BMVIFörderung des digitalen Verkehrs

Bundesminister Andreas Scheuer hat heute die ersten 60 Förderbescheide für Maßnahmen zur Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme übergeben.
(Bildquelle: BMVI)
Ende November 2017 hat der Bund auf dem Kommunalgipfel das Sofortprogramm saubere Luft 2017-2020 gestartet. Wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) berichtet, sind Maßnahmen für die Elektrifizierung des urbanen Verkehrs und die Errichtung von Lade-Infrastruktur, Maßnahmen für die Digitalisierung von Verkehrssystemen sowie Maßnahmen zur Nachrüstung von Diesel-Bussen im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen Gegenstand des Programms. Insgesamt eine Milliarde Euro stehe hierfür bereit. Jetzt hat das BMVI die ersten 60 Förderbescheide an 33 Kommunen für Maßnahmen zur Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme übergeben. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund 60 Millionen Euro. Von diesen Förderbescheiden profitieren unter anderem die Städte Mainz, Ludwigsburg und Dresden. Für die Stadt Mainz, das Unternehmen Mainzer Mobilität und die Mainzer Stadtwerke ermöglicht die Förderung die nächsten Schritte bei der Umsetzung des Masterplans M³ Green City Mainz. Wie die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt berichtet, umfasst M³ fünf Handlungsfelder. Sie reichen von der E-Mobilität über die Digitalisierung des Verkehrs bis hin zur Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger. Laut Mainz werden alle angemeldeten Projekte im Bereich der Digitalisierung und Datenerfassung gefördert.
Förderung im Bereich Digitalisierung
Beispielsweise haben alle angemeldeten Komponenten einer modernen Verkehrsdatenerfassung den Förderzuschlag in Höhe von 405.000 Euro erhalten. Sie bilden laut Mainz die Grundlage für einen verbesserten Verkehrsfluss, das Baustellen-Management und verbesserte Aussagen zum Mobilitätsverhalten in der Stadt. Zur Hälfte (113.000 Euro) würden außerdem die Konzeption eines Parkleitsystems und die Erarbeitung einer Park+Ride-Potenzialuntersuchung gefördert. Für die Mainzer Mobilität beteilige sich der Bund mit der Hälfte der Kosten an der Entwicklung einer so genannten „Mobility-as-a-service-Plattform und App-Lösungen“. Mittels neuer App sollen hier unter anderem verschiedene Mobilitätsangebote über den reinen öffentlichen Personennahverkehr hinaus verknüpft werden. Das Projekt sei bis Ende 2019 geplant und koste etwa 780.000 Euro. Ebenfalls bezuschusst werden sollen neue so genannte Vor-Weg-Anzeiger in Mainz. Fahrgäste können sich durch diese größeren Anzeigetafeln an zentralen Knotenpunkten schon auf dem Weg zur Haltestelle über die Abfahrt der Busse und Straßenbahnen informieren. Von den 400.000 Euro Gesamtkosten bis Ende 2019 stelle der Bund 50 Prozent Förderung in Aussicht. Zusätzlich gibt es laut Mainz eine Förderung vom Land Rheinland-Pfalz. Von der Bundesförderung sollen aber auch die Mainzer Stadtwerke mit ihrem Projekt Smart City Mainz profitieren, ein Pilotprojekt zur Internet-of-Things-Infrastruktur speziell zur Erfassung und Verarbeitung von Verkehrs- und Infrastrukturdaten. Hier betrage die Projektsumme etwa 2,75 Millionen Euro – 1,3 Millionen davon könnte der Bund tragen.
Dresden untersucht Parkplatzauslastung
Ist noch Platz auf dem Parkplatz am Bahnhof oder steuere ich lieber gleich eine Alternative an? Um diese Frage von Pendlern schnell und zuverlässig zu beantworten, verbessert der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) in einem Pilotprojekt die Informationen zur Auslastung von zehn Park+Ride-Anlagen rund um Sachsens Landeshauptstadt Dresden. Wie der Verkehrsverbund mitteilt, wird im Rahmen des Projekts jeder der 799 Stellplätze mit einem vom Nürnberger Start-up Smart-City-System entwickelten batteriebetriebenen Sensor ausgestattet. Die Daten werden in Echtzeit an den VVO übertragen und auf dessen Internet-Seite sowie in der Fahrplanauskunft angezeigt. „Damit sehen die Fahrgäste schon, wenn sie beispielsweise eine Verbindung ab dem Bahnhof in Radeberg abrufen, ob es dort noch freie Plätze gibt“, erläutert Stefan Gerstenberg, Projektverantwortlicher im VVO. „Wenn diese schon belegt sind, können Pendler gleich eine Alternative suchen.“ Durch die Ausstattung jedes Stellplatzes mit einem Sensor kann ein freier Parkplatz laut VVO punktgenau angezeigt werden. Zudem erhalte der Verkehrsverbund damit detaillierte Informationen über die durchschnittliche Parkdauer und Zeiten hoher Nachfrage, sodass er P+R-Anlagen zielgerichtet weiterentwickeln kann. Die Investitionssumme betrage 184.000 Euro, von denen 50 Prozent vom BMVI gefördert werden. Die Umrüstung der ersten fünf Plätze soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 erfolgen, die der weiteren Anlagen folgt 2019.
Ludwigsburg optimiert Verkehrsströme
Mit sechs Millionen Euro wird Ludwigsburg gefördert. Wie die Stadt mitteilt, erhält sie damit die größte Fördersumme der im Sofortprogramm saubere Luft beteiligten Kommunen in Baden-Württemberg. Der Förderantrag der Stadt enthalte vor allem Maßnahmen, die eine weitere Digitalisierung der Verkehrsleittechnik betreffen. Mit den bewilligten Fördergeldern können laut Ludwigsburg die ersten schon vollzogenen Schritte zur Digitalisierung der Verkehrsinfrastruktur flächendeckend umgesetzt werden. Dazu gehören die Bevorrechtigung von Bussen und Einsatzfahrzeugen, das Schaffen von Voraussetzungen für autonomes Fahren sowie das Vermeiden unnötigen Parksuchverkehrs. Deutlich mehr Zählschleifen auf den stark befahrenen Straßen sollen künftig Verkehrsströme und Fahrzeugkategorien besser erfassen. Durch die zusätzlichen Daten lassen sich Ampeln optimal steuern. Die Ampelanlagen werden zudem flächendeckend mit intelligenten Verkehrsanalyse- und Prognosemodulen ausgestattet, kündigt die Stadt an. Darüber hinaus werden die Anlagen bereits für so genannte car2x-Kommunikationsmodule von automatisierten Fahrzeugen vorbereitet. Mit dem geplanten, stadtweiten Einsatz von Umweltmessboxen sollen außerdem die Möglichkeiten intelligenter Verkehrsleittechnik getestet werden, um Schadstoff-Emissionen geografisch zu erfassen und den Verkehr entsprechend umzulenken. Für das Gewerbegebiet West will Ludwigsburg ein digitales Parkplatz-Management entwickeln mit dem Ziel, später auch andere Stadträume mit dynamischer Parkraumsteuerung auszustatten. Als Kernelement für die gesamte digitale Verkehrsleittechnik erstelle die Stadt derzeit eine Smart-City-Cloud-Lösung, über die alle Anwendungen bürgernah und transparent gesteuert werden können. Um den ÖPNV noch attraktiver zu machen, seien außerdem zusätzliche Monitore in öffentlichen Gebäuden und bei interessierten Unternehmen oder Institutionen vorgesehen, um aktuelle Fahrgastinformationen anzuzeigen. Die Umsetzung des Ludwigsburger Maßnahmenpakets muss bis zum 31. Dezember 2019 abgeschlossen sein.
Green IT: Ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Digitalisierung
[08.04.2026] Angesichts der komplexen Aufgaben, denen sich der öffentliche Sektor in seiner digitalen Transformation gegenübersieht, haben Umweltaspekte oft eher niedrige Priorität. Klare Ziele und konkrete, einfache Maßnahmen helfen, Nachhaltigkeitsziele in digitale Strategien zu integrieren. mehr...
Ennepe-Ruhr-Kreis: Prozessmanagement kommt voran
[08.04.2026] Ergebnisse des interkommunalen Projekts zum Prozessmanagement im Ennepe-Ruhr-Kreis sind ein umfassendes Prozessregister, abgestimmte Standards und ein belastbares Netzwerk. Nun startet das Projekt in die nächste Phase. mehr...
Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform
[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...
Besuchersteuerung: Zeitgemäßer Bürgerservice
[27.03.2026] Die IKT-Ost hat eine neue Lösung zur Termin- und Besuchersteuerung eingeführt. Der IT-Träger für zwei Landkreise und eine Stadt setzt dabei auf eine einheitliche Software für alle Kommunen. Profiteure sind Verwaltungen und Bürger. mehr...
Büdelsdorf: Digitales Zielmanagementsystem
[06.03.2026] Die Stadt Büdelsdorf hat ein digitales Zielmanagementsystem eingerichtet. Es soll eine gezielte Steuerung, Wirksamkeitsmessung und Auswertung wichtiger Kennzahlen seitens der Stadt ermöglichen. mehr...
cit / nextgov iT: Strategische Partnerschaft mit KERN-UX
[03.03.2026] Die Low-Code-Plattform cit intelliForm unterstützt KERN-UX, den User-Experience (UX) Standard für Verwaltungssoftware. Verwaltungsleistungen können somit KERN-konform, also standardisiert, nutzerfreundlich und wiedererkennbar, umgesetzt werden. Als strategischer Partner gestaltet neben cit auch nextgov iT den UX-Standard aktiv mit. mehr...
Round Table: Saubere Daten
[02.03.2026] Das Round-Table-Gespräch von Kommune21 zum Axians-Infoma-Innovationswettbewerb zeigt: Die Datenqualität ist der entscheidende Erfolgsfaktor für Digitalisierungsprojekte. mehr...
Sachsen: Digitale Ehrenamtskarte
[27.02.2026] Auch in Sachsen steht nun die Digitale Ehrenamtskarte über die Ehrenamtskarten-App zur Verfügung. Damit greift ein weiteres Bundesland auf die in Nordrhein-Westfalen erarbeitete EfA-Leistung zurück. mehr...
Eisenach: Zeichen stehen auf Wandel
[24.02.2026] Mit einem „Masterplan zur digitalen Transformation“ schließt die Stadtverwaltung Eisenach Stück für Stück Etappen auf dem Weg zur modernen Verwaltung ab. Immer im Fokus stehen dabei die Mitarbeitenden als wichtigster Faktor im Veränderungsprozess. mehr...
Hanau: Tablets unterstützen die Feuerwehr
[24.02.2026] In Hanau sorgt das Einsatzinformationssystem rescueTablet dafür, dass Feuerwehren schon während der Anfahrt relevante Informationen zum anstehenden Einsatz erhalten. Da alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Hanau sowie die Berufsfeuerwehr das System nutzen, wird eine flächendeckende und einheitliche digitale Informationsbasis für sämtliche Einheiten geschaffen. mehr...
Low Code / No Code: Kommunen bündeln Kräfte
[19.02.2026] Am Niederrhein haben mehrere Kommunen eine gemeinsame Plattform für digitale Anwendungen beschafft. Mit der Low-Code-/No-Code-Lösung setzen sie auf Tempo bei der Entwicklung neuer Anwendungen und die Wiederverwendung existierender Komponenten. mehr...
Registermodernisierung: Wie brauchbar sind die Registerdaten?
[16.02.2026] Geht es um die Registermodernisierung, stehen oft vor allem technische Aspekte wie die Datenaustauschplattform NOOTS im Fokus. Ein Pilotprojekt in Niedersachsen hat nun die Qualität der Registerdaten selbst untersucht und gleichzeitig gezeigt, wie diese automatisiert verbessert werden kann. mehr...
Prozessmanagement: Sachsen-Anhalt sucht Kommunen für Proof of Concept
[12.02.2026] Sachsen-Anhalt will mit Kommunen erproben, ob und in welchem Umfang sich eine zentral bereitgestellte Prozessmodellierungssoftware als Basiskomponente eignet. Interessierte Kommunen können sich an die Kommunale IT-Union (KITU) wenden und die PICTURE-Prozessplattform sowie ausgewählte Dienstleistungen bis Ende 2026 unentgeltlich im Rahmen der verfügbaren Mittel nutzen. mehr...
Studie: Nachnutzung braucht Strukturen
[10.02.2026] Das Einer-für-Alle-Prinzip soll Verwaltungsdigitalisierung skalierbar machen. Wie Länder und Kommunen die Nachnutzung organisieren und warum sie unterschiedlich weit sind, berichtet die FITKO unter Bezug auf eine neue Studie. mehr...
factro: Neue BehördenCommunity gestartet
[10.02.2026] Mit der factro BehördenCommunity steht Kommunen nun ein digitaler Raum zur Verfügung, in dem sie Wissen teilen und Projektvorlagen austauschen können. Das Angebot orientiert sich an der Aufgaben- und Projektmanagement-Software factro. Zentraler Baustein ist eine Vorlagenbibliothek. Auch ein BehördenTalk wird angeboten. mehr...























