Dienstag, 13. Oktober 2026

Nordrhein-WestfalenTest des KI-Assistenten NRW.Genius

[26.08.2026] Drei Pilotkommunen in Nordrhein-Westfalen erproben die KI-Verwaltungsassistenz NRW.Genius. Die Anwendung soll Beschäftigte beispielsweise der Stadt Essen unter anderem beim Auswerten, Durchsuchen und Erstellen von Texten unterstützen.

Vereinbarung unterzeichnet: Die Stadt Essen erprobt als Pilotkommune die KI-Verwaltungsassistenz NRW.Genius.

v.l.: Dr. Heike Wellmeyer, (IT.NRW; Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW; Thomas Kufen, Oberbürgermeister Stadt Essen; Annabelle Brandes, Beigeordnete für Personal, allgemeine Verwaltung und Digitalisierung der Stadt Essen

(Bildquelle: Caroline Schlüter)

Die Stadt Essen testet in den kommenden Monaten die KI-Verwaltungsassistenz NRW.Genius im Arbeitsalltag. Eine entsprechende Vereinbarung haben Oberbürgermeister Thomas Kufen, Nordrhein-Westfalens Digitalministerin Ina Scharrenbach und Heike Wellmeyer vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) am 17. August unterzeichnet. Das teilt die Stadt Essen mit. Neben Essen beteiligen sich die Kreisstadt Bergheim und die Stadt Solingen an der Erprobung. Damit stehen die drei vorgesehenen Pilotkommunen fest. Sie sollen Erfahrungen mit der Anwendung sammeln und Rückmeldungen an IT.NRW geben. Das Land plant, NRW.Genius anschließend weiteren Kommunen zur Verfügung zu stellen.

Entlastung der Beschäftigten

Entwickelt und betrieben wird NRW.Genius von IT.NRW. Die Anwendung soll Beschäftigte bei der Arbeit mit Texten und Dokumenten unterstützen. Sie kann lange Dokumente zusammenfassen und aus Stichpunkten Entwürfe für Schreiben oder Vermerke erstellen. Außerdem lassen sich umfangreiche Dokumentensammlungen durchsuchen und Fragen zu hochgeladenen Dateien stellen. Eine weitere Funktion ermöglicht den direkten Austausch mit einem Sprachmodell.

Die Erprobung ist Teil der KI-Strategie der Stadt Essen. Der Verwaltungsvorstand hatte diese im Februar 2026 beschlossen. Als erstes Leitziel nennt die Strategie die Entlastung der Beschäftigten. Nach Angaben der Stadt binden wiederkehrende Schreibarbeiten viel Arbeitszeit. Gleichzeitig nähmen die Aufgaben der Kommunen zu, während die demografische Entwicklung zusätzlichen Druck erzeuge.

KI nimmt keine Verantwortung ab

„Viele Kommunen stehen vor derselben Aufgabe. Sie müssen ihren Mitarbeitenden einen grundlegenden und sicheren Zugang zu generativer Künstlicher Intelligenz schaffen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen. Essen wolle Erfahrungen aus einer großen Verwaltung in die Erprobung einbringen. Diese sollten später auch kleineren Städten und Gemeinden zugutekommen. Kufen betont zugleich die Verantwortung der Beschäftigten: „Klar ist dabei: Künstliche Intelligenz nimmt uns Arbeit ab, aber keine Verantwortung. Entschieden wird weiterhin von Menschen.“

Erfahrungen aus der Praxis

NRW-Digitalministerin Ina Scharrenbach bezeichnet die Erprobung auf kommunaler Ebene als Grundlage für die weitere Entwicklung. „Mit Essen haben wir jetzt unsere drei Modellkommunen, die stellvertretend für alle 429 Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die durch den Landesbetrieb Information und Technik entwickelte KI-Verwaltungsapplikation NRW.Genius, in diesem Jahr testen“, sagt Scharrenbach. Die Erfahrungen aus der Praxis sollen dazu dienen, den KI-Einsatz in der öffentlichen Verwaltung weiterzuentwickeln.





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