GeraNeue Software für Flüchtlingsarbeit

In Gera optimiert eine neue Software die Flüchtlingsarbeit.
(Bildquelle: DO Diakonie Ostthüringen gem. GmbH)
Eine neue Erfassungssoftware für die soziale Beratung und Betreuung von geflüchteten Menschen haben jetzt der Migrationsdienst der Diakonie Thüringen in Gera und die Berufsakademie Gera präsentiert. Wie die Diakonie mitteilt, beschreitet der Migrationsdienst in Gera damit deutschlandweit neue Wege. Bislang erfolgten die Dokumentation der Einzelfälle und die sich daraus ergebenden Aufgaben nicht einheitlich. Mitarbeiter, die an unterschiedlichen Standorten mit den gleichen Flüchtlingen zu tun haben, konnten deshalb nicht auf alle bestehenden Daten und Informationen zugreifen. Die neue Lösung soll die Arbeit des Fachbereichs Migrationsdienst in Gera nun effektiver und transparenter machen. Um eine Unterstützung hat sich der Fachbereich beim Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds beworben. Vor einem halben Jahr sei das Projekt „Qualifizierung der Erstorientierung und Beratung für Asylsuchende in der Region Ostthüringen“, an dem neben Gera auch die Stadt Jena, der Saale-Holzlandkreis, Altenburg und der Landkreis Greizals beteiligt sind, genehmigt und für drei Jahre finanziert worden. Seither arbeiten die Sozialarbeiterinnen laut der Meldung eng mit Studenten der Berufsakademie Gera zusammen. Es sei herausgearbeitet worden, was gebraucht wird und dann eine webbasierte Software an die Belange angepasst worden. „Neben dem Familienstand, der Anzahl der Kinder, dem Alter aller Familienmitglieder, der Adresse sowie beruflichen und schulischen Qualifikationen, sind vor allem Daten wie Kontakte der Ärzte, bei denen sie hier in Behandlung sind, Steuernummer, Kundennummer beim Jobcenter und andere persönliche Daten, die die Zuordnung und Erfassung desjenigen betrifft, hier hinterlegt“, sagt Asylverfahrensberaterin und Projektmitarbeiterin Melanie Syrbe. „Bei dieser Software können sich alle unsere Mitarbeiter vernetzen, was die Integration oder Berufsberatung sehr vereinfacht. Auch soll die Software an Termine erinnern, sodass wir immer wissen, wann sich einzelne Flüchtlinge wo melden müssen.”
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