Montag, 21. September 2026

Sachsen-AnhaltDigitalrat tritt erneut zusammen

[31.08.2022] In Sachsen-Anhalt traf der Digitalrat zum zweiten Mal zusammen. Die Digitalisierung im ländlichen Raum stand im Fokus des Treffens im Salzlandkreis. Unter anderem wurde vom dortigen Innovationslabor berichtet, in dem sich regionale und überregionale Akteure vernetzen können.

In Sachsen-Anhalt wird das Ministerium für Infrastruktur und Digitales (MID) vom Digitalrat in den Bereichen Technologie, Innovation und Digitalisierung beraten. In diesem ausdrücklich unabhängigen Beratungsgremium kommen kompetente Personen insbesondere aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen (wir berichteten). Nun traf sich das Gremium zu seiner zweiten Sitzung in Bernburg (Saale). Neben der Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens, dem Landes-CIO Bernd Schlömer und dem Landrat Markus Bauer als Gastgeber waren bei dem Treffen zahlreiche Kommunalvertreter anwesend. Das Gremien erörterte vor allem die Chancen der Digitalisierung im ländlichen Raum, einen weiteren Themenschwerpunkt stellte die Beschleunigung der Verwaltungsdigitalisierung dar.
Die Digitalministerin betonte die Bedeutung digitaler Verwaltungsdienste. Sie sehe eine „Kernaufgabe der Daseinsvorsorge“ darin. Staatssekretär Schlömer verwies auf das Onlinezugangsgesetz. Dieses sei ein zentraler Hebel „für all diese Prozesse“. In einer Verwaltungsstruktur mit eher kleinen Gemeinden ländlich geprägter Regionen sei die Schaffung der digitalen Infrastruktur eine besondere Herausforderung. Gleiches gelte für die OZG-Umsetzung. Die beiden eng verknüpften Felder böten jedoch auch enorme Entwicklungschancen, so der CIO.
Landrat Markus Bauer berichtete aus der Praxis. Im Salzlandkreis habe sich ein Innovationslabor – der Kreativraum – bewährt, in dem Menschen, Ideen und digitale Möglichkeiten zusammenkommen könnten. Sein Landkreis arbeite an einer Smart Region, an der Außen- und der Binnendigitalisierung für die Gesamtregion wie auch für die Kreisverwaltung. Dabei sollten Kernprozesse sowie Daten- und Informationsflüsse der Verwaltung für ein funktionierendes digitales Gesamtökosystem zusammengeführt werden, so Bauer.
In dem Innovationsraum könnten sich Gemeinden, Wissenschaft, Wirtschaft und überregionale Akteure aus Land und Bund in Sachsen-Anhalt vernetzen. Das Beispiel Salzlandkreis zeige in beeindruckender Weise, wie ein regionales Digitalisierungszentrum Innovationen befördern könne, so das Fazit des Digitalministeriums zu Bauers Bericht.





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