Dienstag, 18. August 2026

NEGZKurzstudie zur datenbasierten Verwaltung

[12.03.2019] Potenzialen und Möglichkeiten des Data Driven Government widmet sich eine neue Kurzstudie, deren Ergebnisse nun das Nationale E-Government-Kompetenzzentrum (NEGZ) vorgestellt hat. Demnach wäre die datenbasierte Verwaltung nicht nur ökonomisch und gesellschaftlich sinnvoll, sondern auch informationstechnologisch möglich.

In der Reihe „Berichte des NEGZ“ erstellt das Nationale E-Government-Kompetenzzentrum Kurzstudien über die Herausforderungen der Digitalisierung des öffentlichen Sektors. Dazu zählt beispielsweise die NEGZ-Studie zur künstlichen Intelligenz (KI) in der öffentlichen Verwaltung (wir berichteten). Die nun veröffentlichte vierte Kurzstudie der Reihe widmet sich dem Data Driven Government und beschreibt Potenziale sowie Möglichkeiten einer datenbasierten Verwaltung. Die öffentliche Hand verfügt über eine Vielzahl von Daten und Informationen. Dennoch ist es laut NEGZ fast immer erforderlich, ein Verwaltungsverfahren aus eigenem Antrieb und unter Beibringung einer Vielzahl dem Staat bereits bekannter Daten und Informationen zu initiieren. Nicht selten müssten diese Daten händisch und unter Verwendung schriftlicher Formulare wieder und wieder beigefügt, geprüft und singulär unter Inkaufnahme von Medienbrüchen verarbeitet werden. Es sollte deshalb untersucht werden, ob und wie sich unter Berücksichtigung rechtlicher Standards Mehrwerte einer datenbasierten Verwaltung heben lassen.
Die datenbasierte Verwaltungsdigitalisierung würde es laut NEGZ ermöglichen, vorhandene Daten unter Achtung der Datensouveränität der Bürger so zu verknüpfen, dass daraus Services entstehen, die sich in ihrem Nutzen von herkömmlichen Verwaltungsdienstleistungen abheben. Eine datenbasierte Verwaltung würde es außerdem erlauben, Antragserfordernisse systematisch zu überprüfen. Dabei biete sie verschiedene Möglichkeiten bis hin zur antragslosen automatisierten Leistung. Die Kommunikationsbeziehung zwischen Bürgern und Verwaltung könnte ein zentrales Dashboard abbilden. Gleichzeitig könnten die Bürger über dieses den Zugriff auf ihre Stammdaten regeln und berechtigte Zugriffe nachvollziehen. Die Verwaltung wiederum könnte dezentral auf die Daten zugreifen, ohne parallele Strukturen und Silos bereitstellen zu müssen.
Die technischen Schnittstellen für die datenbasierte Verwaltung sind laut NEGZ bereits vorhanden. Sie sollten vereinheitlicht und über das Einverständnis der Bürger nutzbar gemacht werden. Proaktive Angebote eröffneten darüber hinaus Einsparpotenziale für alle Prozessbeteiligten und zeigten eine wahrnehmbare Verbesserung der Bürgerservices. Eine entscheidende Begrenzungsfunktion komme dem Recht zu, etwa mit Blick auf den Datenschutz. Noch wichtiger werde im Bereich der datenbasierten Verwaltung die IT-Sicherheit.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Abgedunkelter Saal mit Holzvertäfelung, Blick über Zushcauerköpfe aufs Podium, wo man eine grüße Projektion und verschiedene Flaggen sieht.

Baden-Württemberg: Kommunalregister vor dem Umbau

[05.08.2026] Kommunen müssen ihre Register fit für die Zukunft machen. Baden-Württemberg ist mit einer Kick-off-Veranstaltung zum Identitätsdatenabruf der Kommunalregister den ersten Schritt zur Umsetzung gegangen. Informationsmaterialien zur RegMo und der Veranstaltung sollen in Kürze zur Verfügung stehen. mehr...

Luftbild der Gemeinde Eichenzell
bericht

Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe

[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.
bericht

IT-Dienstleister: Next Level IT

[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...

Lennart_Schaer_Stephan_Brinkmann
interview

IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen

[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...

drei Personen durchtrennen vor einem Gebäude ein rotes Band

regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum

[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...

Darmstadt: Städtische IT ist zu alt

[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...

Zwie Personen in einem Meetingraum, auf einem Monitor sind weitere Teilnehmer per Videokonferenz zugeschaltet

ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone

[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. 
 mehr...

rescueTablet bei Feuerwehr Hanau im Einsatz
bericht

Hanau: Tablets im Einsatz

[17.06.2026] Die Feuerwehr Hanau arbeitet mit einer digitalen Einsatzunterstützung. Eine innovative Software stellt wichtige Informationen in Echtzeit auf Tablets bereit. Die Lösung wird anhand der Rückmeldungen aus der Praxis weiterentwickelt. mehr...

Frau am Schreibtisch mit Overlay aus Ordnericons und Dokumentenicons

Bayern: Grundlagen für NOOTS geschaffen

[15.06.2026] Der Freistaat Bayern hat mit drei Erprobungsprojekten wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen. mehr...

Symbolbild Cloud Computing

GISA: BVVG stellt SAP-Betrieb neu auf

[15.06.2026] GISA begleitet die BVVG beim Wechsel in die SAP Private Cloud. Seit 2008 betreut der IT-Dienstleister die SAP-Systeme der Gesellschaft. Im aktuellen Transformationsprojekt unterstützt er Beratung, Qualitätssicherung und künftiges Betriebsmodell. mehr...

Bremen-NRW_API-Strategie

Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen

[19.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...

Frauenhand die auf einem weißen Telefon eine Nummer eintippt

Bremen: Klassisches Telefon hat ausgedient

[05.05.2026] Die bremische Verwaltung verabschiedet sich weitgehend vom klassischen Telefon und setzt stattdessen in Zukunft auf das Softphone als Grundausstattung. 
 mehr...

Markus Bremkamp, Stephan Hauber Porträtfotos
interview

Interview: Zwischen Praxis und Politik

[28.04.2026] Im Kommune21-Interview erläutern Stephan Hauber, Vorstandsvorsitzender des VOIS-Vereins, und Markus Bremkamp, Schatzmeister des VOIS-Vereins, was sie zur Gründung ihres Vereins bewogen hat und welche Ziele dieser verfolgt. mehr...

Kreishaus Düren

Kreis Düren: Microsoft 365 eingeführt

[21.04.2026] Der Kreis Düren hat Microsoft 365 flächendeckend ausgerollt. Unterstützt wurde die Kommunalverwaltung dabei vom Dienstleister regio iT. mehr...

Rheinland-Pfalz: OPTIKOM kommt voran

[17.04.2026] Im interkommunalen Prozessmanagement-Projekt OPTIKOM in Rheinland-Pfalz wurden bereits Meilensteine erreicht, wie eine rund 1.000 Prozesse umfassende Blaupause für ein gemeinsames Prozessregister. Im kommenden Jahr können weitere Kommunen in das Projekt aufgenommen werden. mehr...