Freitag, 12. Juni 2026

NordhessenLetzte Breitband-Lücken schließen

[11.03.2019] Die Breitbandgesellschaft Nordhessen will jetzt die letzten Lücken beim Ausbau des schnellen Internets in den fünf beteiligten Landkreisen schließen. Für die Zukunft wird bereits geprüft, ob ein Glasfaseranschluss für jedes Haus möglich ist.

Das Ende der Winterpause beim Ausbau des schnellen Internets in Nordhessen (wir berichteten) hat jetzt die Breitbandgesellschaft Nordhessen (BNG) angekündigt. „Früher als im vorigen Jahr können wir im größten Breitband-Ausbauprojekt Europas beginnen, auch noch die letzten Lücken im nordhessischen Netz zu schließen“, erklärte BNG-Geschäftsführerin Kathrin Laurier. Wie die Breitbandgesellschaft weiter mitteilt, werden nach Abschluss der Breitband-Initiative rund 98 Prozent der Einwohner in den fünf nordhessischen Landkreisen mit Internet-Zugängen von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgt sein. Mit dem Betrieb des Netzes sei das Unternehmen Netcom Kassel beauftragt worden.
„Es ist gut und notwendig, dass wir hier alle an einem Strang ziehen, denn sonst gäbe es für ein Drittel der Menschen in Nordhessen kein Internet“, stellt Kathrin Laurier fest. „Etwa 300.000 von einer Million Nordhessen leben in kleinen Orten, Ortsteilen und Weilern, an deren Versorgung ein Unternehmen, dessen Investitionen sich in angemessener Zeit rechnen müssen, niemals ein Interesse haben kann. Darum war es der einzig gangbare Weg, dass sich die fünf Landkreise mit finanzieller Unterstützung des Landes zur Gründung der BNG und zum Ausbau in eigener Verantwortung entschlossen haben.“
Gemeinsam mit den Kommunen bereitet sich die BNG nach eigenen Angaben schon auf die nächsten Schritte auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft vor. So werde geprüft, unter welchen Bedingungen der Anschluss der letzten zwei Prozent der Haushalte ans Breitband-Netz möglich sei; des Weiteren werde mit Zielnetzplanungen begonnen, um das vorhandene Netz später noch weiter ausbauen zu können. „Letztlich geht es um den Glasfaseranschluss für jedes Haus“, erläutert Kathrin Laurier. „Das kostet viel Geld. Bisher haben wir die Kosten auf 1,3 Milliarden Euro veranschlagt. Wir warten auf Klarheit, ob es Fördermittel geben wird, um diesen Ausbau leisten zu können.“





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