Nordrhein-WestfalenTest des KI-Assistenten NRW.Genius

Vereinbarung unterzeichnet: Die Stadt Essen erprobt als Pilotkommune die KI-Verwaltungsassistenz NRW.Genius.
v.l.: Dr. Heike Wellmeyer, (IT.NRW; Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW; Thomas Kufen, Oberbürgermeister Stadt Essen; Annabelle Brandes, Beigeordnete für Personal, allgemeine Verwaltung und Digitalisierung der Stadt Essen
(Bildquelle: Caroline Schlüter)
Vereinbarung unterzeichnet: Die Stadt Essen erprobt als Pilotkommune die KI-Verwaltungsassistenz NRW.Genius.
v.l.: Dr. Heike Wellmeyer, (IT.NRW; Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW; Thomas Kufen, Oberbürgermeister Stadt Essen; Annabelle Brandes, Beigeordnete für Personal, allgemeine Verwaltung und Digitalisierung der Stadt Essen
(Bildquelle: Caroline Schlüter)
Die Stadt Essen testet in den kommenden Monaten die KI-Verwaltungsassistenz NRW.Genius im Arbeitsalltag. Eine entsprechende Vereinbarung haben Oberbürgermeister Thomas Kufen, Nordrhein-Westfalens Digitalministerin Ina Scharrenbach und Heike Wellmeyer vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) am 17. August unterzeichnet. Das teilt die Stadt Essen mit. Neben Essen beteiligen sich die Kreisstadt Bergheim und die Stadt Solingen an der Erprobung. Damit stehen die drei vorgesehenen Pilotkommunen fest. Sie sollen Erfahrungen mit der Anwendung sammeln und Rückmeldungen an IT.NRW geben. Das Land plant, NRW.Genius anschließend weiteren Kommunen zur Verfügung zu stellen.
Entlastung der Beschäftigten
Entwickelt und betrieben wird NRW.Genius von IT.NRW. Die Anwendung soll Beschäftigte bei der Arbeit mit Texten und Dokumenten unterstützen. Sie kann lange Dokumente zusammenfassen und aus Stichpunkten Entwürfe für Schreiben oder Vermerke erstellen. Außerdem lassen sich umfangreiche Dokumentensammlungen durchsuchen und Fragen zu hochgeladenen Dateien stellen. Eine weitere Funktion ermöglicht den direkten Austausch mit einem Sprachmodell.
Die Erprobung ist Teil der KI-Strategie der Stadt Essen. Der Verwaltungsvorstand hatte diese im Februar 2026 beschlossen. Als erstes Leitziel nennt die Strategie die Entlastung der Beschäftigten. Nach Angaben der Stadt binden wiederkehrende Schreibarbeiten viel Arbeitszeit. Gleichzeitig nähmen die Aufgaben der Kommunen zu, während die demografische Entwicklung zusätzlichen Druck erzeuge.
KI nimmt keine Verantwortung ab
„Viele Kommunen stehen vor derselben Aufgabe. Sie müssen ihren Mitarbeitenden einen grundlegenden und sicheren Zugang zu generativer Künstlicher Intelligenz schaffen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen. Essen wolle Erfahrungen aus einer großen Verwaltung in die Erprobung einbringen. Diese sollten später auch kleineren Städten und Gemeinden zugutekommen. Kufen betont zugleich die Verantwortung der Beschäftigten: „Klar ist dabei: Künstliche Intelligenz nimmt uns Arbeit ab, aber keine Verantwortung. Entschieden wird weiterhin von Menschen.“
Erfahrungen aus der Praxis
NRW-Digitalministerin Ina Scharrenbach bezeichnet die Erprobung auf kommunaler Ebene als Grundlage für die weitere Entwicklung. „Mit Essen haben wir jetzt unsere drei Modellkommunen, die stellvertretend für alle 429 Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die durch den Landesbetrieb Information und Technik entwickelte KI-Verwaltungsapplikation NRW.Genius, in diesem Jahr testen“, sagt Scharrenbach. Die Erfahrungen aus der Praxis sollen dazu dienen, den KI-Einsatz in der öffentlichen Verwaltung weiterzuentwickeln.
Interview: Mit Agenten Zeit sparen
[24.08.2026] lector.ai bietet eine Plattform zur automatisierten Verarbeitung von Behördenpost. Über das Pilotprojekt im Neckar-Odenwald-Kreis und die Teilnahme am Agentic AI Hub des Bundesdigitalministeriums sprach Kommune21 mit Unternehmensgründer Benjamin von Ardenne. mehr...
Dinslaken: Digitales Serviceangebot erweitert
[21.08.2026] Die Stadt Dinslaken erweitert ihr digitales Serviceangebot um neue Online-Dienste im Bürgerbüro und in der Ausländerbehörde. Erstmals prüft dabei auch eine KI hochgeladene Unterlagen, während eine Dokumentenbox die Abholung von Aufenthaltstiteln vereinfacht. mehr...
TSA Public Service/brainocons: Verwaltungswissen für KI-Assistenten
[20.08.2026] Statt Informationen in mehreren Systemen zu suchen, sollen Verwaltungsmitarbeitende sie künftig direkt über KI-Assistenten abrufen können. TSA Public Service und brainocons wollen dafür interne Wissensquellen mit laufend aktualisierten Verwaltungsinformationen verbinden. mehr...
Kreis Peine: Kulturwandel eingeleitet
[19.08.2026] Im Landkreis Peine sollen alle künftig eingesetzten KI-Tools zentral gesteuert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich die Kreisverwaltung für die KI-Middleware brainomatics entschieden. Das System nutzt kommunale interne und externe Wissensquellen. mehr...
Oberhausen: Zusammen ist besser
[18.08.2026] In der Kooperationsgemeinschaft KommI entwickeln Kommunen und kommunale IT-Dienstleister KI-Lösungen. In der federführenden Stadt Oberhausen wird auch ein praxisnahes Verständnis etabliert, wie KI im Verwaltungsalltag eingeführt und genutzt werden kann. mehr...
Kreis Darmstadt-Dieburg: Belastbare Daten für die Wohnraumbedarfsanalyse
[18.08.2026] Der Kreis Darmstadt-Dieburg stellt seinen Kommunen künftig mit einer KI-basierten Wohnraumbedarfsanalyse eine belastbare Grundlage für die Wohnraumplanung zur Verfügung. Die Analyse soll kleinräumige Entwicklungen sichtbar machen und frühzeitig zeigen, wo bezahlbarer Wohnraum fehlt. mehr...
Schwalm-Eder-Kreis: Frühwarnsystem für Starkregen
[13.08.2026] Der Schwalm-Eder-Kreis baut ein digitales Frühwarnsystem für Starkregen und Hochwasser auf. Das Land Hessen unterstützt das Projekt mit 1,62 Millionen Euro. Rund 230 Sensoren sollen künftig Daten liefern und so Behörden, Einsatzkräfte sowie Bürgerinnen und Bürger frühzeitig über Gefahren informieren. mehr...
Kevelaer: KI für besseren Bürgerservice
[13.08.2026] Mehr Aufgaben, knappe Personaldecken, begrenzte Finanzspielräume und hohe Erwartungen setzen Kommunalverwaltungen unter Druck. Kevelaer nutzt KI deshalb dort, wo wiederkehrende Anfragen und zeitintensive Routinen Personal binden: im Bürgerservice und in internen Arbeitsprozessen. mehr...
Kreis Cloppenburg: Neue Wege für alte Systeme
[10.08.2026] Nach einer kurzen Pilotphase hat der Kreis Cloppenburg im Oktober vergangenen Jahres mit dem Roll-out der KI-Plattform innoGPT von Anbieter Inno KI begonnen. Dabei wird ein bedarfsorientierter Ansatz verfolgt: Erst wenn ein Amt konkrete Einsatzzwecke für die KI definiert hat, wird der Zugang freigeschaltet. mehr...
Agentic AI Hub: Start der zweiten Bewerbungsrunde
[06.08.2026] Nach einer ersten Pilotphase mit 20 Projekten in 19 Kommunen startet der Agentic AI Hub in die zweite Runde. Städte, Gemeinden und Landkreise können bis 14. August neue Anwendungsfälle für agentische KI einreichen. Erprobte Lösungen sollen leichter nachgenutzt werden. mehr...
Pfungstadt: Mit No-Code zu digitalen Diensten
[06.08.2026] Die Stadt Pfungstadt und das Unternehmen EGovC treiben gemeinsam die Digitalisierung der Verwaltung voran. Zum Einsatz kommt dafür die KI-gestützte No-Code-Plattform Omnia Suite, mit der sich Verwaltungsleistungen vollständig digital abbilden lassen. mehr...
Advertorial: Wie Verwaltungen mit KI schneller zu besseren Abläufen kommen
[05.08.2026] Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Prozesse in Verwaltungen zu verbessern. Sie erstellt zum Beispiel Prozessmodelle und zeigt auf, wie Abläufe optimiert werden können. Ein Beispiel ist die PICTURE-Prozessplattform. Sie demonstriert, wie KI in der Praxis funktioniert und welche Grenzen es gibt. mehr...
KI: LLMoin auf MDD verfügbar
[28.07.2026] LLMoin ist ab sofort auf dem Marktplatz Deutschland Digital (MDD) verfügbar. Somit können Bund, Länder und Kommunen den KI-Textassistenten ohne eigene Ausschreibungen beziehen. mehr...
Rüsselsheim: Modellprojekt zu KI
[27.07.2026] Vom hessischen Digitalministerium erhält die Stadt Rüsselsheim 309.000 Euro zum Aufbau eines KI-gestützten Assistenzsystems für die Verwaltung. Drei Tools sollen für mehr Effizienz sorgen und anschließend zur Nachnutzung bereitgestellt werden. mehr...




















