Sonntag, 19. Juli 2026

Komm.ONEHackathon zu KI-Lösungen

[25.06.2026] Studierende haben beim Hackathon #CodeTheState KI-Lösungen für Herausforderungen in Kommunen entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, wie Städte, Gemeinden und Landkreise von neuen Ansätzen für Krisenschutz, Geodaten und digitale Verwaltungsprozesse profitieren könnten.

Die Siegerinnen und Sieger des Hackathons #CodeTheState

(Bildquelle: Komm.ONE)

Beim Hackathon #CodeTheState haben 40 Studierende KI-gestützte Lösungen für Herausforderungen aus der kommunalen Praxis entwickelt. Wie der IT-Dienstleister Komm.ONE berichtet, fand die Veranstaltung am 12. und 13. Juni 2026 auf dem IPAI Campus in Heilbronn statt.

In interdisziplinären Teams arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an vier Anwendungsfällen aus Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt standen die individuelle Krisenvorsorge für Bürgerinnen und Bürger, ein KI-gestütztes Monitoring von Krisenereignissen im Internet, die automatisierte Generierung von 3D-Daten aus Bebauungsplänen sowie die KI-gestützte Beantwortung von Baufragen. Komm.ONE stellte dafür fachliche Inhalte und kommunale Expertise bereit.

Neue Ideen für die öffentliche Verwaltung

Organisiert wurde der Hackathon gemeinsam mit Public Makers und der IPAI Foundation. Ziel war es, neue Ideen für die öffentliche Verwaltung zu entwickeln und junge Talente frühzeitig an kommunale Fragestellungen heranzuführen. Hintergrund sind die wachsenden Anforderungen an Städte, Gemeinden und Landkreise. Digitalisierung, Fachkräftemangel und neue Technologien verändern die Arbeit der Verwaltungen grundlegend.

„Wenn wir die Verwaltung der Zukunft gestalten wollen, müssen wir jungen Talenten die Möglichkeit geben, bestehende Denkweisen zu hinterfragen und neue Lösungsansätze zu entwickeln“, sagt Jörg Eberle, Vorstandsmitglied und CIO von Komm.ONE sowie Mitglied der Jury.

Die eingereichten Projekte bewerteten Fachleute aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Zur Jury gehörten neben Eberle auch Steffen Schmidt vom Landratsamt Konstanz, Philipp Roll von Cisco Deutschland und Professor Alois Paulin von der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Insgesamt präsentierten acht Teams ihre Ergebnisse nach nur zwei Tagen Entwicklungszeit.

Katastrophenschutz und Geodatenverarbeitung

Besonders überzeugten Projekte aus den Bereichen Katastrophenschutz und Geodatenverarbeitung. Sie zeigten, wie Künstliche Intelligenz Informationen schneller verfügbar machen und Krisenstäbe bei ihrer Arbeit unterstützen kann. Den ersten Platz belegte das Team „HXG – Vera“ um Teamsprecher Luke Caporelli mit einem Konzept für KI-gestütztes Internet-Monitoring im Katastrophenschutz und Krisenmanagement. Die Jury hob vor allem die Praxisnähe und das Potenzial für den Einsatz in realen Krisensituationen hervor.

Für Komm.ONE geht die Bedeutung des Formats über den Wettbewerb hinaus. „Der Hackathon #CodeTheState hat gezeigt, wie viel Innovationspotenzial entsteht, wenn Verwaltung, junge Talente und moderne Technologien zusammenkommen. Diesen Austausch wollen wir auch künftig fördern, um gemeinsam neue Impulse für die digitale Verwaltung von morgen zu entwickeln“, sagt Vidya Munde-Müller, Leiterin des Hackathons und KI-Expertin von Komm.ONE.

Die entwickelten Ansätze werden nun gemeinsam mit den Partnern ausgewertet und auf ihre Eignung für den praktischen Einsatz in Kommunen geprüft.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz

Frankfurt am Main: Kompetenz für KI

[16.07.2026] Ein zentrales KI-Kompetenzteam baut die Stadt Frankfurt am Main auf. Damit sollen der Wissensaustausch einzelner Initiativen und Synergieeffekte gefördert sowie dem demografischen Wandel in der Verwaltung begegnet werden. mehr...

Referent auf dem Demo Day des NEGT
bericht

Demo Day: Vibe Modeling zum Ausprobieren

[14.07.2026] Im Rahmen eines Demo Day wurde beim NEGZ – Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung das Potenzial KI-gestützter Low-Code-Entwicklung für die Verwaltung aufgezeigt und über offene Fragen diskutiert. mehr...

München: KI wird noch intelligenter

[13.07.2026] München hat sein internes KI-Werkzeug MUCGPT weiterentwickelt. Die neue Version bietet eine übersichtlichere Oberfläche, technische Anbindungen über MCP und teilbare Assistenten – und steht als Open-Source-Lösung auch anderen Kommunen offen. mehr...

bericht

Studie: KI ist in deutschen Behörden angekommen

[13.07.2026] Knapp 83 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Sektor in Deutschland nutzen bereits Künstliche Intelligenz. Das zeigt die Studie „Global AI Adoption Survey“. Gleichzeitig fehlen nach Einschätzung vieler Befragter klare Regeln, Schulungen und technische Voraussetzungen für einen sicheren und systematischen Einsatz. mehr...

Der Landrat des Märkischen Kreises, Ralf Schwarzkopf, schaut interessiert in einen Laptop

Märkischer Kreis: Hackathon zum KI-Einsatz

[09.07.2026] Im Märkischen Kreis soll Künstliche Intelligenz künftig vermehrt Routineaufgaben übernehmen und so die Abläufe in der Verwaltung beschleunigen. Im Rahmen eines Hackathons hat der Kreis jetzt für sechs praxisnahe Anwendungsfälle erste KI-Prompts entwickelt. mehr...

Nahaufnahme der Hände und Arme eines Mannes in einem Büro, der auf verschiedenen eingeblendeten IT-Icons in der Luft zeigt
bericht

KI-Governance: Rahmen für agentische Prozesse

[08.07.2026] KI-Agenten werden zunehmend Teil operativer Verwaltungsprozesse. Damit Automatisierung im öffentlichen Sektor kontrollierbar, vertrauenswürdig und rechtssicher bleibt, braucht es klare Rollen, nachvollziehbare Entscheidungswege, geregelte Datenzugriffe und tragfähige Governance. mehr...

mit punkten durchzogenes Gehirn vor Laptop-Bildschirm

Umfrage: Echtzeitdaten schaffen Vertrauen in die KI

[07.07.2026] Der Schutz sensibler Bürgerdaten durch einheitliche Sicherheits- und Zugriffskontrollen wird zum entscheidenden Fundament für vertrauenswürdige KI im öffentlichen Sektor. Herkömmliche Datenarchitekturen erweisen sich dabei für Agentische KI als zu träge. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Unternehmens Denodo Technologies. 
 mehr...

2 Männer vor Bildschirm, die einen Startknopf drücken_KI_Chatbot_INGO-gestartet

St. Ingbert: Chatbot INGO gestartet

[02.07.2026] Bürgerinnen und Bürger in St. Ingbert können sich künftig auch an Chatbot INGO wenden. Rückmeldungen aus der Nutzung fließen in die Optimierung des Angebots ein. mehr...

cit intelliForm KIM

cit: KI für Low-Code-Plattform

[02.07.2026] Mit cit intelliForm KIM hat Anbieter cit seine Low-Code-Plattform um eine KI-Komponente erweitert. Sie soll den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, die Effizienz der Verwaltung steigern und die digitale Souveränität stärken. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Axians Infoma: Intelligente Prozessautomatisierung

[01.07.2026] Klare Regeln und menschliche Kontrolle sollen den Einsatz neuer KI-Agenten in Infoma Online absichern. Die digitalen Assistenten übernehmen vorbereitende Arbeitsschritte in der kommunalen Sachbearbeitung; zunächst bei Stundungen, Amtshilfeersuchen sowie der Bearbeitung von Bankverbindungen und SEPA-Mandaten. mehr...

Ansicht von Wolfsburg, Autistadt Museum

Wolfsburg: Mit KI Park die Zukunft im Blick

[30.06.2026] Die Stadt Wolfsburg und das KI-Innovationsnetzwerk KI Park haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziel ist es unter anderem, passende Anwendungsfelder zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in Wolfsburg zu identifizieren. mehr...

Smart CJM: KI-Lösungen integriert

[30.06.2026] Die KI-gestützten mehrsprachigen Voicebots von neuraflow und Zaitgeist werden jetzt in die Plattform Smart NexCX von Smart CJM eingebunden. Bürgerinnen und Bürger können damit Termine bei ihrer Kommune telefonisch rund um die Uhr buchen. mehr...

Gruppenbild

Kreis Borken: KI-Assistent für Pflegeanträge

[29.06.2026] Der Kreis Borken hat im Agentic AI Hub des BMDS einen KI-Assistenten für Anträge auf Hilfe zur Pflege erprobt. In ausgewählten Arbeitsschritten sank die Bearbeitungszeit nach Angaben des Kreises um bis zu 35 Prozent. Nun soll die Lösung in den Echtbetrieb gehen. mehr...

Bildschirm_Stühle_Abschluss_Agentic_AI_Hub

Agentic AI Hub: München erprobt KI

[25.06.2026] Im Rahmen des Agentic AI Hub wurde in München ein funktionsfähiger, KI-basierter Prototyp entwickelt, der die Bearbeitung von Anträgen im Bereich Einbürgerung und Ausländerrecht deutlich beschleunigt. mehr...