Mittwoch, 10. Juni 2026

Bremen/DurbanGemeinsames Digital-Twin-Projekt

[16.07.2024] Die Hansestadt Bremen und die Großstadt Durban in Südafrika vertiefen ihre Partnerschaft. Gemeinsam wollen sie ein wegweisendes Urban-Digital-Twin-Projekt auf den Weg bringen.
Bremens Digitaler Zwilling dient der südafrikanischen Stadt Durban als Vorbild.

Bremens Digitaler Zwilling dient der südafrikanischen Stadt Durban als Vorbild.

(Bildquelle: bremen.virtualcitymap.de)

Im Rahmen ihrer langjährigen Städtepartnerschaft haben Bremen und das südafrikanische Durban ein neues Kooperationsprojekt für einen Urban Digital Twin begonnen. Beide Städte bringen dazu ihre jeweiligen besonderen digitalen Kompetenzen ein: Bremen die Plattform zum Erstellen eines bei der Stadtplanung hilfreichen Digitalen Zwillings, Durban ein Verfahren zur Visualisierung komplexer Datenbestände.
Wie die Hansestadt Bremen berichtet, hat die Stadt Durban mit der Internetplattform Strategic Hub einen innovativen Ansatz zur Darstellung öffentlicher Daten geschaffen. Dabei geht es darum, große Datenbestände zu verknüpfen, sinnvoll auszuwerten und dies anschaulich zu visualisieren. So lassen sich beispielsweise Unfallschwerpunkte in Abhängigkeit vom Wochentag oder der Uhrzeit analysieren, um zu neuen Ideen zur Entschärfung solcher Orte zu kommen.
Bremen möchte hiervon lernen und wird in dem Projekt von Fachleuten aus der südafrikanischen Partnerstadt unterstützt. Dazu war beispielsweise im Juni 2024 eine Delegation aus Durban zu Gast in Bremen. In mehreren Workshops haben sich Mitarbeitende des Landesamts Geo-Information Bremen mit den Fachleuten aus Durban ausgetauscht.
Durban wiederum strebt den Aufbau eines Digitalen Zwillings nach Bremer Vorbild an, und wird dabei von Fachleuten von Geo-Information Bremen unterstützt. Diese entwickeln im Zuge des Konzepts „Bremen sehen, verstehen und lebenswert gestalten“ seit dem Jahr 2019 ein intelligentes und realitätsnahes digitales Abbild der Stadt. Dieses dient nicht nur der Visualisierung, sondern ermöglicht auch die Simulation von Was-wäre-wenn-Szenarien.
„Mit dem beidseitigen Wissensaustausch zwischen unseren Städten schlagen wir ein neues Kapitel der Zusammenarbeit auf“, freut sich Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte. „Indem wir von den Stärken des jeweils anderen lernen, tragen wir zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen auf kommunaler Ebene bei.“ Auch die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Özlem Ünsal, betont die Vorteile der Kooperation: „Die Entwicklung eines Digitalen Zwillings für Durban und einer urbanen Datenplattform für Bremen ermöglicht es uns, unsere Städte nachhaltiger zu gestalten und zur Schaffung lebenswerter Umgebungen für Bürgerinnen und Bürger hier und in Südafrika beizutragen.“
Das digitale Austauschprogramm zwischen Bremen und Durban wird im Rahmen der Partnerschaftsinitiative „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte (Nakopa)“ von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell unterstützt.





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