Donnerstag, 27. August 2026

NExT-StudieNetworking als Ressource

[28.10.2024] Netzwerken kann bei der Verwaltungstransformation ein echter Motor für Veränderungen sein. Empirisch erforscht ist dieser Effekt bisher noch nicht. Das will eine Studie des netzwerks NExT jetzt ändern. Für eine Online-Umfrage werden noch Mitwirkende gesucht.
Illustration, Strickzeichnung schwarz auf weißem Grund mit vereinzelten farbigen Akzenten: Darstellung von Menschen, die sich vernetzen

Eine erfolgreiche informelle Vernetzung braucht passende Rahmenbedingungen.

(Bildquelle: karpenkoilia/123rf.com)

In einer wissenschaftlich fundierten Untersuchung beleuchtet die Initiative NExT, wie vernetztes Arbeiten die Verwaltungsmodernisierung unterstützen kann. Dies berichtet das BMI auf seiner Infowebsite zur Verwaltungsdigitalisierung. Die Studie erforscht die Bedeutung und die Erfolgsfaktoren so genannter Communities of Practice (CoPs) innerhalb der öffentlichen Hand. Im Fokus stehen potenzielle Vorteile und Herausforderungen solcher Netzwerkstrukturen für die Verwaltungstransformation. Diese sind bislang nur unzureichend empirisch erfasst.

Die Studie kombiniert qualitative Interviews und eine quantitative Online-Umfrage. Die Interviewphase ist abgeschlossen, nun wurde die Umfrage für die breitere Verwaltungsöffentlichkeit gestartet. Diese soll dazu beitragen, ein vollständigeres Bild des Potenzials von Communities of Practice in der Verwaltung zu gewinnen. NExT lädt Verwaltungsmitarbeitende ein, an der Umfrage teilzunehmen. Diese läuft noch bis zum 31. Oktober.

Positive Effekte und verborgene Barrieren

Erste Ergebnisse aus den Interviews zeigen laut BMI, dass viele Verwaltungsmitarbeitende Vernetzungsaktivitäten in CoPs als wertvolle Ressource sehen. Ein wesentlicher Mehrwert besteht im regelmäßigen Wissens- und Erfahrungsaustausch, der über die einzelnen Behörden und Aufgabenbereiche hinausgeht. Bei der Anwendung neuer Methoden oder dem Austausch über komplexe Fragestellungen helfen CoPs auch dabei, voneinander zu lernen. So entfallen oft parallele Bearbeitungen, und übergreifende Erkenntnisse fördern eine effizientere Verwaltung.

Doch nicht alle Verwaltungsmitarbeitende profitieren von den Angeboten der CoPs. Häufig fehlen entsprechende organisatorische Freiräume, klare Regelungen zur Teilnahme sowie die Unterstützung durch Führungskräfte. Die Studie will auch auf die Problematik aufmerksam machen, dass ohne strukturelle Rückendeckung Vernetzung oft nur informell oder in der Freizeit stattfindet. Besonders das Fehlen einer Wissensaustausch fördernden Kultur innerhalb der Behörde steht als Hürde im Raum. Strukturelle Unterstützung ist für CoPs unerlässlich, um Wissenstransfer nachhaltig in der Verwaltung zu etablieren.



Stichwörter: Panorama, NExT, Studie, Vernetzung


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