Donnerstag, 9. April 2026

HessenDigital das Miteinander vor Ort stärken

[12.05.2020] Im Wettbewerb „Hessen Smart Gemacht – Miteinander lokal digital 2020“ hat die Staatskanzlei gemeinsam mit Digitalministerin Kristina Sinemus digitale Projekte ausgezeichnet, die das gemeinschaftliche Leben stärken. Preise gab es in vier Kategorien, insgesamt waren 96 Bewerbungen eingegangen.
Belohnt wurden bei einem hessischen Wettbewerb digitale Projekte

Belohnt wurden bei einem hessischen Wettbewerb digitale Projekte, die den lokalen Zusammenhalt unterstützen, wie beispielsweise das Projekt „Snippet – Digitale Jugendbeteiligung in Kassel“.

(Bildquelle: Mirko Vitali/123rf.com)

Erstmals hat die hessische Staatskanzlei gemeinsam mit Digitalministerin Kristina Sinemus wegweisende digitale Projekte ausgezeichnet, die das Miteinander vor Ort stärken. Chancen im Wettbewerb „Hessen Smart Gemacht – Miteinander lokal digital 2020“ hatten Lösungen, welche die Beteiligung am kommunalen Leben ermöglichen oder Familien, Senioren und Kinder bei der Gestaltung des Alltags unterstützen. Digitalministerin Sinemus betonte: „Sehr gerne hätten wir die insgesamt zwölf Preisträgerinnen und Preisträger persönlich ausgezeichnet, denn wir sind begeistert von dem großen Engagement und den vielen innovativen Ansätzen, die es in Hessen gibt. Die Projekte zeigen eindrücklich, dass der Einsatz digitaler Instrumente einen Mehrwert vor Ort erzeugt und ein spürbarer Nutzen der Digitalisierung für die Menschen in unserem Land sind.“
Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer ergänzte: „Die Siegerprojekte sind ein Gewinn für ganz Hessen und zeigen eindrucksvoll, dass Technologie ein echter Mehrwert für das gesellschaftliche Miteinander sein kann. Ich bin mir sicher, dass die ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträger mit ihrem Engagement zum Nachahmen anregen.“

Kinder und Jugendliche aktiv einbeziehen

Wie das Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung mitteilt, wurde die ursprünglich geplante Preisverleihung aus gegebenen Umständen abgesagt und die Gewinner schriftlich benachrichtigt. Die Bewerbungsfrist habe Ende Januar geendet. 96 Projekte hätten sich in vier Kategorien beworben. In jeder Kategorie seien jeweils drei Preise vergeben worden, die mit 5.000 Euro, 3.000 Euro und 2.000 Euro dotiert waren. Bewerbungen hätten von Kommunen, Vereinen, Stiftungen, Genossenschaften, Initiativen, Kirchen, Unternehmen, gemeinnützigen Einrichtungen und anderen Organisationen eingereicht werden können.
In der Kategorie Smarte Beteiligung sei der erste Preis an das Projekt „Snippet – Digitale Jugendbeteiligung in Kassel“ gegangen. „Junge Menschen setzen neue Impulse und haben frische und innovative Ideen, diese gilt es zu hören und zu nutzen,“ hob Wintermeyer hervor. „In dem Projekt ist es mit dem Einsatz digitaler Medien gelungen, Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfelds einzubeziehen. Das ist ein gutes Vorbild für andere Kommunen.“

Dorf-App und Inklusionskompass überzeugen

In der Kategorie Smarte Gemeinschaft hätte das Projekt „Nüsttal vernetzt sich digital!“ am meisten überzeugt. „Die hessischen Bürgerinnen und Bürger sind eine starke Gemeinschaft, und wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb der Nachbarschaft oder einer Dorfgemeinschaft ist, hat sich in den vergangenen Wochen mehr als deutlich gezeigt. Das Projekt der Gemeinde Nüsttal stellt in besonderer Weise das lokale Miteinander in den Mittelpunkt und baut diese Gemeinschaft mithilfe einer Dorf-App weiter aus. Von solchen Ideen profitieren wir alle“, betonte Wintermeyer.
In der Kategorie Smarte Helfer hätte sich der Inklusionskompass aus Fulda durchsetzen können. „Ein Projekt, das aufzeigt wie man Digitalisierung barrierearm gestaltet und gleichzeitig damit Barrieren in der analogen Welt abbaut. So dient die Digitalisierung dem Menschen und nicht umgekehrt“, sagte die Digitalministerin.
In der vierten Kategorie Smartes Lernen habe sich das Projekt „teclab & tectruck – Makerspace für Kids & Teens“ für den ersten Platz qualifiziert. „Dies ist ein so wichtiges Projekt, um unsere Kinder und Jugendlichen fit für den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft von Morgen zu machen“, stellte Ministerin Sinemus heraus.





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