Sonntag, 21. Juni 2026

SchwabachDigitales Stadtmodell vorgestellt

[05.03.2024] Ein digitaler Zwilling soll die Stadt Schwabach dabei unterstützen, sich besser gegen Extremwetterereignisse zu wappnen. Das Projekt wurde vom Freistaat Bayern im Rahmen des Projekts TwinBy gefördert.

Aufgrund des voranschreitenden Klimawandels werden Extremwetterereignisse wie etwa Starkregen Experten zufolge Jahr für Jahr wahrscheinlicher. Um die teils dramatischen Folgen von Hochwasser oder extremer Hitze in der Stadt Schwabach abzumildern, hat die mittelfränkische Kommune einen innovativen Ansatz gewählt: Auf der Basis eigener städtischer Planungs- und Sensordaten wurde ein digitales Modell der Stadt Schwabach erstellt, mit dem potenzielle Hochwasserflächen innerhalb der Ortschaft sichtbar gemacht werden können. Der digitale Zwilling, der vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales im Rahmen des Projekts TwinBy gefördert wird (wir berichteten), hilft zudem bei der Optimierung von Evakuierungsplänen, um bei hohen Niederschlagsmengen schnell reagieren zu können. Gleichzeitig zeigt das Modell Hitzeinseln, also Orte, an denen sich Hitze in der Stadt staut und lässt Rückschlüsse zu, wie sich diesem Phänomen durch Begrünungen entgegenwirken lässt.
„Digitale Zwillinge sind längst kein Science-Fiction-Konzept mehr, sondern in bayerischen Kommunen Realität“, erklärte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring, der sich das Schwabacher Projekt vor Ort angesehen hat. Künftig gelte in Bayern der Grundsatz: planen, modellieren – profitieren. Mehring: „Mit unserem Projekt TwinBy gehen wir einen weiteren Schritt auf unserem Weg zu einem modernen Staat und bringen innovative Planungsmodelle auch in kleinere Städte und Gemeinden.“
Wie das Bayerische Digitalministerium weiter mitteilt, werden im Rahmen von TwinBy aktuell 17 Projekte von 13 Einzelkommunen sowie vier kommunalen Verbünden in Förderbereichen wie Energie und Umwelt oder Mobilität und Gesundheit gefördert. Die teilnehmenden Kommunen erhalten Beratungs- und Coaching-Leistungen ausgewählter Dienstleister für die fachliche und technische Umsetzung sowie finanzielle Mittel von bis zu 50.000 Euro für einzelne Kommunen und bis zu 75.000 Euro für ortsübergreifende Projekte. Das Gesamtfördervolumen betrage rund eine Million Euro. Auf einer Abschlussveranstaltung am 11. April 2024 in München werden die teilnehmenden Kommunen ihr jeweiliges TwinBy-Projekt vorstellen.





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