Sonntag, 9. August 2026

SüdtirolFahrplan für die digitale Entwicklung

[28.07.2014] Einen Fahrplan für die Entwicklung der IT bis zum Jahr 2020 hat die italienische Provinz Südtirol verabschiedet. Bürger hatten bereits erste Gelegenheit, sich an der Umsetzung zu beteiligen. Sie konnten online an der Neugestaltung des Bürgernetzes mitwirken.

Ein Basispapier für einen digitalen Entwicklungsplan „Südtirol Digital 2020“ hat die Südtiroler Landesrätin Waltraud Deeg vorgelegt. Die Agenda ist von der Regierung der italienischen Provinz gutgeheißen worden und wird nun für die gemeinsame Umsetzung geöffnet. „Die Agenda ist ein Entwicklungsplan für die nächsten sieben Jahre, der europäische und staatliche Vorgaben sowie Fördermittel berücksichtigt und neben der strategischen Ausrichtung auch einen wirksamen Maßnahmenplan beinhalten wird“, erklärt Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher. Das heute vorgestellte Basisdokument, das von Fachleuten der Landesverwaltung und der Südtiroler Informatik AG (SIAG) ausgearbeitet wurde, sei dabei als offener Prozess zu verstehen, der schrittweise Form annehme und sich dabei den technologischen Entwicklungen anpasse. „Wir haben den Rahmen festgelegt und den Status quo erhoben, um daraus die prioritären Handlungsfelder abzuleiten. Von diesen befinden sich einige schon in konkreter Bearbeitung, andere müssen neu gedacht werden“, ergänzt Landesrätin Waltraud Deeg. „Der nächste Schritt heißt Interaktion: Wir wollen einen partizipativen Dialog mit Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürgern sowie mit landesinternen und externen Einrichtungen anstoßen, die den Prozess mitgestalten und mitumsetzen.“ Wie das Land mitteilt, betrifft eine erste konkrete Maßnahme die Neukonzeption des Internet-Auftritts der Landesverwaltung. „Neben der inhaltlichen Neuausrichtung streben wir Transparenz, einfache Bedienung, verständliche Informationsaufbereitung und eine leichtere Navigation auch auf mobilen Endgeräten an,“ so Deeg. Mit dem neuen Newsportal der Landesverwaltung sei bereits ein Prototyp online gegangen, auch seien die ersten beiden Apps des Landes Südtirol verfügbar. Die Neugestaltung des Bürgernetzes war nach Angaben der Landesverwaltung zudem die erste Gelegenheit für die Bürger, sich an der Agenda „Südtirol Digital 2020“ zu beteiligen. Sie konnten online über die Gestaltung der Themenbereiche mitentscheiden.





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