SüßenTheorie und Praxis

Alexander Starke
(Bildquelle: Stadt Süßen)
Herr Starke, was hat Sie motiviert, sich zum Digitallotsen weiterzubilden?
Zunächst interessiert mich das Thema Digitalisierung mit all seinen Facetten persönlich. Dazu kommt, dass ich gemeinsam mit einem Kollegen das Qualifizierungsprogramm besucht habe, um mehr Know-how zu erhalten. Um ehrlich zu sein, wussten wir ja nicht wirklich, was während der dreitägigen Basisqualifizierung auf uns zukommt.
Was hat Ihnen das Schulungsprogramm konkret gebracht?
Wir haben Einsicht in verschiedene Vorgehensweisen und Methoden für die digitale Transformation von Verwaltungsprozessen erhalten. Außerdem lernten wir einige Best-Practice-Beispiele kennen sowie Fördermöglichkeiten und Maßnahmen des Landes Baden-Württemberg sowie von Partnerinstitutionen. Ein konkreter Mehrwert der Qualifizierung zum Digitallotsen lässt sich momentan nur bedingt erkennen, weil die vermittelten Kenntnisse und Methoden sehr theoretisch waren. Wirklich praxisnahe Handlungsempfehlungen vermisse ich derzeit noch.
Wie konnten Sie das Gelernte in der Praxis umsetzen?
Konkret konnte ich erlernte Projekt-Management-Methoden bei der Umstellung eines Software-Programms einsetzen.
Was sind die Hindernisse bei der digitalen Qualifizierung der Mitarbeiter?
Hindernisse sind aus meiner Sicht fehlende bundes- und landesweite Standards, um flächenübergreifende Lösungen entwickeln zu können. Außerdem wird momentan das Thema Digitalisierung häufig noch als Projekt betrachtet, welches zusätzlich zum Tagesgeschäft angegangen werden sollte. Die fehlenden oder nicht ausreichend vorhandenen Ressourcen, also Zeit, Geld und Know-how, führen dann dazu, dass Verwaltungen sich nicht intensiv genug mit der Digitalisierung auseinandersetzen können.
Welche Pläne verfolgt die Stadt Süßen bei der Digitalisierung?
Die Stadt Süßen agiert mit der Herangehensweise „kluges Abwarten“. Aktuell sind unsere Ressourcen beim Thema Digitalisierung beschränkt, dadurch können wir kein Vorreiter für Leuchtturmprojekte sein. Dennoch halten wir Augen und Ohren offen und prüfen konkret und kritisch die Kosten und Nutzen einer möglichen Digitalisierungsmaßnahme. Im Rahmen unserer Möglichkeiten befassen wir uns mit der Digitalisierung. Bisher erreicht wurden Optimierungen mancher interner Verwaltungsabläufe durch elektronische Bereitstellung und Bearbeitung.
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe Januar 2020 von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
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