Mittwoch, 27. Mai 2026

Halle (Saale)HAL-Plan im Praxistest

[10.02.2025] Die Stadt Halle (Saale) hat elf Kommunen ausgewählt, die den von der Stadt entwickelten Digitalen Zwilling HAL-Plan in den kommenden Monaten in realen Stadtentwicklungsprojekten testen sollen.
Screenshot eines mit der Software HAL-PLan erstellenden Gebäudes

Mit der Software HAL-Plan, die auf einem Digitalen Zwilling der Stadt Halle (Saale) basiert, sollen Planungsszenarien künftig deutlich besser erstellt und bearbeitet werden.

(Bildquelle: Stadt Halle (Saale))

Im Rahmen ihres Smart-City-Projekts hat die Stadt Halle (Saale) gemeinsam mit ihrem Entwicklungspartner Form Follows You elf Kommunen aus ganz Deutschland ausgewählt, um den Digitalen Zwilling HAL-Plan in realen Vorhaben zu testen. Der innovative digitale Planungsassistent soll die Städte dabei unterstützen, zukunftsorientierte und nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte zu realisieren. „Das große Interesse an unserem Digitalen Zwilling zeigt, dass wir mit unserem Smart-City-Team auf dem richtigen Weg sind und gute Ideen haben, um die uns andere beneiden“, so Halles Bürgermeister Egbert Geier.

Wie die Stadt Halle weiter mitteilt, wurden aus zahlreichen Bewerbungen Aachen, Aschersleben, Burg, Lutherstadt Eisleben, Gardelegen, der Landkreis Helmstedt, KielRegion, Leipzig, Michendorf, der Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin sowie Zeitz ausgewählt. Diese Kommunen würden nun während einer sechsmonatigen Testphase ihre städtebaulichen Vorhaben mithilfe von HAL-Plan umsetzen – von der Gestaltung neuer Quartiere über die klimagerechte Umgestaltung von Straßen bis hin zum Ansiedlungsmanagement in Gewerbegebieten und der kommunalen Wärmeplanung.

Drei zentrale Module

Der Digitale Zwilling HAL-Plan umfasst nach Angaben der Stadt Halle drei zentrale Module, die speziell für die Bedürfnisse der modernen Stadtentwicklung konzipiert wurden. Mit dem Planungstool können verschiedene Planungsszenarien für Stadtentwicklungsprojekte erstellt werden, etwa durch Schattenanalysen, die Kalkulation von Baukosten und die Bewertung von Klimaauswirkungen. Das Ökologietool analysiert und bewertet die Umwelteinflüsse auf Planungsgebiete, unterstützt also die nachhaltige Stadtentwicklung und trägt zur Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte bei. Beim Flächen-Management-Tool handelt es sich um ein Kataster mit Standortdaten, das die Visualisierung von Gewerbeflächen und Immobilienangeboten ermöglicht und somit die nachhaltige Nutzung von Flächen fördert.

Die erste Version der Software HAL-Plan wurde von der Stadt Halle und Form Follows You in einem Jahr intensiver Entwicklungsarbeit auf Basis der Planungsplattform buildplace erstellt. Diese soll laut der Stadtverwaltung nun kontinuierlich weiterentwickelt und in den kommunalen Prozess der Stadt Halle integriert werden. Ziel sei es, eine skalierbare Lösung zu schaffen, die nicht nur in Halle (Saale), sondern auch in anderen Regionen Deutschlands Anwendung finden kann.

„Die Kooperation mit den elf Partnerkommunen bietet uns wertvolle Perspektiven und Feedback, die in die Weiterentwicklung von HAL-Plan einfließen werden“, erklärt Bürgermeister Geier. „Diese interkommunale Zusammenarbeit sichert nicht nur die langfristige Weiterentwicklung der Software, sondern ermöglicht es uns auch, innovative und zukunftsorientierte Lösungen für Städte in ganz Deutschland zu entwickeln.“





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