Dienstag, 13. Oktober 2026

MainzUmstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 


In Mainz sollen Bauanträge künftig vollständig digital bearbeitet werden.

(Bildquelle: puvasit/123rf.com)

In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz wurden jetzt die technischen Voraussetzungen geschaffen, um Bauanträge künftig digital entgegennehmen und bearbeiten zu können. „Der digitale Bauantrag ist ein wichtiges Puzzlestück, um Verwaltungsprozesse effizienter, transparenter und zukunftsfähiger zu gestalten“, erklärt Oberbürgermeister Nino Haase. „Davon profitieren zuerst die Antragsteller, dann die Verwaltung und letztlich der gesamte Immobilienmarkt.“ Ziel müsse es sein, durch moderne Verfahren auch den Wohnungsbau zu beschleunigen.

Da es sich bei Baugenehmigungsverfahren um anspruchsvolle Verwaltungsprozesse handelt, die sich überwiegend an fachkundige Antragstellende richten, erfolgt die Umstellung in Mainz laut der Stadtverwaltung bewusst schrittweise. In einer Übergangsphase würden digitale Prozesse Schritt für Schritt eingeführt. Zur Sicherstellung rechtssicherer Verfahren könnten jedoch weiterhin ergänzend Unterlagen in Papierform erforderlich sein. Ziel sei es, auf Basis der gewonnenen Erfahrungen sukzessive ein vollständig digitales Verfahren zu etablieren.

Langfristig soll eine durchgängige Ende-zu-Ende-Digitalisierung erreicht werden, die von der digitalen Antragstellung über die Prüfung bis hin zur elektronischen Zustellung der Bescheide reicht. Dadurch werden Medienbrüche vermieden und Abläufe effizienter gestaltet.

„Mit dem digitalen Bauantrag modernisieren wir ein zentrales Verfahren der Bauverwaltung“, so Baudezernent Ludwig Holle. „Gerade für Architektinnen und Architekten sowie Planungsbüros ergeben sich dadurch effizientere Abläufe und eine vereinfachte Kommunikation mit der Verwaltung. Gleichzeitig stärken wir unsere internen Prozesse und legen den Grundstein für schnellere Verfahren.“

Dass die Digitalisierung von Genehmigungsverfahren auch aus Sicht der Wirtschaft ein wichtiger Schritt ist, unterstreicht die Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, Karina Szwede. Sie sagt: „Auf der Prioritätenliste der Unternehmen stehen schnelle Verfahren und Abbau von Bürokratiehürden ganz oben. Der digitale Bauantrag ist dazu ein weiterer Baustein. Gerade in einem Bereich, in dem Verfahren oft komplex und zeitintensiv sind, braucht es konsequent digitale Lösungen.“ Es komme nun darauf an, die Übergangsphase möglichst kurz zu halten und die Vereinfachungen schnell spürbar in der Praxis ankommen zu lassen.





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