Sonntag, 14. Juni 2026

Baden-WürttembergFörderung der Digitalisierung im Straßenverkehr

[05.02.2021] Das Land Baden-Württemberg hat Investitionen beschlossen, mit deren Hilfe die Verkehrssteuerung und die Straßenverkehrsinfrastruktur digitalisiert werden sollen. Ziel ist eine effektivere und nachhaltigere Mobilität.

In Baden-Württemberg sollen Straßenverkehrsmanagement und Straßenbau durch den Einsatz digitaler Technik optimiert werden. Wie das Ministerium für Verkehr mitteilt, will der Ministerrat zehn Millionen Euro für die Digitalisierung der Straßenverkehrsinfrastruktur und der Straßenbauverwaltung bereitstellen. Die Finanzierung soll über das Programm „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ erfolgen. Die Digitalisierung im Straßenbau soll der Qualitäts- und Prozessoptimierung und damit auch der Erhöhung der Lebensdauer der Verkehrsinfrastruktur dienen und ist Teil der Strategie, durch Mobilitätsdaten zu einer nachhaltigen Mobilität beizutragen. Baden-Württemberg strebe damit auch eine Vorreiterrolle als „modernes Mobilitätsland und digitale Leitregion“ an. Konkret sollen vor allem die Themenfelder „Car to Infrastructure (C2X)“, Aufbau einer landesweiten Lichtsignalanlagen-Cloud sowie die zugehörige Ertüchtigung der Lichtsignalanlagen mit insgesamt fünf Millionen Euro in den Jahren 2021/22 unterstützt werden.

Digitalisierung auch im Straßenbau

Für die Digitalisierung der Straßenverkehrsinfrastruktur sei die Anwendung des Building Information Modeling (BIM) ein wesentliches Element – eine komplett digitale Arbeitsmethode beim Planen, Bauen und Betreiben von Baumaßnahmen. Im Rahmen der BIM-Umsetzung sei der Qualitätsstraßenbau Baden-Württemberg 4.0 (QSBW 4.0) ein zentraler Baustein für eine Verbesserung der Prozessqualität beim Asphaltbau. Durch eine höhere Qualität des Einbauprozesses, die auf eine Verknüpfung aller zur Herstellung prozessrelevanten Daten, autonomer Logistik sowie einer Vernetzung aller Geräte und Prozessbeteiligten mit mobilen Geräten zurückzuführen ist, soll eine längere Lebensdauer der Asphaltschichten erreicht werden. Dazu stehen der Straßenbauverwaltung laut Ministerium zusätzliche Mittel für die geplante Software- und Hardware-Ausstattung zur Verfügung. Mithilfe dieser Entwicklung verfüge die Bauverwaltung über alle relevanten Informationen in Echtzeit, ohne zwingend unmittelbar vor Ort anwesend zu sein.





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