Donnerstag, 15. Oktober 2026

HamburgLeitungstrassen im Überblick

[10.10.2016] Ein kartenbasiertes Online-Portal verschafft Bauunternehmen, Planungsbüros und Architekten einen Überblick über die Leitungstrassen im Hamburger Untergrund. So lässt sich über ein System prüfen, ob sich dort, wo gebaut werden soll, Leitungen befinden.
Hamburg: ELBE+ erleichtert Zusammenarbeit von Tiefbauunternehmen und Leitungsbetreibern.

Hamburg: ELBE+ erleichtert Zusammenarbeit von Tiefbauunternehmen und Leitungsbetreibern.

(Bildquelle: LGV - Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung / Gerd Hachmann)

In Hamburg können jetzt Bauunternehmen, Planungsbüros und Architekten über ein kartenbasiertes Online-Portal kostenlos Leitungsanfragen stellen. Konzipiert hat ELBE+ (Elektronische Bearbeitung von Leitungsanfragen) laut eigenen Angaben der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung gemeinsam mit den Leitungsbetreibern Stromnetz Hamburg, Hamburg Netz, Hamburg Wasser, Vattenfall Fernwärme, Dataport und Colt Technology. Umgesetzt habe es der IT-Dienstleister Dataport. Im Portal finden sich amtliche Karten, wahlweise auch Luftbilder, in denen die Flächen für die Leitungsanfragen direkt eingezeichnet werden. Auch andere Informationen, etwa zu Schutzgebieten und bestehenden Baustellen, können unterstützend für die Leitungsanfrage eingeblendet werden. Im Untergrund der Freien und Hansestadt seien Leitungen von mehreren Dutzend Leitungsbetreibern zu finden, teilt der Landesbetrieb mit. Leitungsanfragen schicken Baustellenbetreiber bislang per E-Mail an jeden einzelnen Leitungsbetreiber. Die nicht immer klar strukturierten Anfragen führen bei diesen zu erhöhtem Aufwand und längeren Bearbeitungszeiten, da beispielsweise Ortsangaben zu unpräzise sind. „ELBE+ leistet einen substanziellen Beitrag zum Aufbau der digitalen Stadt Hamburg“, erklärt Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen. „Die enge Kooperation der Verwaltung mit Bau- und Leitungsunternehmen schafft neue Möglichkeiten, sowohl die Infrastruktur in Hamburg sicherer zu machen, als auch über neue digitale Wege Auskunfts- und Genehmigungsprozesse in der Verwaltung zu verbessern und zu beschleunigen.“ Zu den sechs beim Start verfügbaren Leitungsbetreibern konnten laut der Mitteilung bislang 14 weitere Unternehmen an ELBE+ angeschlossen werden. Weitere Leitungsbetreiber sollen hinzukommen. Außerdem sei geplant, andere Verwaltungsverfahren mit ELBE+ zu koppeln, um beispielsweise Genehmigungsprozesse zu optimieren.





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