Donnerstag, 24. September 2026

Trier/Mainz/Ludwigshafen/KoblenzKI-Kooperation besiegelt

[24.06.2026] Damit nicht jede Verwaltung ihre eigenen Lösungen aufbauen muss, wollen die rheinland-pfälzischen Städte Mainz, Ludwigshafen, Trier und Koblenz bei der Entwicklung von KI-Anwendungen künftig eng zusammenarbeiten.
Luftaufnahme Stadt Trier

Trier kooperiert bei der Entwicklung von KI-Anwendungen mit den Städten Mainz, Ludwigshafen und Koblenz im Projekt „Vier Städte, ein digitales Ökosystem".

(Bildquelle: mathess/123rf.com)

Die Städte Mainz, Ludwigshafen, Trier und Koblenz haben ihre Zusammenarbeit beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung vertraglich besiegelt. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung wird das gemeinsame Projekt „Vier Städte, ein digitales Ökosystem – Gemeinsam Zukunft gestalten in der Verwaltung mit KI“ langfristig aufgestellt.

KI sei aktuell eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien und helfe gerade auch kommunalen Verwaltungen dabei, handlungsfähig zu bleiben, so Thorsten Kraus, Chief Digital Officer (CDO) der Stadt Trier. Die KI solle dabei weder die städtischen Mitarbeitenden noch deren Entscheidungen ersetzen, sondern vielmehr Routineaufgaben abnehmen. „Diese Mammutaufgabe können selbst die großen Städte in Rheinland-Pfalz nicht alleine stemmen“, erklärt Kraus. „Nur im starken Verbund der vier Städte schaffen wir ein digitales Ökosystem, das echte Synergien freisetzt und uns gemeinsam zukunftsfähig aufstellt.“

Wie die Trierer Stadtverwaltung weiter mitteilt, ist es Ziel der Kooperation, KI-Anwendungen gemeinsam zu entwickeln und zu testen, um Lösungen nicht parallel in einzelnen Verwaltungen aufbauen zu müssen. Die Erfahrungen der vier Kooperationskommunen sollen dabei gebündelt, erfolgreiche Anwendungen gemeinsam weiterentwickelt und perspektivisch auch anderen Kommunen zugänglich gemacht werden.

Vorgesehen ist, dass jede der vier Städte KI-Anwendungen in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen erprobt. Bewährte Lösungen sollen anschließend auch in den anderen Kommunen eingesetzt werden. Zu den geplanten Anwendungen zählen unter anderem eine intelligente Suche in Ratsinformationssystemen, mit der politische Vorlagen und Beschlüsse schneller auffindbar werden, sowie ein interner KI-Assistenzdienst zur Unterstützung von Mitarbeitenden bei Recherche-, Text- und Routineaufgaben.

Auch im Bereich Open Data wollen Mainz, Ludwigshafen, Trier und Koblenz enger zusammenarbeiten: Die Statistikstellen des Verbunds verfolgen das Ziel, Daten einheitlicher bereitzustellen und besser nutzbar zu machen. Ergänzend soll der Wissenstransfer zwischen den Kommunen gestärkt werden, etwa durch gemeinsame Austausch- und Arbeitsformate zu digitalen Zukunftsthemen.

Die Kooperationsvereinbarung knüpft an eine Förderung des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 370.000 Euro an. Die Stadt Mainz übernimmt die Koordination des Projekts. Die Kooperation ist auf fünf Jahre angelegt und soll die interkommunale Zusammenarbeit bei digitalen Zukunftsthemen dauerhaft stärken.






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