Mittwoch, 1. Juli 2026

MagdeburgDigitale Erleichterungen

[06.06.2017] In Magdeburg nutzt man digitale Lösungen, um Bürgern und Verwaltung den Alltag zu erleichtern. So wurde im Sozialbereich der Stadt ein Fall-Management aufgebaut, für die Bürger steht außerdem die Warn-App NINA zur Verfügung.
Mit dem Sozialbereich der Stadt Magdeburg hat IT-Dienstleister KID Magdeburg ein Fall-Management errichtet.

Mit dem Sozialbereich der Stadt Magdeburg hat IT-Dienstleister KID Magdeburg ein Fall-Management errichtet.

Wolf Hoffmann (KID) und Eileen Lerche, Sozial- und Wohnungsamt der Stadt Magdeburg.

(Bildquelle: Jens Flasche, Prosoz Herten)

„Das, was die soziale Arbeit ausmacht, ist im ständigen Wandel“, sagt Wolf Hoffmann vom IT-Dienstleister KID Magdeburg. Nicht nur aus diesem Grund hat der Verfahrensbetreuer laut dem Unternehmen mit dem Sozial- und Wohnungsamt der Landeshauptstadt Magdeburg systematisch das softwareunterstützte Fall-Management aufgebaut und über den eigentlichen Kernbereich des SGB XII hinaus erweitert. Insgesamt 45 Mitarbeiter nutzen jetzt das Fall-Management im Fachverfahren. Dabei werde auch in der Wohnungsnotfallhilfe, in der Betreuungsbehörde und bei der Betreuung von Asylbewerbern mit OPEN/PROSOZ gearbeitet. Die Software unterstütze gezielt dort, wo Systematik und Vorgangsdokumentation gefragt sind. Dafür stehe insbesondere das Kontakt-Management, denn die Vielzahl der Fallbeteiligten und Netzwerkpartner müssen systematisch erfasst und auf Knopfdruck abgerufen werden. Ein weiterer Vorteil sei die lückenlose Dokumentation. Die Arbeit der Fall-Manager werde dadurch auch für statistische Zwecke nutzbar und könne ohne Medienbrüche in der Zusammenarbeit mit externen Stellen wie zum Beispiel Betreuungsgerichten oder Gutachtern genutzt werden. Mit Blick auf die zunehmende Arbeitsbelastung helfe die Dokumentation außerdem dabei, die Auslastung der Mitarbeiter im Blick zu behalten und zu steuern. Aber nicht nur im Sozialbereich setzt man in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts auf digitale Unterstützung. So setzt Magdeburg für wichtige Warnmeldungen jetzt die Warn-App NINA ein. „NINA hat viele Vorteile“, sagt der Beigeordnete für Umwelt, Personal und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz. „Die App warnt die Bürgerinnen und Bürger für Orte, die sie interessieren, aber auch für ihren aktuellen Standort, und das Tag und Nacht. Den Warnton können sich die Nutzer selbst einstellen, und sie bekommen rasch Informationen zu Großbränden, Unwettern und Hochwasser sowie wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten in der konkreten Situation.“ Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert. „NINA ist ein schneller und effizienter Weg zum Schutz der Bevölkerung“, erklärt Helge Langenhan, Leiter des Magdeburger Amtes für Brand- und Katastrophenschutz. „Für uns als zuständige Behörde des Zivil- und Katastrophenschutzes ist sie ein wichtiger Informationskanal, die Menschen über Gefahren zu informieren und gleichzeitig konkrete Verhaltenshinweise zu geben“. Technischer Ausgangspunkt für NINA ist das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS), das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für bundesweite Warnungen des Zivilschutzes betrieben wird. Die App können die Bürger kostenfrei herunterladen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren

Unternehmensgründung: Loslegen statt Formulare ausfüllen

[08.06.2026] Aachen und Düsseldorf testen ab Juli den digitalen Kombiantrag im Bund-Länder-Projekt Schneller Gründen. Er soll Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung verbinden, doppelte Dateneingaben vermeiden und Bearbeitungszeiten verkürzen. mehr...

bericht

Personalabrechnung: Belastbare Strukturen

[29.05.2026] Steigende Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Personalabrechnung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend unter Druck. Die Auslagerung wird daher zu einem strategischen Instrument, um Risiken zu reduzieren und weiterhin handlungsfähig zu bleiben. mehr...

Dom Luftaufnahme Fulda Domplatz Innenstadt

Fulda: Pilotstandort für schnelleres Gründen

[28.05.2026] Fulda übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Als eine von neun Pilotkommunen wurde die Stadt mit ihrer Nachbargemeinde Petersberg vom Bund für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt. mehr...

eine Frau schiebt eine Restabfalltonne auf die Straße

Kreis Oldenburg: SAP zentralisiert Abfallwirtschaft

[08.05.2026] Pünktlich zum Jahresbeginn hat der Kreis Oldenburg gemeinsam mit dem IT-Dienstleister KDO ein technisches Großprojekt auf Basis seines bestehenden SAP-Systems erfolgreich zum Abschluss gebracht: Die Zentralisierung der Abfallwirtschaft. mehr...

Auf einem Smartphone ist eine digitale G´Hundemarke zu sehen, im Hintergrund ist verschwommen ein Hundesgesicht erkennbar
bericht

Essen: Hundesteuermarke auf dem Smartphone

[06.05.2026] Wer einen Hund hält, muss diesen anmelden und erhält dafür eine Hundesteuermarke. Für die rund 30.000 Hunde in Essen steht diese seit Beginn dieses Jahres nicht mehr als Metallmarke, sondern in digitaler Form zur Verfügung. mehr...

Räumfahrzeug auf einer verschneiten Straße in einer Stadt

Winterdienst: Digital auf den nächsten Schnee vorbereiten

[05.05.2026] Bei frühsommerlichen Temperaturen bereiten sich viele Kommunen bereits auf den nächsten Winterdienst vor. Angesichts zunehmend dynamischer Wetterlagen und hoher Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination gewinnen digitale Lösungen zur Alarmierung und Einsatzsteuerung an Bedeutung. mehr...

Kita
bericht

Kita-Lösungen: Ganztagsbetreuung verwalten

[29.04.2026] Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr stehen Kommunen vor der Aufgabe, mehr Angebote zu schaffen und deren Vergabe effizient zu organisieren. Digitale Lösungen können helfen, Nachfrage und Kapazitäten besser zu steuern. mehr...

Straßenfest mit Essensbuden

EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden

[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...

Mainz: Umstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 
 mehr...

Hund Vicky

nextgov iT: Digitale Hundeverwaltung

[09.04.2026] Gemeinsam mit kommunalen Fachämtern hat der Anbieter nextgov iT einen Dienst für die digitale Hundeverwaltung entwickelt. Der medienbruchfreie Prozess soll den Bürgerservice erhöhen und die Kommunen entlasten. mehr...

Park im Frühling, Bäume, ein Weg und Bänke

RIWA: Lösungen für die digitale Baumpflege

[08.04.2026] Mit seinem Produktportfolio für ein modernes, digitales Baum- und Grünflächenmanagement gibt GIS-Anbieter RIWA Kommunen ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, um ihr Baummanagement effizient zu gestalten. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform

[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...

Eine lächelnde Frau hält ein Tablet in der Hand, im Hintergrund ist ein Großraumbüro zu sehen.

AKDB: Digitale Einbürgerung wird flexibler

[31.03.2026] Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern hat den Online-Dienst Digitale Einbürgerung um eine Zwischenspeicherungsfunkion erweitert. Laufende Anträge können nun für bis zu 30 Tage gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise über ein anderes Endgerät weiterbearbeitet werden. mehr...

Frau mit laptop auf dem Sofa - Start Kita-Portal cloppenbrügge

Coppenbrügge: Kitaportal gestartet

[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...