HessenNeue Features für hessenWARN
Die Katastrophen-Warn-App hessenWARN – eine Weiterentwicklung der bundesweiten App KATWARN (wir berichteten) – hat ein Update erhalten. Wie das hessische Ministerium des Innern und für Sport mitteilt, kann die App ab sofort Autofahrer über die Freisprecheinrichtung warnen, wenn auf einer Strecke das Risiko für Wildwechsel steigt. Darüber hinaus steht eine Notruffunktion mit automatischer Positionsübermittlung als Widget zur Verfügung. Damit sollen Hilfemaßnahmen noch schneller und einfacher ausgelöst werden.
Der eingebundene Wildwarner nutzt laut Ministerium einen Algorithmus, um die Wildwechselgefahr auf bestimmten Strecken zu erkennen. Grundlage hierfür bilden unter anderem Ort, Tages- und Jahreszeit sowie anonymisierte Unfalldaten, Umweltdaten und Nutzereingaben von erfahrenen Autofahrern und Jägern über wuidi.com. Die neue hessenWARN-Funktion könne durch eine Bluetooth-Kopplung direkt über das Entertainment-System des Fahrzeuges ausgegeben werden. Es sei keine Bedienung des Smartphones notwendig, sodass eine Nutzung des Features während der Fahrt problemlos möglich ist. Der Wildwarner nutze während der Fahrt die GPS-Ortung, damit anhand der Fahrtstrecke auf gefährliche Situationen hingewiesen werden kann, die Wild verursachen könnte.
Notruf-Widget für den Startbildschirm
Für die Betriebssysteme iOS und Android kann mit dem hessenWARN-Update ein Widget der Notruffunktion auf dem Startbildschirm des Smartphones installiert werden, berichtet das Innenministerium weiter. Im Normalbetrieb nutze hessenWARN dafür den ungefähren aktuellen Standort, der akkuschonend über die Funkzelle ermittelt wird. Während eines abgesetzten Notrufs werde die genauere Standortübermittlung über alle zur Verfügung stehenden Ortungsdienste aktiviert und genutzt. So könne den Nutzenden bestmöglich geholfen werden. Um einen Notruf mit Positionsübermittlung abzusetzen, sei es nicht nicht nötig, die App zu öffnen. „Die Nutzung des Notrufs wird durch das Widget einfacher und schneller“, sagt Innenminister Peter Beuth. Sollte es zu einem ungewollten Verbindungsabbruch kommen, werden noch für weitere 30 Minuten Standortdaten des Telefons übertragen, um gegebenenfalls notwendige Rettungs- und Hilfemaßnahmen zu koordinieren. Die Übermittlung der Standortdaten können Nutzer der App jederzeit stoppen. Alle übermittelten Daten werden 30 Minuten später automatisch datenschutzkonform aus dem System gelöscht.
Zudem können Nutzer der App künftig aktuelle Standortdaten – also Geokoordinaten oder eine Anschrift – auch bundesweit abrufen, um Rettungsdiensten oder der Polizei den Standort mitzuteilen. Diese Funktion war laut Ministerium bislang auf Standortdaten in Hessen beschränkt.
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