MainzKita-App für alle

Die Stadt Mainz führt die Care Kita-App in allen städtischen Kindertagesstätten ein.
(Bildquelle: care-app.de)
Mit der Care Kita-App als Kommunikationsplattform zwischen Eltern und den Einrichtungen folgt nach dem im vergangenen Jahr eingeführten trägerübergreifenden Anmeldeportal Kinder-Kompass (wir berichteten) der nächste wichtige Schritt bei der Digitalisierung im Bereich Kitas in Mainz.
„Mit der Kita-App und den Tablets verbessern wir die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kitas und Verwaltung spürbar. Dies erleichtert die Kommunikation, ermöglicht eine effizientere Planung der Betreuungsangebote und unterstützt so die Familien und unsere Mitarbeitenden im Alltag“, erklärt Oberbürgermeister Nino Haase und ergänzt: „Gute Betreuung benötigt auch gute Rahmenbedingungen; dazu gehört eine zeitgemäße digitale Infrastruktur. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Kita-App einen weiteren Schritt bei der Digitalisierung unserer Kindertagesstätten gehen. Besonders wichtig ist mir, dass wir die Einführung gemeinsam mit den Kitas gestalten. Veränderungen gelingen nur dann nachhaltig, wenn die Menschen, die täglich mit den neuen Angeboten arbeiten, gut begleitet werden. Deshalb setzen wir auf eine schrittweise Einführung, intensive Schulungen und einen engen Austausch mit den Einrichtungen.“
„Familien wünschen sich verlässliche und zeitgemäße Kommunikationswege. Die Kita-App kann dazu beitragen, den Austausch zwischen Eltern und Einrichtungen deutlich zu erleichtern und organisatorische Abläufe zu vereinfachen“, sagt Nora Egler, Vorsitzende des Stadtelternausschusses Mainz (StEA Mainz). „Wir begrüßen besonders, dass der Stadtelternausschuss in die Weiterentwicklung eingebunden wird und die Einführung schrittweise erfolgt. So können die Erfahrungen von Eltern, Fachkräften und Trägern direkt in die weitere Gestaltung einfließen.“
Tablets für städtische Kitas
Von der Einführung der App profitieren die Familien von mehr als 4.800 Kindern, welche die städtischen Kindertagesstätten besuchen. Wie die Stadt Mainz mitteilt, werden bis zum Start des neuen Kita-Jahres 2026/2027 alle städtischen Kitas an die Anwendung angebunden. Dafür werde jede Gruppe mit einem Tablet ausgestattet.
Für Eltern bringe die App zahlreiche Vorteile. Sie können Kinder künftig jederzeit digital abmelden – unabhängig von Öffnungszeiten und ohne Anruf oder E-Mail. Zudem verbessere die App den weiteren Informationsfluss und ermögliche eine strukturierte Kommunikation zwischen Kita und Elternhaus. Die Kita-App erleichtert Mitarbeitenden die digitale Anwesenheitskontrolle und schafft einen besseren Überblick über die Belegung der Gruppen, heißt es in der städtischen Pressemeldung weiter. Auch für die Verwaltung ergeben sich Vorteile: Anonymisierte Auswertungen der Anwesenheitsdaten ermöglichen künftig genauere Erkenntnisse über die tatsächliche Auslastung der Einrichtungen – insbesondere in den Randzeiten. Dies unterstütze eine bedarfsgerechtere Personalplanung und den gezielten Einsatz von Vertretungskräften.
Einführung der Kita-App
Der Roll-out erfolgt nach Angaben der Stadt Mainz stufenweise. Nach ersten Pilotphasen im Februar und März 2026 wurde die Einführung sukzessive auf weitere Stadtteile ausgeweitet. Vor dem Start in einer Einrichtung erhalten die Kitas ihre Gruppengeräte sowie ein Kommunikationskonzept, das die Rahmenbedingungen für die Kommunikation mit Eltern definiert. Zunächst werden Hardware und Software intern getestet. Anschließend werden die Eltern per Schreiben informiert und erhalten ihre Zugangsdaten.
Während der Pilotphase erfolgt laut der Stadt eine fortlaufende Evaluation des Betriebs, die App wird kontinuierlich weiterentwickelt. Zudem werde die Verwaltung gemeinsam mit den Fachkräften unter Beteiligung des Stadtelternausschusses ein Konzept erarbeiten, das perspektivisch auch eine pädagogisch sinnvolle Nutzung der bereitgestellten iPads über die reine App-Anwendung hinaus ermöglicht.
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