Sonntag, 8. Februar 2026

HofbieberFörderung für Monitoring-Projekt

[20.04.2022] Ein Projekt der hessischen Gemeinde Hofbieber soll belastbare Daten zutage fördern, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen. Das Vorhaben, bei dem ein digitaler Zwilling erarbeitet wird und auf KI basierende Methoden zum Einsatz kommen, hat jetzt eine Förderung vom Land Hessen erhalten.

Im hessischen Hofbieber soll das Projekt „Aufbau eines Smart Monitoring der klimabeeinflussenden Faktoren im Gemeindegebiet“ belastbare Daten und Fakten liefern, um geeignete Maßnahmen für das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 ergreifen zu können. Wie das Digitalministerium des Landes berichtet, sollen bei dem Projekt ein digitaler Zwilling erarbeitet und auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Methoden eingesetzt werden. Das Projekt werde im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen“ mit 171.360 Euro gefördert.
„Künstliche Intelligenz kann uns bei Lösungen drängender Fragen unterstützen“, erläutert Digitalministerin Kristina Sinemus. „Dazu zählen auch der Umweltschutz und der Umgang mit unseren Ressourcen und somit dem Klimaschutz. Daher ist das in Hofbieber geplante Projekt äußerst spannend und innovativ. Es zeigt, wie nützlich KI und Digitalisierung für den Menschen sein können. Wir möchten die Dynamik nutzen und Hessen zu einem führenden Standort für KI-Innovationen und KI-Anwendungen entwickeln: ‚KI made in Hessen‘ soll ein Markenzeichen unseres Landes werden, das für Innovation, Verantwortung und Zukunft steht. Dafür haben wir auch ministeriumsübergreifend eine eigene KI-Zukunftsagenda auf den Weg gebracht.“ (wir berichteten)

Akzeptanz durch Transparenz

Angaben des Digitalministeriums zufolge fehlen der Gemeinde Hofbieber aktuell belastbare Daten und Modelle zur Ermittlung einer Bilanz der emittierten und kompensierten Treibhausgase. Aus vorliegenden Katasterdaten und Luftbildern sowie einem 2D-Geo-Informationssystem könnten die benötigten Informationen nicht generiert werden. Daher brauche es weitere Datenquellen und geeignete Verfahren, um die benötigten Daten zu erheben, zusammenzuführen und für die geforderten Auswertungen nutzbar zu machen. Der digitale Zwilling sowie die Identifizierung notwendiger Informationen durch auf künstlicher Intelligenz basierender Geo-Prozesse ermöglichen laut Ministeriumsangaben die flexible Anpassung des Datenmodells an reale Veränderungen, wie die Bevölkerungsentwicklung oder die Erschließung neuer Gewerbegebiete. Mittels der Datenbestände des digitalen Zwillings könnten auch mögliche Maßnahmen visualisiert und simuliert werden, um deren Auswirkungen auf das Erreichen der Klimaneutralität aufzuzeigen. Diese Maßnahmen, die bis Ende 2023 erarbeitet werden sollen, würden dann auch den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt, um durch Transparenz Akzeptanz zu erreichen.
„Kommunen haben insgesamt eine Vorreiterrolle in der Klimaveränderung, insbesondere auf lokale Einflussfaktoren. Gerade unter Berücksichtigung der aktuellen globalen Ereignisse sind Anstrengungen zur kommunalen Klimaneutralität unter anderem mit den Zielen lokaler Energiegewinnung einer Kommune zu kombinieren“, erklärt Bürgermeister Markus Röder. „Hierbei soll der digitale Zwilling in Kombination mit der Nutzung künstlicher Intelligenz die Datengewinnung sowie die Simulation möglicher Szenarien unterstützen. Wir als Gemeinde Hofbieber möchten hier neue und innovative Wege beschreiten, um unseren Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten zur Erreichung der Klimaneutralität auch in Kombination mit lokalen erneuerbaren Energien aufzuzeigen.“





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