DortmundQuarantäne-App startet
Die Betreuung von Quarantäne-Patienten während der Corona-Krise bedeutet für Gesundheitsämter und ihre Mitarbeiter eine hohe zeitliche Belastung. Beispielsweise werden die betroffenen Personen regelmäßig angerufen, um ihren Gesundheitszustand zu erfragen, informiert das Dortmunder IT-Beratungsunternehmen Materna. Bei steigenden Fallzahlen sei dies mit dem vorhandenen Personal kaum mehr möglich. Deshalb habe die Materna-Gruppe jetzt die Quarantäne-App GESA – die GesundheitsStatus App für Gesundheitsämter – vorgestellt. Erstmals eingesetzt werde die App vom Gesundheitsamt der nordrhein-westfälischen Stadt Dortmund. Das Dortmunder Unternehmen stelle dem hiesigen Gesundheitsamt die Smartphone-App und die zugehörige Web-Applikation für die Verwaltung der Quarantäne-Patienten kostenfrei bereit.
Die Lösung für Gesundheitsämter bestehe aus zwei Komponenten: der eigentlichen Quarantäne-App namens GESA, die die betroffenen Patienten auf ihrem Smartphone installieren, sowie einer Web-Applikation, mit der die Mitarbeiter im Gesundheitsamt sämtliche Quarantäne-Fälle verwalten.
Selbstständig erfassen
Mit der Quarantäne-App GESA könnten Patienten täglich ihren aktuellen Status selbstständig erfassen und an das zuständige Gesundheitsamt melden. Das entlaste zum einen ganz massiv die Beschäftigten in den Gesundheitsämtern und zum anderen könnten die Patienten die wichtigen Daten jederzeit selbst eintragen und mithilfe der App übermitteln.
Betroffene Patienten erhalten laut Materna von ihrem zuständigen Gesundheitsamt eine Quarantäneverfügung und werden für die Nutzung der App freigeschaltet. GESA sei für die Smartphone-Betriebssysteme Android und kurzfristig für iOS (Apple), hier herausgegeben durch die Universität Siegen, dem Kooperationspartner von Materna, verfügbar. Die Patienten würden sich über eine eindeutige ID und eine PIN identifizieren. Ein intuitiver Fragebogen erfasse strukturiert und automatisiert den aktuellen Gesundheitsstatus der Patienten, wie zum Beispiel die Körpertemperatur, eventuelle Atemprobleme oder Geschmacksverlust als Leitsymptome. Zusätzlich soll der Quarantäne-Ticker dem Nutzer den aktuellen Status der Corona-Verbreitung in seiner Region liefern. Hierzu würden zukünftig Nachrichten der WarnApp NINA des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eingebunden. „Da Materna auch die WarnApp NINA entwickelt hat, war es naheliegend, dass wir auch eine Quelle für gesicherte Informationen zum Corona-Status einbinden wollen“, berichtet Rainer Feinen, Abteilungsleiter Healthcare bei Materna. Die App sei zudem mehrsprachig angelegt und auch die Nutzung von leichter Sprache sei möglich, teilt der IT-Dienstleister mit.
Anonymisierte Datenübertragung
Die Mitarbeiter im Gesundheitsamt sollen mit der Web-Applikation (Q-Web) arbeiten, in der alle in Quarantäne befindlichen Patienten erfasst seien. Die Datenübertragung vom Smartphone der Patienten erfolge anonymisiert und verschlüsselt über eine ID in die IT-Systeme des Gesundheitsamts. Auf diese Weise erhalte das Gesundheitsamt täglich die Daten zum Gesundheitsstatus des jeweiligen Quarantänefalles. Über entsprechende Darstellungen könne das Gesundheitsamt sich damit auf die „kritischen“ Fälle fokussieren und diese einfacher nachverfolgen. Zudem seien die zuvor auf Papierbasis erfassten Fragebögen digitalisiert worden und stünden jetzt den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes in elektronischer Form zur Verfügung. Die technische Umsetzung der Quarantäne-Verwaltung orientiere sich strikt an den Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Datenhoheit liege ausschließlich bei den Gesundheitsämtern. Die Web-Applikation lasse sich außerdem pro Gesundheitsamt individuell anpassen.
„Bei der Entwicklung haben wir uns eng mit dem hiesigen Gesundheitsamts abgestimmt. Schnell war uns klar, dass wir in der aktuellen Situation auch hier unseren Beitrag zum Wohl der Stadt und der Gemeinschaft leisten wollen“, erklärt Martin Wibbe, Vorstandsvorsitzender und CEO des Dortmunder Traditionsunternehmens.
Erfurt: Hilfe per Knopfdruck
[17.03.2026] Für viele Menschen gehören Stadtfeste und Märkte zum urbanen Lebensgefühl. Um diese sicherer zu machen, hat die Stadt Erfurt nun mit dem Anbieter der Sicherheits-App SafeNow einen Rahmenvertrag unterzeichnet. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Kommunen melden ihre Baustellen digital
[13.03.2026] Werden Baustellen an der öffentlichen Infrastruktur überregional erfasst, können Terminkollisionen und Potenziale zur Bündelung leichter erkannt werden. In Nordrhein-Westfalen sollen Kommunen nun gesetzlich zur Meldung in einem zentralen digitalen Portal verpflichtet werden. mehr...
OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht
[06.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...
Bremen: Schub für die Verwaltungsdigitalisierung
[03.03.2026] Performa Nord, ein Verwaltungsdienstleister der Freien Hansestadt Bremen, erhält aus dem Investitionssofortprogramm des Landes rund vier Millionen Euro. 2026 und 2027 sollen Terminmanagement, Heil- und Dienstunfallfürsorge sowie die IT-Ausstattung der Einrichtung digitalisiert und modernisiert werden. mehr...
Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen
[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...
Föhr-Amrum: Digitale Lösungen für die Zukunft der Inseln
[18.02.2026] Im Rahmen der Föhr-Amrumer Zukunftsimpulse hat das Amt Föhr-Amrum den Island Future Award initiiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die Inseln und Küstenregionen durch praxistaugliche Digitalisierung konkret stärken. mehr...
NExT-Netzwerk: Arbeit neu strukturiert
[17.02.2026] Mit einer neuen strategischen Struktur richtet der Verein NExT seine Arbeit zur Verwaltungstransformation neu aus: Künftig sollen Austausch, Analyse und politische Einordnung enger verzahnt werden. Ein Relaunch der Website macht diesen Anspruch auch nach außen sichtbar. mehr...
Schleswig-Holstein: Unterstützung für kommunale Bauleitplanung
[05.02.2026] Schleswig-Holstein will Bauleitpläne künftig mit dem Standard XPlanung und einer zentralen Bereitstellungsplattform landeseinheitlich digital verfügbar machen. Das Land unterstützt Kommunen bei der Umwandlung bestehender Pläne. mehr...
ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis
[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...
Vitako: Die Verwaltung der Zukunft im Podcast
[16.01.2026] Orientierung schaffen, Debatten anstoßen und zeigen, wie öffentliche IT den digitalen Staat mitgestaltet – das will der neue Podcast von Vitako, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. mehr...
KDO: IT-Wissen praxisnah vermittelt
[14.01.2026] Die KDO-Akademie vermittelt IT-Kompetenz: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200 Schulungen durchgeführt. Nun entwickelt sich das Angebot weiter. In verschiedenen Formaten wird neben Know-how zu konkreten IT-Lösungen auch Wissen zu übergreifenden Themen vermittelt. mehr...
Köln: Erster IT-Planungsprozess
[22.12.2025] Um die IT- und Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung schneller bewerten und priorisieren zu können, hat Köln erstmals einen gesamtstädtischen IT-Planungsprozess umgesetzt. Er orientiert sich an Industriestandards für die IT-Planung in Unternehmen und sorgt für einen optimalen Ressourceneinsatz sowie eine nachhaltig gesteuerte digitale Transformation. mehr...
Aachen: Straßenbäume exakt dokumentiert
[19.12.2025] In Aachen wurden in den vergangenen Jahren alle Stadtbäume mit Stamm- und Zustandsdaten in ein Kataster eingepflegt. Das soll der Stadtverwaltung künftig alle Prozesse rund um Baumkontrolle und -pflege erleichtern. mehr...
Cuxhaven: Schnell informiert im Notfall
[19.12.2025] Seit 2005 informiert die Stadt Cuxhaven ihre Bürgerinnen und Bürger über regionale Gefahrenlagen oder Schadensereignisse per App. Nun erhielt die mobile Anwendung ein umfassendes Update. mehr...
Fraunhofer FOKUS: Zwischen Medienbrüchen und Bürokratiearbeit
[03.12.2025] Was macht einen Verwaltungsprozess wahrhaft nutzerfreundlich? Dieser Frage geht – anhand des Wohngeldantrags – eine Studie von Fraunhofer FOKUS nach. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, ein handlungsleitendes Gesamtbild der Verwaltungsmodernisierung zu entwickeln. mehr...























