Samstag, 7. März 2026

Fraunhofer IESEDigitale Dörfer werden Smartes Land

[16.07.2025] Das Fraunhofer-Institut IESE, die Deutsche Assistance und die Versicherungskammer Bayern haben die Smartes Land GmbH gegründet. Damit werden die Plattformlösungen DorfFunk und BayernFunk aus dem Forschungsprojekt „Digitale Dörfer“ in den dauerhaften Betrieb überführt und unter einem gemeinsamen Dach weiterentwickelt und betrieben. 
drei Personen vor einem Bildschirm, Frauengesicht auf Bildschirm

Steffen Hess (Fraunhofer IESE), Shirin Wiechers (Deutsche Assistance / ÖRAG), Johannes Wagner (VKB) und auf dem Monitor zu sehen Julija Barisic (VKB) wollen mit der Gründung der Betreibergesellschaft Smartes Land GmbH die Digitalisierung im ländlichen Raum nachhaltig gestalten.

(Bildquelle: Shirin Wiechers)

Gemeinsam mit der ÖRAG/Deutsche Assistance-Gruppe und der Versicherungskammer Bayern hat das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE  die Smartes Land GmbH gegründet. Diese neue Gesellschaft hat sich laut Fraunhofer IESE zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung sowohl im ländlichen, als auch im urbanen Raum nachhaltig zu gestalten. Die Plattformlösungen DorfFunk und BayernFunk aus dem vom Fraunhofer IESE initiierten Forschungsprojekt „Digitale Dörfer“ würden nun in den dauerhaften Betrieb überführt und unter einem gemeinsamen Dach weiterentwickelt und betrieben. Das Fraunhofer IESE werde als Partner weiterhin auf technischer Seite insbesondere die Weiterentwicklung unterstützen, während die Deutsche Assistance und die Versicherungskammer Bayern die operative Geschäftsführung und den Vertrieb verantworten.

Von der Forschung in die Praxis

Die neue Gesellschaft verfolgt das Ziel, eine skalierbare, datenschutzkonforme und kommunal verankerte Plattform für digitale Kommunikation im ländlichen und städtischen Raum zu etablieren. Dabei stehen folgende Aspekte im Fokus: die technologische Weiterentwicklung der „Digitale Dörfer“-Plattform inklusive Re-Branding und Optimierung der User Experience, die Stärkung der kommunalen Resilienz durch digitale Bürgernähe, Ehrenamtsförderung und Echtzeitkommunikation sowie die langfristige Betriebssicherheit der Plattform durch ein tragfähiges Geschäftsmodell und starke Partnerstrukturen

Das Projekt „Digitale Dörfer“, das 2015 in Rheinland-Pfalz mit den Gemeinden Göllheim, Eisenberg und Betzdorf seinen Ursprung nahm (wir berichteten), hat sich zu einem bundesweit anerkannten Modell für digitale Teilhabe und kommunale Vernetzung entwickelt, wie Fraunhofer IESE weiter berichtet. Mit über 300.000 Nutzenden in Deutschland habe sich die Plattform als tragfähige Lösung für digitale Kommunikation, Bürgerbeteiligung, Nachbarschaftshilfe und lokale Informationen etabliert. Nach zehn Jahren Forschung und Praxiserprobung sei nun der richtige Zeitpunkt gekommen, die Lösung in die Praxis zu überführen und mit Gründung der Betreibergesellschaft den nächsten logischen Schritt zu vollziehen, so Dominik Pascal Magin, Business Area Manager Digital Innovation & Smart City am Fraunhofer IESE. „Mit der Smartes Land GmbH schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige Digitalisierung im ländlichen und urbanen Raum – praxisnah, skalierbar und mit einem klaren gesellschaftlichen Auftrag“, so Magin.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Transparente, kubische Trophäen stehen aufgereiht auf einem grauen Podest.

OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht

[06.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...

Bremen: Verwaltung punktet mit Online-Services.

Bremen: Schub für die Verwaltungsdigitalisierung

[03.03.2026] Performa Nord, ein Verwaltungsdienstleister der Freien Hansestadt Bremen, erhält aus dem Investitionssofortprogramm des Landes rund vier Millionen Euro. 2026 und 2027 sollen Terminmanagement, Heil- und Dienstunfallfürsorge sowie die IT-Ausstattung der Einrichtung digitalisiert und modernisiert werden. mehr...

Holzklötze mit Icons: Buch, Hirn, Schachfigur

Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen

[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...

Rotweißer Leuchtturm hinter Sünden auf der Insel Amrum

Föhr-Amrum: Digitale Lösungen für die Zukunft der Inseln

[18.02.2026] Im Rahmen der Föhr-Amrumer Zukunftsimpulse hat das Amt Föhr-Amrum den Island Future Award initiiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die Inseln und Küstenregionen durch praxistaugliche Digitalisierung konkret stärken. mehr...

Mehrere Personen halten bunte Zahnräder aneinander.

NExT-Netzwerk: Arbeit neu strukturiert

[17.02.2026] Mit einer neuen strategischen Struktur richtet der Verein NExT seine Arbeit zur Verwaltungstransformation neu aus: Künftig sollen Austausch, Analyse und politische Einordnung enger verzahnt werden. Ein Relaunch der Website macht diesen Anspruch auch nach außen sichtbar. mehr...

Detailaufnahme Bauplan mit Bleistift

Schleswig-Holstein: Unterstützung für kommunale Bauleitplanung

[05.02.2026] Schleswig-Holstein will Bauleitpläne künftig mit dem Standard XPlanung und einer zentralen Bereitstellungsplattform landeseinheitlich digital verfügbar machen. Das Land unterstützt Kommunen bei der Umwandlung bestehender Pläne. mehr...

Zeichnung von Händen, die je ein Puzzleteil in der Hand halten, die zusammengefügt werden. Daneben steht ÖFIT-Wegbereiter geschrieben.

ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis

[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...

Junger Mann mit Kopfhörern in einer Büroumgebung, die untere Hälfte seines Gesichts von einem Monitor verdeckt.

Vitako: Die Verwaltung der Zukunft im Podcast

[16.01.2026] Orientierung schaffen, Debatten anstoßen und zeigen, wie öffentliche IT den digitalen Staat mitgestaltet – das will der neue Podcast von Vitako, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. mehr...

KDO: IT-Wissen praxisnah vermittelt

[14.01.2026] Die KDO-Akademie vermittelt IT-Kompetenz: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200 Schulungen durchgeführt. Nun entwickelt sich das Angebot weiter. In verschiedenen Formaten wird neben Know-how zu konkreten IT-Lösungen auch Wissen zu übergreifenden Themen vermittelt. mehr...

Grafik, die den Ablauf des Kölner IT-Planungsprozesses erläutert.

Köln: Erster IT-Planungsprozess

[22.12.2025] Um die IT- und Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung schneller bewerten und priorisieren zu können, hat Köln erstmals einen gesamtstädtischen IT-Planungsprozess umgesetzt. Er orientiert sich an Industriestandards für die IT-Planung in Unternehmen und sorgt für einen optimalen Ressourceneinsatz sowie eine nachhaltig gesteuerte digitale Transformation. mehr...

Vier Personen stellen das Aachener Baumkataster vor

Aachen: Straßenbäume exakt dokumentiert

[19.12.2025] In Aachen wurden in den vergangenen Jahren alle Stadtbäume mit Stamm- und Zustandsdaten in ein Kataster eingepflegt. Das soll der Stadtverwaltung künftig alle Prozesse rund um Baumkontrolle und -pflege erleichtern. mehr...

Cuxhaven: Schnell informiert im Notfall

[19.12.2025] Seit 2005 informiert die Stadt Cuxhaven ihre Bürgerinnen und Bürger über regionale Gefahrenlagen oder Schadensereignisse per App. Nun erhielt die mobile Anwendung ein umfassendes Update. mehr...

Junger Mann sitzt mit Laptop, Taschenrechner und einigen Papieren in sorgenvoller Haltung am Schreibtisch.

Fraunhofer FOKUS: Zwischen Medienbrüchen und Bürokratiearbeit

[03.12.2025] Was macht einen Verwaltungsprozess wahrhaft nutzerfreundlich? Dieser Frage geht – anhand des Wohngeldantrags – eine Studie von Fraunhofer FOKUS nach. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, ein handlungsleitendes Gesamtbild der Verwaltungsmodernisierung zu entwickeln. mehr...

Fragestellung er Umfrage mit einem Störer "Deine Meinung zählt"

NeXT: Breite Umfrage zur Nachnutzung

[27.11.2025] Wie steht es um die Nachnutzung digitaler Lösungen in der öffentlichen Verwaltung? Das Netzwerk NeXT hat dazu eine Umfrage aufgesetzt Alle Verwaltungsbeschäftigten – ungeachtet der Ebene oder Rolle – können noch bis Ende November ihre Praxiserfahrungen teilen. mehr...

Gruppenfoto der Teilnehmenden am „Kooperationsraum für Verwaltungsmodernisierung in föderalen Strukturen“

Metropolregion Rhein-Neckar: Kooperationsraum für moderne Verwaltung

[25.11.2025] Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Metropolregion Rhein-Neckar bauen ihre seit 2010 bestehende Kooperation aus und richten einen föderalen Kooperationsraum ein, der digitale Lösungen länder- und ebenenübergreifend entwickelt und erprobt. mehr...