Donnerstag, 22. Oktober 2026

BürgerservicePortal bündelt sinnvoll

[15.01.2016] Es brummt im Bürgerportal der Stadt Düren. Katja Schmitz vom Sachgebiet Organisation und IT nennt die Gründe und stellt die Services vor.

In manchen Kommunen stockt die Weiterentwicklung der Online-Dienstleistungen, auch wegen der eher mäßigen Resonanz. Ganz anders in der Stadt Düren. Frau Schmitz, wie erklären Sie sich das?

Einkaufen über das Internet und mobile Endgeräte sind für die Bürgerinnen und Bürger längst selbstverständlich, der schnelle und einfache Service ohne Wartezeiten wird heute auch von einer Stadtverwaltung erwartet. Wir haben uns dieser Herausforderung gestellt und Online-Dienstleistungen geschaffen, die durch die Anbindung von E-Payment einen Gang zur Behörde unnötig machen. Mit gezielten Marketingmaßnahmen und Beratungen in den Serviceämtern hat die Verwaltung auf ihre Online-Angebote aufmerksam gemacht. Um die Personenstandsurkunden aus dem Standesamt ist sogar ein regelrechter Boom entstanden. Die Online-Quote liegt hier bei über 50 Prozent, Tendenz steigend.

Welche Services bietet die Stadt den Bürgern?

Zuerst wurden alle Dienstleistungen – Volkshochschulkurse buchen, Theaterkarten kaufen, Informationen aus dem Ratsinformationssystem abrufen – auf einer zentralen Seite der Homepage der Stadt Düren gebündelt. Seit der Einführung des Bürgerportals können Hunde zur Hundesteuer angemeldet, Abfallbehälter online be- oder abbestellt werden und der Bewohnerparkausweis medienbruchfrei – mit print@home-Funktion – beantragt werden. Die Plattform wurde gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister regio iT entwickelt. In den vergangenen zwei Jahren sind die Melde- und Aufenthaltsbescheinigung mit dem neuen Personalausweis (nPA), die Urkundenanforderungen aus dem Standesamt und die Einfache Melderegisterauskunft als neue Dienstleistungen in das Bürgerportal aufgenommen worden. Als Bezahlmöglichkeiten sind das Elektronische Lastschriftverfahren für Behörden (ELBe), PayPal und giropay implementiert. Gerade befindet sich das Projekt Formulare selbst entwickeln in der Abschlussphase.

„Es wird nur das umgesetzt, was einen Mehrwert bietet.“
Wie werden Sie die Angebotspalette erweitern?

Im Rahmen des Projekts Modellkommune E-Government möchte die Stadt eine Bezahlplattform einrichten, über die zukünftig alle Rechnungen und Bescheide beglichen werden können. Die Gewerbeanzeige und die Auskunft aus dem Gewerberegister werden zügig folgen. Ebenfalls in diesem Jahr wird ein Bürger-Terminal mit einem nPA-Lesegerät für Dienstleistungen mit Online-Ausweisfunktion aufgestellt. Little Bird soll zum Kindergartenjahr 2016/2017 eingeführt werden. Es wird einen interaktiven Rundgang mit Informationen zum Theater Düren geben und die Leistungen der Ticket-Software werden um Online-Buchungen für alle Plätze, um Angebote von print@home sowie um Gutscheine erweitert.

Wo sehen Sie die Online-Dienste der Stadt in zwei bis drei Jahren?

Ziel ist es, alle Dienstleistungen im Bürgerportal zu bündeln. Viele Behördengänge werden die Bürger dennoch weiterhin vor Ort erledigen. Denn es wird nur das online umgesetzt, was sowohl für die Bürgerinnen und Bürger, als auch für die Verwaltung, einen Mehrwert hat, was nicht für alle Dienstleistungen zutrifft.

Interview: Carola Adenauer, freie Journalistin in Rheda-Wiedenbrück.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: CMS | Portale
Hattersheim-App auf einem Smartphone vor einem Gebäude

Hattersheim am Main: App stärkt lokale Wirtschaft

[13.10.2026] Mit einer neuen App erweitert die Stadt Hattersheim am Main ihr digitales Angebot. Neben Informationen, Veranstaltungen und Verwaltungsservices steht insbesondere die lokale Wirtschaft im Fokus. Ein digitales Branchenbuch soll Geschäfte und Gastronomiebetriebe sichtbarer machen. mehr...

Ein älteres Paar sitzt auf einer Bank in einem herbstlichen Park, sie hält ein Tablet in der Hand

Kreis Potsdam-Mittelmark: Sozialplattform gestartet

[09.10.2026] Im Kreis Potsdam-Mittelmark können Bürgerinnen und Bürger seit Ende August 2026 zahlreiche Sozialleistungen vollständig online beantragen. Elf weitere Landkreise und kreisfreie Städte in Brandenburg bereiten die Einführung der Sozialplattform vor. mehr...

Advertorial: Erreicht Ihre Website wirklich alle Bürgerinnen und Bürger?

[06.10.2026] Ob Kita-Anmeldung, Abfallkalender oder Krisenhinweis: Viele Informationen auf kommunalen Websites erreichen Menschen mit wenig Deutschkenntnissen nicht. Conword Translate übersetzt komplette Webportale automatisiert und in Echtzeit in mehr als 100 Sprachen – DSGVO-konform und mit Hosting in Deutschland. mehr...

bericht

Besuchermanagement: Ungewissheiten beseitigen

[25.09.2026] Fortgeschrittene Aufrufsysteme schaffen mehr Transparenz über anfallende Wartezeiten und vermeiden so unnötigen Frust bei den Bürgerinnen und Bürgern. mehr...

Smart Country Convention: Lösungen für den Bürgerbesuch

[10.09.2026] Auf der Smart Country Convention präsentiert JCC Software Lösungen für Terminvereinbarung, Besuchersteuerung, Personalplanung und Zahlungsabwicklung. Kommunen sollen damit Bürgerbesuche durchgängig organisieren und ihre Beschäftigten bei der Bearbeitung entlasten können. mehr...

Gemeinde Jork: App für Verwaltungsinformationen und digitale Dienste eingeführt

[19.08.2026] Die Gemeinde Jork bündelt Verwaltungsinformationen und digitale Dienste in einer eigenen Smartphone-App. Grundlage ist die NOLIS | CityApp, die Inhalte direkt aus dem bestehenden Content Management System übernimmt und so den Bürgerservice auf einem weiteren Kanal verfügbar macht. mehr...

Mannheim: Hauptfeuerwache hat neues Einsatzleitsystem eingeführt

[17.08.2026] Auf der Mannheimer Hauptfeuerwache wurde das 26 Jahre alte Einsatzleitsystem der Integrierten Leitstelle durch eine neue Plattform ersetzt. Die 5,1 Millionen Euro teure Technik soll den laufenden Leitstellenbetrieb stabilisieren und neue Funktionen wie Echtzeit-Textnachrichten und KI-Übersetzungen ermöglichen. mehr...

TSA: Advantic erhält Zertifizierung für vier Schnittstellen

[10.08.2026] Advantic hat als erster Dienstleister die Zertifizierung für vier Schnittstellen der TSA-Infodienste erhalten. Dadurch können Kommunen Verwaltungsinformationen und Ortsrecht automatisiert auf ihren Websites bereitstellen und zentral aktuell halten. mehr...

Solingen: Umstellung auf SAP S/4HANA

[07.08.2026] Die Stadt Solingen hat ihre SAP-ERP-Landschaft auf SAP S/4HANA migriert. Die Brownfield-Umstellung zeigt, wie Kommunen bestehende Systeme modernisieren können, ohne bewährte Prozesse vollständig neu aufzubauen. mehr...

ITEBO: Neuer Alarmierungsdienst für Kommunalverwaltungen

[06.08.2026] ITEBO erweitert sein Angebot um einen Alarmierungsdienst für Kommunalverwaltungen. Die Lösung soll Beschäftigte und Krisenteams in Gefahrensituationen schneller erreichen und die Einsatzkoordination erleichtern. mehr...

Dreieckiges Baustellenschild mit schaufelndem Männchen aus der Untersicht aufgenommen.

Leverkusen: Baustellen in der Übersicht

[31.07.2026] Baustellen mit wesentlicher Verkehrsbedeutung im Leverkusener Stadtgebiet sind ab sofort im Baustelleninformationssystem Traffic Information Center (TIC) abrufbar. mehr...

Screenshot_Baden_Baden

Portale: Baden-Baden neu im Web

[25.06.2026] Die Stadt Baden-Baden hat ihre neue Website online gestellt. Im Mittelpunkt des Relaunchs stand der Bürgerservice. Dieser wird neben einem eigenen Serviceportal durch einen Chatbot und Mehrsprachigkeit unterstützt. mehr...

Screenshot_AMTSFUNK

AMTSFUNK: Digital zusammenarbeiten

[25.06.2026] Eine neue digitale Kollaborationsplattform für den öffentlichen Sektor namens AMTSFUNK soll den Austausch zwischen Verwaltung, Wissenschaft, GovTech-Szene und Wirtschaft stärken und Wissenssilos aufbrechen. mehr...

IÖR: Dashboard bereitet Kommunen auf Klimawandel vor

[16.06.2026] Ein neues Stadtklimadashboard bündelt erstmals zentrale Indikatoren zur Klimaanpassung deutscher Städte in einer Webanwendung. Das Werkzeug soll Kommunen bei der Vorbereitung auf Hitze, Trockenheit und Starkregen unterstützen und wird nun gemeinsam mit Anwendern aus der Praxis erprobt. mehr...

ITEBO: OpenR@thaus erlaubt Zustellfiktion

[10.06.2026] OpenR@thaus kann ab sofort elektronische Bescheide rechtssicher zustellen. Die Zustellfiktion wird über das BundID-Postfach abgesichert. Das eigene Postfachsystem ergänzt eine Zwei-Wege-Kommunikation und Statusanzeige sowie die Anbindung an das Sachbearbeitendenportal. mehr...