Samstag, 17. Oktober 2026

krz/GKD PaderbornRechnen im gemeinsamen Zweckverband

[28.06.2017] Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) und die Gemeinschaft für Kommunikationstechnik, Informations- und Datenverarbeitung (GKD) Paderborn wollen einen gemeinsamen Zweckverband gründen. Unter dem Dach der Ostwestfalen-Lippe-IT sollen Daten künftig gemeinsam verarbeitet werden.

Eine technische Zusammenarbeit planen das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) und die Gemeinschaft für Kommunikationstechnik, Informations- und Datenverarbeitung (GKD) Paderborn. Wie die Neue Westfälische Zeitung berichtet, will die GKD Paderborn ab dem kommenden Jahr ihr eigenes Rechenzentrum aufgeben und ihre Daten stattdessen im Rechenzentrum des krz in Lemgo verarbeiten lassen. Dazu soll ein gemeinsamer Zweckverband namens Ostwestfalen-Lippe-IT gebildet werden. Dazu wird nach Angaben des krz nun die Zustimmung der einzelnen Mitglieder der Zweckverbände eingeholt: Dazu gehören seitens der GKD die Kreise Paderborn und Höxter, sämtliche Kommunen im Kreis Paderborn sowie drei Städte im Kreis Höxter und vier Städte im Kreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Der Kreis Minden-Lübbecke als Verbandsmitglied des krz habe dem Vorhaben bereits zugestimmt.
Hintergrund der technischen Fusion sei die geplante Aufgabe des Technischen Rathauses in Paderborn zugunsten eines Umzugs in die neue Stadtverwaltung. Ein Neubau unter Berücksichtigung höherer Anforderungen an Verfügbarkeit und IT-Sicherheit werde wesentlich teurer als die Zusammenarbeit. Berechnungen hätten ergeben, dass ein neues Rechenzentrum in Paderborn mit 15,78 Million Euro jährlich zu Buche schlage, das sei eine Million Euro pro Jahr mehr als jetzt. Um die technische Fusion realisieren zu können, müssten nun in den nächsten beiden Jahren zunächst 455.000 Euro für zwei unabhängig voneinander verlaufende, doppelt ausgelegte Glasfaserleitungen nach Lemgo investiert werden, so der GKD-Zweckverbandsvorsteher und Erste Beigeordnete der Stadt Paderborn, Carsten Venherm. Die im Rechenzentrum der GKD beschäftigten Mitarbeiter sollen laut dem IT-Dienstleister dem neuen Zweckverband zur Verfügung gestellt werden und zum Beispiel über Fernwartung von Paderborn aus auf den IT-Systemen in Lemgo arbeiten.
Die GKD Paderborn hat aktuell 86 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 13,5 Millionen Euro. Wie sich die Zusammenarbeit auf die Mitarbeiterzahlen auswirkt, muss sich nach Angaben des IT-Dienstleisters zeigen. Carsten Venherm: „Es ist vorgesehen, gemeinsame Kompetenz-Teams zu bilden und noch tiefergehendes Know-how aufzubauen und damit Vertretungsregelungen zu optimieren. Gleichzeitig wird durch Synergien die Möglichkeit geschaffen, Mitarbeiter in neuen Aufgabenfeldern einzusetzen.“





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