NürnbergDigitaler Verkehrszwilling im Test

v.l.: Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Christian Vogel, Oberbürgermeister Marcus König und Sasan Amini, Co-Founder des Softwareherstellers Transcality, haben den Vertrag über das Pilotprojekt unterzeichnet.
(Bildquelle: Tim Koß / Stadt Nürnberg)
Eine neue Software zur Unterstützung bei Straßenbauvorhaben testet jetzt der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör). Wie einer Meldung der Stadt Nürnberg zu entnehmen ist, kommt in dem dreijährigen Pilotprojekt der Digitale Verkehrszwilling des Herstellers Transcality zum Einsatz. Die Software soll das Baustellenmanagement optimieren und die Auswirkungen der Baustellen auf den Verkehr im öffentlichen Raum frühzeitig transparenter machen.
Die Lösung unterstützt dabei, komplexe Zusammenhänge im Verkehrsnetz digital abzubilden und unterschiedliche Szenarien im Vorfeld zu simulieren, erklärt die Stadt in Bayern. Das System analysiere dafür unter anderem Verkehrsströme, geplante Maßnahmen und zeitliche Abläufe. Auf dieser Grundlage lassen sich verschiedene Bauphasen durchspielen und ihre Auswirkungen auf den Verkehr prognostizieren. Zudem können Abhängigkeiten zwischen einzelnen Projekten besser erkannt und zeitlich aufeinander abgestimmt werden. So entstehe eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung.
„Sör verfügt bereits heute über ein gut organisiertes Baustellenmanagement“, fasst Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Christian Vogel die Erwartungen an das Pilotprojekt zusammen. „Die große Herausforderung ist jedoch die hohe Zahl von bis zu 12.000 Einzelmaßnahmen pro Jahr, von denen sich rund 3.000 auf den Hauptverkehrsachsen wiederfinden. Mit Simulationen anhand eines Digitalen Zwillings der Stadt können wir Szenarien frühzeitig durchspielen, Engpässe besser einschätzen und Baustellen noch gezielter aufeinander abstimmen. So halten wir die Einschränkungen für Verkehrsteilnehmende möglichst gering.“
Sasan Amini, Co-Founder von Transcality, ergänzt: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg. Mit unserem Digitalen Verkehrszwilling können die Mitarbeiter der Stadt die Auswirkungen geplanter Baustellen und Netzänderungen realistisch simulieren, Engpässe frühzeitig erkennen und Maßnahmen effizient koordinieren. So helfen wir, den Verkehr in Nürnberg flüssig zu halten und negative Auswirkungen auf Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt zu minimieren.“
Transcality entwickelt webbasierte digitale Städteduplikate für eine intelligente, vorausschauende Verkehrsplanung und modernes Verkehrsmanagement, heißt es in der Meldung aus Nürnberg des Weiteren. Mit fundiertem Know-how in der Verkehrsflussmodellierung erstelle das Unternehmen Digitale Zwillinge ganzer Straßennetze, auf deren Grundlage Städte und Verkehrsbehörden die Auswirkungen geplanter Baustellen oder Netzänderungen einfach und schnell simulieren können.
Wolfsburg: Smarte Pionierarbeit
[13.04.2026] Im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities hat die Stadt Wolfsburg sieben Jahre lang Pionierarbeit als bundesweites Testfeld für eine smarte Stadt geleistet. Das Förderprogramm ist Ende März nun zwar ausgelaufen, der Weg zur digitalen Modellstadt geht aber weiter. mehr...
Gera: Mit City-App auf Entdeckungstour
[10.04.2026] Eine City-App hat die Stadt Gera entwickelt. Der digitale Begleiter soll Gera für Einwohner, Besucher und Touristen gleichermaßen noch zugänglicher, informativer und komfortabler machen. mehr...
Eichenzell: Fundament für digitale Daseinsvorsorge
[08.04.2026] Mit einer neuen IT-Infrastruktur, einer Datenplattform und Sensoren hat die hessische Gemeinde Eichenzell das Fundament geschaffen, um eine Vielzahl an Prozessen digitalisieren und automatisieren zu können. mehr...
Gütersloh: Urban Stack ausgezeichnet
[02.04.2026] Für ihr Innovationsprojekt Urban Stack ist die Stadt Gütersloh mit dem DIGITAL-Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den von der Öffentlichkeit gewählten Preis. mehr...
Gütersloh: Vernetzt mit Urban Stack
[01.04.2026] Von Kommunen für Kommunen: Nach diesem Prinzip hat die Stadt Gütersloh das digitale Ökosystem Urban Stack entwickelt. Durch gemeinschaftliche Weiterentwicklung können Synergien gehoben und Kosten gespart werden. Erste Interessenten gibt es bereits. mehr...
Aachen / Mannheim: Verlässliche Daten für die Stadtplanung
[30.03.2026] Wie urbane Digitale Zwillinge die klimafeste Stadtplanung unterstützen können, wollen die Städte Mannheim und Aachen in dem vierjährigen Förderprojekt MACspeeDZ zeigen. Die nötigen Daten liefern im Stadtgebiet installierte Sensoren, Künstliche Intelligenz hilft bei der Aufbereitung der Messwerte. Am Ende soll ein Werkzeug entstehen, das auch andere Städte nutzen können. mehr...
Hannover: Neue Messtechnik für alte Bäume
[27.03.2026] Im Rahmen des Projekts BlueGreenCity-KI entwickelt die Stadt Hannover KI-basierte Lösungen, um städtisches Grün klimaresilient und ressourcenschonend zu bewirtschaften. Nun wird ein neues Dendrometer erprobt, das differenzierte Analysen zum Trockenstress eines typischen Stadtbaums ermöglicht. mehr...
Lohmar: Pegel werden digital überwacht
[25.03.2026] Neue Pegelmessstellen an fließenden Gewässern liefern der Stadt Lohmar jetzt kontinuierliche Daten zur Überwachung der Wasserstände. Die Informationen sind über die städtische Datenplattform auch öffentlich einsehbar. mehr...
Amberg: Ist ein Behindertenparkplatz frei?
[25.03.2026] Künftig soll auf der Amberger Website in Echtzeit angezeigt werden, ob die Behindertenparkplätze in der Altstadt belegt oder frei sind. Die entsprechenden Daten liefern Bodensensoren. Eine automatische Kontrolle der Parkberechtigung ist damit nicht möglich. mehr...
Schlangen: Wetter- und Pegeldaten im Blick
[23.03.2026] Ein Smart City Dashboard zeigt für die Gemeinde Schlangen Wetter- und Pegeldaten in Echtzeit an. Messstationen und Sensoren liefern über ein offenes LoRaWAN die nötigen Werte. Neben den öffentlich zugänglichen Daten erhält die Verwaltung selbst zusätzliche Auswertungen, um beispielsweise auf kritische Wetterlagen passgenauer reagieren zu können. mehr...
Bremerhaven: Stadtwürfel statt Baustellenschild
[20.03.2026] Mit QR-Code versehene Stadtwürfel sollen in Bremerhaven künftig direkt am Ort des Geschehens über Bauprojekte informieren. Der QR-Code führt zu einer ausführlichen Projektbeschreibung auf der kommunalen Website. Im Gegensatz zu Bauschildern können die Würfel flexibel platziert und verlinkt werden. mehr...
Mönchengladbach: Echtzeit-Sensoren überwachen Verkehrsflüsse
[18.03.2026] Ob ausverkaufte Heimspiele der Borussia, Konzerte populärer Bands oder internationale Sportereignisse – im Mönchengladbacher Nordpark finden zahlreiche Großveranstaltungen statt. Mithilfe smarter Daten will die Stadt die dort anfallenden Verkehrsströme besser verstehen und lenken. mehr...
KI: Wenn Bäume ihren Wasserbedarf selbst melden
[17.03.2026] Um Stadtbäume gesund zu erhalten, müssen sie vor Trockenstress geschützt werden. Nicht zuletzt aus Kostengründen ist aber auch eine Überwässerung zu vermeiden. Ein urbanes, mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeitendes Bewässerungssystem erfüllt beide Kriterien und unterstützt obendrein bei der Routenplanung. mehr...
Smart City Index 2025: Studienbericht liefert Detailergebnisse
[17.03.2026] Den Smart City Index 2025 ergänzend hat der Digitalverband Bitkom nun einen Studienbericht mit bislang unveröffentlichten Teilergebnissen herausgegeben. Er macht beispielsweise ersichtlich, dass fast alle Städte bei der Energie- und Wärmeplanung auf digitale Technologien setzen. mehr...





















