher schon erfolgreich an den Schulen laufen, und benennt die Projekte, die in den kommenden Jahren noch auf der Agenda stehen. Damit können wir systematisch die digitale Entwicklung der Schulen vorantreiben und auf neue Herausforderungen reagieren“, so die Ministerin. Finanziert werden soll das nach Angaben des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur auch mit Mitteln aus dem Digitalpakt des Bundes. Sie erwarte, dass die zusätzlichen Gelder wie angekündigt zum 1. Januar 2019 kommen, erklärte Bildungsministerin Karin Prien: „Das sind pro Jahr dann voraussichtlich weitere 43,5 Millionen Euro für die Digitalisierung.“
In Schleswig-Holstein gibt es bereits ein Netzwerk von inzwischen 130 digitalen Modellschulen, die Konzepte zum Lernen mit digitalen Medien entwickeln und erproben (wir berichteten). Die Projektrunde 2018 hat den Schwerpunkt „Lernen mit digitalen Medien im Fachunterricht“. Aus diesem Netzwerk soll sich ein Transfernetzwerk für alle Schulen entwickeln. Lehrkräfte können zudem ein umfangreiches fachspezifisches Fortbildungsangebot nutzen. Zusätzlich bietet eine Medienwerkstatt des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) die Möglichkeit, digitale Medien zu erproben und sich über digitale Ausstattungen zu informieren. Darüber hinaus steht seit Oktober 2015 allen Schulen in Schleswig-Holstein die Kommunikationsplattform SchulCommsy als virtuelles Klassenzimmer und zur Kommunikation zwischen Schülern sowie Lehrkräften zur Verfügung. Aktuell wird dies von 300 Schulen genutzt.

Projekte im Bildungspaket

„Mit dem Digitalen Bildungspaket machen wir jetzt den nächsten wichtigen Schritt“, sagt Bildungsministerin Karin Prien. Zu den im Bildungspaket verankerten Projekten zähle unter anderem die Einführung einer einheitlichen Schulverwaltungssoftware. Diese beinhaltet beispielsweise eine einheitliche Stunden- und Vertretungsplan-Lösung, standardisierte Zeugnisformulare und ein digitales Klassenbuch und soll die Dokumentation des Unterrichtsausfalls an allen öffentlichen Schulen des Landes ermöglichen. Prien: „Die Software ist Voraussetzung für das notwendige Bildungsmonitoring. Auf Basis dieser Daten können wir künftig die Schul- und Unterrichtsentwicklung noch besser unterstützen und regelmäßig darüber berichten.“
Darüber hinaus soll im Rahmen des Digitalen Bildungspakets das Schulportal SH aufgebaut werden. Auf der digitalen Plattform sollen nach Angaben des Bildungsministeriums insbesondere Lehrkräfte, aber auch Schüler sowie Eltern arbeiten und miteinander kommunizieren. Lehrkräfte sollen eine dienstliche E-Mail-Adresse erhalten, aber auch Schüler erhalten einen Zugang. Das Lernen mit digitalen Medien will Schleswig-Holstein systematisch in der Lehrkräftebildung verankern; Unterrichtshospitationen an digitalen Modellschulen sollen ausgebaut werden. Ein weiteres Projekt ist der Masterplan digitale Lehrkräftefortbildung.
Eine landesweite Infrastruktur ist Voraussetzung für das digitale Arbeiten an den Schulen. Um diese aufbauen und unterhalten zu können, brauchen die Schulträger Ausstattungs- und Betriebskonzepte. Entsprechende Konzepte sollen sie in Zusammenarbeit mit den kommunalen Landesverbänden erarbeiten. Geplant ist, die Schulen bis 2021 an das landeseigene Breitband-Netz anzuschließen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Schul-IT
vier-personen-sitzen und stehen an einem Tisch_Würzburg_schul-it

Würzburg: Schul-IT ertüchtigt

[09.06.2026] Von Strom über Glasfaser bis hin zu Endgeräten und Softwarepool: Die Stadt Würzburg hat in den vergangenen sechs Jahren knapp 24 Millionen in die schulische digitale Infrastruktur investiert. mehr...

bericht

Worms: 27 Schulen, eine Plattform

[03.06.2026] Mit einer zentral verwalteten Netzwerkplattform hat die Stadt Worms die Grundlage für digitalen Unterricht an 27 Schulen geschaffen – unabhängig von Schulform, Gebäudealter oder individuellen Voraussetzungen. Gemeinsam mit ihren Partnern konnte die Kommune eine leistungsfähige und datenschutzkonforme Infrastruktur aufbauen. mehr...

eine Gruppe von Personen steht vor einem Gebäude

Schleswig-Holstein: Alle Schulen am Netz

[02.06.2026] Erfolgreicher Abschluss des Projekts „Schulen ans Netz“: Als erstes Flächenland in der Bundesrepublik hat Schleswig-Holstein alle seine öffentlichen Schulen an das Glasfasernetz angebunden. mehr...

Chatbots kommen vermehrt im öffentlichen Sektor zum Einsatz.

Berlin: AIS.chat unterstützt beim Lernen

[26.05.2026] In Berlins öffentlichen Schulen kann jetzt mit dem Chatbot AIS.chat gearbeitet werden. Die datenschutzkonforme KI-Lösung unterstützt Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung und soll Schülern neue Zugänge zu Unterrichtsthemen eröffnen. mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Composite: Hand greift nach einem Cloud-Icon, blauer Hintergrund
bericht

Hannover: Lizenzpanne mit Microsoft 365

[23.04.2026] Alle 100 städtischen Schulen in Hannover haben die Cloud-Lösung Microsoft 365 aktiv eingesetzt – allerdings, ohne die passende Lizenz zu besitzen, welche die Nutzung im Schulkontext absichert. Die Stadt verhängte vorerst einen Nutzungsstopp und will prüfen, wie es zu der fehlerhaften Einschätzung kam. mehr...

Kind vor Tablet_ telli in Bremen
bericht

Bremen: Pionier für telli

[21.04.2026] Bremen hat als erstes Bundesland mit telli eine landesweite KI-Plattform für Schulen eingeführt. Finanziert über Mittel des DigitalPakts Schule steht die Plattform den Schulen der Freien Hansestadt kostenfrei zur Verfügung. mehr...

Schulranzen mit daran angelehntem Tablet, im Hintergrund eine grübe Kreidetafel.

Niedersachsen: Webshop für Schul-Hardware

[16.04.2026] Niedersachsen hat einen Webshop für die Bestellung digitaler Endgeräte an Schulen freigeschaltet. Das Land stellt dafür bis 2031 rund 800 Millionen Euro bereit. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen zunächst siebte Klassen und Lehrkräfte ausgestattet werden. mehr...

Klassenzimmer-Kulisse: Eine Frau mit langen Locken (Maria Borelli) beugt sich über den Schultisch von zwei Grundschülern, die vor einem Laptop sitzen.

Berlin: Schnelles Internet für alle Schulen

[13.04.2026] In Berlin verfügen alle öffentlichen Schulen nun über schnelles Internet. Möglich wurde das durch ein vom ITDZ koordiniertes landesweites Programm. Mit einer Reform des Schulgesetzes sichert der Senat die weitere digitale Schulentwicklung rechtlich stärker ab. mehr...

auf einem stilisierten Laptop stehen Schultische und -bänke
bericht

Digitale Bildung: Zehn Jahre Smart Schools

[09.04.2026] Seit zehn Jahren würdigt der Smart-School-Wettbewerb Schulen, die digitale Bildung, Infrastruktur und Lehrkräftefortbildung zusammenbringen. Rahmenbedingungen und Schwerpunktthemen sind im Wandel – doch die Digitalisierung im Bildungsbereich geht weiter. mehr...

Pressekonferenz in einer Schule zur Einführung von telli in Thüringen

Thüringen: KI verstehen mit telli

[09.04.2026] Der KI-Chatbot telli steht ab sofort allen Schulen in Thüringen zur Nutzung zur Verfügung. Der Freistaat profitiert dabei von den Erfahrungen anderer Bundesländer und setzt zugleich eigene Schwerpunkte bei der pädagogischen Begleitung. mehr...

Das Lern-Management-System itslearning soll bald für alle baden-württembergischen Schulen verfügbar sein.

Kommunale Spitzenverbände: Digitalpakt 2.0 mit verschobenem Start?

[01.04.2026] Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren geplante Änderungen zum Digitalpakt 2.0: Der für 2025 vereinbarte Starttermin soll um ein Jahr verschoben werden. Viele Kommunen haben mit Blick auf die Vereinbarung schon 2025 teure digitale Ausstattung beschafft – und könnten dann ohne Finanzierung dastehen. mehr...

Collage eines jungen Schülers in Schwarz-Weiß, der einen Rucksack und eine Lupe hält, vor einem Notebook-Bildschirm, isoliert auf farbigem Hintergrund.
bericht

Digitales Lernen: Eintauchen in den Lernstoff

[31.03.2026] Der Digitalpakt 2.0 fördert unter anderem die Einführung KI-gestützter, adaptiver Lernsysteme und die Entwicklung digitaler Unterrichtskonzepte. Damit eröffnet sich eine Chance für Schulen, immersive Lernräume einzurichten – ein Konzept, mit dem andere Länder bereits gute Erfahrungen gemacht haben. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem digitalen Monitor versammelt, auf dem der Aachener Konzept-O-Mat präsentiert wird.

Aachen: Automat für Medienkonzepte

[27.03.2026] Die StädteRegion Aachen bietet ihren Schulen ein Online-Tool an, mit dem sie ihre Medienkonzepte schneller und gezielter überarbeiten können. Der sogenannte Konzept-O-Mat erfasst den Ist-Zustand der Schule, zeigt Lücken im jeweiligen Konzept auf und gibt Verbesserungshinweise. mehr...

Aufsicht auf einen Schultisch, man sieht einen Laptop und eine Computermaus, auf der eine Kinderhand ruht.

Hannover: Zwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen

[18.03.2026] Hannover nutzt Microsoft 365 auch im Bildungsbereich. Die Stadt ist sich des Datenschutzrisikos bewusst, lehnt europäische Open-Source-Alternativen aber ab. Nun sollen bessere Rahmenbedingungen für den Microsoft-Einsatz geschaffen werden – mit Vorbildcharakter für weitere Schulen im Land. mehr...