MainzUmstellung auf den digitalen Bauantrag

In Mainz sollen Bauanträge künftig vollständig digital bearbeitet werden.
(Bildquelle: puvasit/123rf.com)
In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz wurden jetzt die technischen Voraussetzungen geschaffen, um Bauanträge künftig digital entgegennehmen und bearbeiten zu können. „Der digitale Bauantrag ist ein wichtiges Puzzlestück, um Verwaltungsprozesse effizienter, transparenter und zukunftsfähiger zu gestalten“, erklärt Oberbürgermeister Nino Haase. „Davon profitieren zuerst die Antragsteller, dann die Verwaltung und letztlich der gesamte Immobilienmarkt.“ Ziel müsse es sein, durch moderne Verfahren auch den Wohnungsbau zu beschleunigen.
Da es sich bei Baugenehmigungsverfahren um anspruchsvolle Verwaltungsprozesse handelt, die sich überwiegend an fachkundige Antragstellende richten, erfolgt die Umstellung in Mainz laut der Stadtverwaltung bewusst schrittweise. In einer Übergangsphase würden digitale Prozesse Schritt für Schritt eingeführt. Zur Sicherstellung rechtssicherer Verfahren könnten jedoch weiterhin ergänzend Unterlagen in Papierform erforderlich sein. Ziel sei es, auf Basis der gewonnenen Erfahrungen sukzessive ein vollständig digitales Verfahren zu etablieren.
Langfristig soll eine durchgängige Ende-zu-Ende-Digitalisierung erreicht werden, die von der digitalen Antragstellung über die Prüfung bis hin zur elektronischen Zustellung der Bescheide reicht. Dadurch werden Medienbrüche vermieden und Abläufe effizienter gestaltet.
„Mit dem digitalen Bauantrag modernisieren wir ein zentrales Verfahren der Bauverwaltung“, so Baudezernent Ludwig Holle. „Gerade für Architektinnen und Architekten sowie Planungsbüros ergeben sich dadurch effizientere Abläufe und eine vereinfachte Kommunikation mit der Verwaltung. Gleichzeitig stärken wir unsere internen Prozesse und legen den Grundstein für schnellere Verfahren.“
Dass die Digitalisierung von Genehmigungsverfahren auch aus Sicht der Wirtschaft ein wichtiger Schritt ist, unterstreicht die Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, Karina Szwede. Sie sagt: „Auf der Prioritätenliste der Unternehmen stehen schnelle Verfahren und Abbau von Bürokratiehürden ganz oben. Der digitale Bauantrag ist dazu ein weiterer Baustein. Gerade in einem Bereich, in dem Verfahren oft komplex und zeitintensiv sind, braucht es konsequent digitale Lösungen.“ Es komme nun darauf an, die Übergangsphase möglichst kurz zu halten und die Vereinfachungen schnell spürbar in der Praxis ankommen zu lassen.
Personalabrechnung: Belastbare Strukturen
[29.05.2026] Steigende Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Personalabrechnung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend unter Druck. Die Auslagerung wird daher zu einem strategischen Instrument, um Risiken zu reduzieren und weiterhin handlungsfähig zu bleiben. mehr...
Fulda: Pilotstandort für schnelleres Gründen
[28.05.2026] Fulda übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Als eine von neun Pilotkommunen wurde die Stadt mit ihrer Nachbargemeinde Petersberg vom Bund für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt. mehr...
Kreis Oldenburg: SAP zentralisiert Abfallwirtschaft
[08.05.2026] Pünktlich zum Jahresbeginn hat der Kreis Oldenburg gemeinsam mit dem IT-Dienstleister KDO ein technisches Großprojekt auf Basis seines bestehenden SAP-Systems erfolgreich zum Abschluss gebracht: Die Zentralisierung der Abfallwirtschaft. mehr...
Essen: Hundesteuermarke auf dem Smartphone
[06.05.2026] Wer einen Hund hält, muss diesen anmelden und erhält dafür eine Hundesteuermarke. Für die rund 30.000 Hunde in Essen steht diese seit Beginn dieses Jahres nicht mehr als Metallmarke, sondern in digitaler Form zur Verfügung. mehr...
Winterdienst: Digital auf den nächsten Schnee vorbereiten
[05.05.2026] Bei frühsommerlichen Temperaturen bereiten sich viele Kommunen bereits auf den nächsten Winterdienst vor. Angesichts zunehmend dynamischer Wetterlagen und hoher Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination gewinnen digitale Lösungen zur Alarmierung und Einsatzsteuerung an Bedeutung. mehr...
Kita-Lösungen: Ganztagsbetreuung verwalten
[29.04.2026] Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr stehen Kommunen vor der Aufgabe, mehr Angebote zu schaffen und deren Vergabe effizient zu organisieren. Digitale Lösungen können helfen, Nachfrage und Kapazitäten besser zu steuern. mehr...
EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden
[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...
nextgov iT: Digitale Hundeverwaltung
[09.04.2026] Gemeinsam mit kommunalen Fachämtern hat der Anbieter nextgov iT einen Dienst für die digitale Hundeverwaltung entwickelt. Der medienbruchfreie Prozess soll den Bürgerservice erhöhen und die Kommunen entlasten. mehr...
RIWA: Lösungen für die digitale Baumpflege
[08.04.2026] Mit seinem Produktportfolio für ein modernes, digitales Baum- und Grünflächenmanagement gibt GIS-Anbieter RIWA Kommunen ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, um ihr Baummanagement effizient zu gestalten. mehr...
Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform
[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...
AKDB: Digitale Einbürgerung wird flexibler
[31.03.2026] Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern hat den Online-Dienst Digitale Einbürgerung um eine Zwischenspeicherungsfunkion erweitert. Laufende Anträge können nun für bis zu 30 Tage gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise über ein anderes Endgerät weiterbearbeitet werden. mehr...
Coppenbrügge: Kitaportal gestartet
[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...
Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung
[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...
Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen
[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...





















