Mittwoch, 13. Mai 2026

HamburgSpitzenreiter bei der Digitalpakt-Umsetzung

[19.08.2020] Hamburg hat als erstes Bundesland die zur Verfügung stehenden Mittel aus dem DigitalPakt II vollständig investiert – vorrangig in digitale Endgeräte für Schulen. Auch Infrastruktur und Fortbildung treibt die Freie und Hansestadt voran.
Hamburgs Schulsenator Ties Rabe empfängt digitale Endgeräte für eine Schule

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe empfängt digitale Endgeräte für eine Schule, finanziert aus den Fördergeldern des DigitalPakt II.

(Bildquelle: BSB / Joana Loidl)

Als erstes und bisher einziges Bundesland hat Hamburg die von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Gelder des DigitalPakts II vollständig investiert. Das berichtete jetzt der Hamburger Schulsenator Ties Rabe anlässlich der Lieferung einer Charge von iPads an eine Hamburger Schule. Bis spätestens Anfang September sollen den Schulen der Freien und Hansestadt insgesamt 39.000 neue Tablets und Laptops zur Verfügung stehen, mehr als 28.000 Neugeräte sind bereits ausgeliefert worden, erklärte Rabe.

Fit für Hybrid- und Fernunterricht

Neben den 39.000 neuen Geräten, die nach einer europaweiten Ausschreibung für die allgemeinbildenden Schulen bestellt worden waren, haben Hamburgs Schulen bereits rund 11.000 Tablets und Notebooks im Bestand, davon 3.000 aus den Digitalpaktmitteln 2019. Es sind somit insgesamt über 50.000 digitale Endgeräte verfügbar, heißt es vonseiten der Behörde für Schule und Berufsbildung. Damit verfügen Hamburgs Schulen über mobile Geräte für jeden vierten Schüler und aktuell über die beste Ausstattung aller Bundesländer. Dazu kommen Desktops für stationäres Arbeiten. Die Laptops und Tablets sollen über die Schulen mit der nötigen einheitlichen Software ausgestattet, verliehen und gewartet werden. So will sich die Freie und Hansestadt auch für den Fall erneuter Schulschließungen rüsten. Die Geräte sollen nun intensiv eingesetzt werden, damit die Bildungseinrichtungen, wenn nötig, „zügig auf digitalisierten Fernunterricht umstellen können“, so Rabe. Dafür sollen die Schulen die Geräte jenen Schülern zur Verfügung stellen, die zu Hause über keine eigenen Geräte verfügen.

Infrastruktur und Fortbildung

Die Digitalisierung des Lernens und des Unterrichts wird in Hamburg ebenso in anderen Bereichen vorangetrieben, teilt die Behörde für Schule und Berufsbildung mit. Die Schulen seien bereits an das Glasfasernetz angeschlossen, derzeit werden die Unterrichtsräume mit digitalen Tafeln und WLAN ausgestattet. Digitale Fortbildungen, Lehrer-Newsletter und andere Unterstützung für die Lehrkräfte ergänzen das Angebot. Dazu zählt auch das zentrale Lern-Management-System LMS Lernen Hamburg, das von allen Schulen eingesetzt werden könne. Zudem stellen Experten im Rahmen der digitalen Lernplattform Digital Learning Lab den Hamburger Lehrkräften digitale Unterrichtsbeispiele zur Verfügung. Darüber hinaus will das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) sein Unterstützungsangebot zur Nutzung digitaler Medien für die Schul- und Unterrichtsentwicklung ausweiten.





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