Montag, 27. Juli 2026

LandschaftsplanungSchlechte Daten behindern GIS

[25.10.2005] Dem effektiven Einsatz von Geo-Informationssystemen bei der Landschaftsplanung stehen mangelhaftes Daten-Management und schlechte Datenqualität entgegen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Universität Oldenburg. Der Bundesverband beruflicher Naturschutz hat deshalb in einem Positionspapier Anforderungen an den GIS-Einsatz definiert.

Eine aktuelle bundesweite Umfrage des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg bei den Trägern der Landschaftsplanung zeigt die wachsende Bedeutung des Einsatzes Geografischer Informationssysteme (GIS) bei der Erstellung landschaftsökologischer Pläne und Gutachten. Mehr als 60 Prozent der aktuellen Landschaftspläne, landschaftspflegerischen Begleitpläne und Umweltverträglichkeitsstudien werden inzwischen mit der Unterstützung von GIS erstellt. Zugleich sind die Defizite der Landschaftsplanung in diesem technisch dominierten Bereich unübersehbar. Mangelhaftes Daten-Management, fehlende Datenbeschreibungen, schlechte Datenqualität, ungeklärte Nutzungs- und Eigentumsrechte an Daten, fehlendes Know-how der Fachdienststellen, methodische Unsicherheiten und Unklarheiten bei der angemessenen Honorierung GIS-basierter Zusatzleistungen sind einige der maßgeblichen Ursachen, die einen effektiveren GIS-Einsatz in der Landschaftsplanung behindern. Der Arbeitskreis Landschaftsplanung des Bundesverbands beruflicher Naturschutz e.V. (BBN) äußert sich deshalb mit einem Positionspapier zu den dringendsten Fragen und definiert Anforderungen an den GIS-Einsatz in der Landschaftsplanung. Das Papier richtet sich an Fachbehörden, Planungsbüros, Kommunen und die Hersteller von GIS-Software.





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