Dienstag, 27. Oktober 2026

MRN / Metropolregion HamburgDigitale Kooperation im Bauwesen

[20.12.2017] Die Standards XPlanung und XBau wollen die Metropolregionen Rhein-Neckar und Hamburg gemeinsam in die Praxis bringen und haben dafür eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.
Metropolregionen Rhein-Neckar und Hamburg unterzeichnen Kooperationsvereinbarung.

Metropolregionen Rhein-Neckar und Hamburg unterzeichnen Kooperationsvereinbarung.

v.l.: Ralph Schlusche, Verbandsdirektor Verband Region Rhein-Neckar; Dr. Christine Brockmann, Geschäftsführerin der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH; Jakob Richter, Leiter der Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg.

(Bildquelle: MRN GmbH / Tobias Schwerdt)

Bei der Konzeption und Erprobung innovativer digitaler Lösungsansätze im Bereich der Planungs- und Bauverwaltung wollen die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) und die Metropolregion Hamburg künftig enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Vertreter beider Regionen im Rahmen eines gemeinsamen Workshops in Mannheim. Ziel sei es, Planungsprozesse und Baugenehmigungsverfahren in den kommenden Jahren transparenter, einfacher, schneller und kostengünstiger zu machen.
„Die Prozesse in den Planungsämtern und Bauverwaltungen werden bereits heute durch IT-Anwendungen unterstützt. Jedoch sind viele der verwendeten Systeme und Datenformate nicht kompatibel miteinander. Medienbrüche und komplizierte Verwaltungsverfahren sind die Folge“, so Christine Brockmann, Geschäftsführerin der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. Unter dem Dach des nationalen IT-Planungsrats und unter Federführung der Stadt Hamburg wurden daher zwei Standards entwickelt und Anfang Oktober dieses Jahres vom IT-Planungsrat verabschiedet: XPlanung dient dem verlustfreien Austausch von digitalen Planwerken, angefangen bei der Raumordnung bis hin zur örtlichen Bauleitplanung. XBau ermöglicht den digitalen Datenaustausch zwischen allen am Bauantrags- und Baugenehmigungsverfahren beteiligten Akteuren. Diese beiden Standards wollen die Metropolregionen Rhein-Neckar und Hamburg im Rahmen ihrer Kooperation nun gemeinsam in die Praxis bringen. „Hamburg ist Vorreiter bei der Digitalisierung im Bereich Planen und Bauen. Die Rhein-Neckar-Region ist bundesweites Vorbild bei der Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Diese Kompetenzen wollen wir bündeln, um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen im föderalen Kontext voranzutreiben“, erklärte dazu Jakob Richter, Leiter der Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg.
Wie der Pressemitteilung der MRN GmbH weiter zu entnehmen ist, sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen aus Hamburg in zwei Pilotprojekte einfließen und im Rahmen der Digitalen Modellregion Rhein-Neckar umgesetzt werden. So soll im Rahmen des Projekts Virtuelles Bauamt eine webbasierte Antrags- und Kooperationsplattform zur vollständig medienbruchfreien Bearbeitung von Bauanträgen entstehen. Eingebunden sind die 26 unteren Baubehörden in der MRN sowie die drei zuständigen oberen Baubehörden der Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. In einem zweiten Pilotprojekt soll der Standard XPlanung länderübergreifend erprobt und evaluiert werden. Konkretes Ziel ist es, neue Möglichkeiten der länderübergreifenden Darstellung sowie der Auswertbarkeit baurechtlicher Festsetzungen zu schaffen. Hierdurch werde es in Zukunft zum Beispiel erleichtert, geeignete Standorte für den Wohnungsbau zu finden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
BIM-LV-Container Export in CaliforniaX

G&W Software: BIM-basierte Kostenermittlung

[22.10.2026] Auf der BIM World Munich 2026 zeigt G&W Software, wie sich Mengen- und Kostenermittlungen aus digitalen Bauwerksmodellen weitgehend automatisieren lassen. Neue Funktionen der AVA-Software CaliforniaX sollen zudem den Datenaustausch zwischen Projektbeteiligten erleichtern. mehr...

bericht

Osnabrück: Basis für Finanzprozesse

[19.10.2026] Im Rahmen des Projekts RISE 4 OS stellt die Stadt Osnabrück ihre Finanzprozesse auf SAP S/4HANA Cloud Private Edition um. Neben dem Plattformwechsel stehen standardisierte Prozesse, Datenmigration und Changemanagement im Mittelpunkt. mehr...

Erbauer mit dem Kran, der mehrstöckiges Haus baut. Winter- oder Herbsthintergrund. Bauarbeiter Arbeiter mit Kran auf einem Mehrfamilienhaus. Unter blauem Himmel.

Bremen: Vorreiter bei der digitalen Baugenehmigung

[14.10.2026] Seit Juli 2026 können Bauanträge in der Stadtgemeinde Bremen ausschließlich digital eingereicht werden. Auch die Bearbeitung und Bescheidung erfolgen vollständig elektronisch. Damit setzt Bremen bereits um, was der Bund bis 2028 als verbindlichen Regelweg etablieren will. mehr...

Rendering Hallenbad Zuffenhausen

Stuttgart: BIM stadtweit auf Kurs bringen

[12.10.2026] Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart baut den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) weiter aus. Neben neuen Projekten stehen dabei gemeinsame Standards, eine bessere Datenqualität und eine stadtweite IT-Architektur für digitale Bauwerksdaten im Fokus. mehr...

Gruppenbild: Männer in Sackos neben Komm.ONE Werbebanner

Lübeck: Finanzwesen aus einer Hand

[12.10.2026] Die Hansestadt Lübeck hat sich für ein Finanzsoftware-Paket von Komm.ONE entschieden. Der IT-Dienstleister aus Baden-Württemberg übernimmt auch Betrieb und Support. Das Einführungsprojekt für die SAP-basierten Anwendungen startete am 1. Oktober 2026. mehr...

Gruppenfoto von Lennart Schaer, Patricia Pichottki (beide GovConnect) und Martin Kuban (ekom21).

ekom21 / GovConnect: Kooperation bei Ordnungswidrigkeiten

[06.10.2026] Die kommunalen IT-Dienstleister ekom21 und GovConnect wollen bei der Digitalisierung von Ordnungswidrigkeitenverfahren enger zusammenarbeiten. Ziel ist ein gemeinsames, cloudfähiges und sicheres Produktportfolio. mehr...

Smart Country Convention: S-Public Services verbindet digitale Verwaltungsprozesse

[05.10.2026] S-Public Services zeigt auf der Smart Country Convention Lösungen, die digitale Anträge, interne Bearbeitung und Bezahlung miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Anwendungen PublicForms und PublicFlow sowie verschiedene digitale Bezahlverfahren. mehr...

Gruppenfoto Team Bauordnung in Detmold

Detmold: Ohne Papier zur Baugenehmigung

[30.09.2026] Ab Anfang Oktober müssen Bauanträge bei der Stadt Detmold digital eingereicht werden. Das Bauportal.NRW und die Kommunikationsplattform ELAN Classic sollen von der Antragstellung über den Austausch bis zur Bearbeitung einen medienbruchfreien Ablauf ermöglichen. mehr...

bericht

Friedhofsverwaltung: Stimmiges Gesamtkonzept

[29.09.2026] Selbst Friedhöfe sind von der Digitalisierung betroffen. Moderne, webbasierte Software hilft Friedhofsverwaltungen, ihre Aufgaben besser zu organisieren. Zudem schafft sie für Angehörige mehr Verlässlichkeit in einem sensiblen Umfeld. mehr...

Wennigsen: Ferienbetreuung digital buchen

[21.09.2026] Die Gemeinde Wennigsen setzt für die Anmeldung zur Ganztagsbetreuung in den Herbstferien die Fachsoftware NOLIS | Schulkind ein. Nach Angaben des Anbieters lagen zwischen Bereitstellung und Produktivbetrieb lediglich zwei Wochen. mehr...

Märkischer Kreis: WiNOWiG im Echtbetrieb

[15.09.2026] Der Märkische Kreis hat die Umstellung auf die Software WiNOWiG abgeschlossen. Die Lösung für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten soll schrittweise das bislang eingesetzte Verfahren SC-OWi ablösen. Weitere Kreise und Kommunen sollen folgen. mehr...

Junge Frau im Auto sitzend präsentiert ihre Führerscheinkarte

Kreis Calw: Führerscheinwesen neu aufgestellt

[08.09.2026] Der Landkreis Calw hat sein Führerscheinwesen mithilfe des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE auf ein neues Fachverfahren umgestellt. Die Einführung von KM-Fahrerlaubnis ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Verkehrswesen. mehr...

Ein Geschäftsmann in Startposition vor einer Startlinie

Gewerbewesen: Praxisbewährte Lösungen statt Schlagworte

[08.09.2026] Die Modernisierung und Vereinfachung von Gründungsverfahren ist aktuell ein großes Thema und wird im Rahmen des Bundesprojekts „Schneller Gründen“ derzeit in neun Pilotkommunen erprobt. Dabei sind die Voraussetzungen zur schnellen Unternehmensgründung längst vorhanden und die digitalen Prozesse werden bereits intensiv genutzt. Darauf weist jetzt das Unternehmen EDV Ermtraud hin. mehr...

Kreis Dachau: Bilanz nach Systemwechsel

[07.09.2026] Seit Anfang 2025 arbeitet das Sozialamt des Landkreises Dachau mit dem Fachverfahren LÄMMkom LISSA. Nach mehr als einem Jahr im Echtbetrieb zieht der Landkreis Bilanz und berichtet von Verbesserungen bei Struktur, Auszahlungen und Auswertungen. mehr...

Junge Grundschüler mit Lehrer bei Schreibübungen

Nolis: Ganztagsbetreuung digital organisieren

[02.09.2026] Neben dem Ausbau der Betreuungsangebote für Grundschulkinder rückt auch deren Organisation zunehmend in den Fokus. Eine Lösung für die digitale Anmeldung und Platzvergabe bietet das Unternehmen Nolis mit seiner Software NOLIS | Schulkind, die jetzt bei den ersten Kommunen im Einsatz ist. mehr...