Montag, 27. April 2026

LearntecTransformation pauken

[27.04.2026] Vom 5. bis 7. Mai steht auf der Kongressmesse für digitale Bildung, Learntec, in Karlsruhe die digitale Transformation im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem pädagogisch gestützten Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz.

Ring, Ring Goes the Bell: Das Unterhaltungsprogramm der Messe bietet Rock ’n’ Roll.

(Bildquelle: Jannik Hammes Fotografie/Learntec)

Die digitale Transformation von Schulen ist eine der zentralen bildungspolitischen Aufgaben der kommenden Jahre – und sie beinhaltet mehr als die bloße Ausstattung mit digitalen Endgeräten. Eine wichtige Orientierungsplattform innerhalb dieses Transformationsprozesses ist die Learntec, die vom 5. bis 7. Mai 2026 in Karlsruhe stattfindet. Als Fachmesse mit Kongress für digitale Bildung bringt sie Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Schulen, Verwaltung, Politik und Bildungswirtschaft zusammen.

Ergänzt wird das Messegeschehen durch die Verleihung des delina Awards 2026, mit dem herausragende Projekte der digitalen Bildung ausgezeichnet werden. Mehr als 100 Einreichungen unterstreichen die hohe Innovationsdynamik der Branche. Die Preisverleihung findet am 7. Mai im Rahmen der Messe statt und rückt insbesondere praxisnahe und skalierbare Bildungsinnovationen in den Fokus.

KI muss pädagogisch begleitet werden

Das Programm der Learntec orientiert sich an den aktuellen wissenschaftlichen und politischen Fragen im Bildungsbereich. Hierzu zählt insbesondere das Thema generative Künstliche Intelligenz. Der jüngste OECD-Bericht „Digital Education Outlook 2026“ kommt zu dem Schluss, dass solche Anwendungen zwar großes Potenzial für personalisiertes Lernen, qualitativ hochwertiges Feedback und effizientere Bildungsprozesse bergen. Besonders wirksam sei generative Künstlicher Intelligenz (KI) allerdings nur, wenn sie pädagogisch eingebettet werde und dabei den Menschen nicht ersetze, sondern unterstütze.

Wie die alle fünf Jahre durchgeführte ICILS-Studie zu den Digitalkompetenzen von Achtklässlern zeigt, hat die schulische Digitalisierung hierzulande noch deutlich Luft nach oben. Im internationalen Vergleich bewegt sich Deutschland dort im Mittelfeld. In der Studie zeigen sich deutliche Kompetenzunterschiede innerhalb der Schülerschaft. Praktiker sind sich einig, dass nicht einzelne Tools dabei helfen, diese Kluft zu überwinden. Entscheidend sind vielmehr kohärente Schulentwicklungsprozesse, kontinuierliche Fortbildungen und eine verlässliche Finanzierung. Diesem Ansatz folgt auch die Neuauflage des DigitalPakts Schule. In dessen Fokus stehen künftig nicht nur Infrastrukturmaßnahmen wie Netzwerke, Präsentationstechnik oder mobile Endgeräte, sondern ausdrücklich auch Qualifizierungsprogramme für Lehrkräfte, strategische Medienentwicklungspläne und Konzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen. Auch die für den delina nominierten Projekte greifen diese Aspekte auf: Sie reichen von KI-gestützten Lernassistenten über gamifizierte Anwendungen bis hin zu Augmented- und Virtual-Reality-Szenarien. Gemeinsam ist ihnen das Ziel, Lernen nachhaltiger, individueller und praxisnäher zu gestalten.

Schwerpunkte des Kongressprogramms

Das Kongressprogramm der Learntec bietet Gelegenheit, den pädagogisch gestützten Einsatz digitaler Technologien zu diskutieren. Im Zentrum steht dabei das Thema Künstliche Intelligenz. Zu den Keynote Speakerinnen und Speakern des Programms school@LEARNTEC gehören Professorin Uta Hauck-Thum, LMU München, mit ihrem Vortrag „RobotErzählen – KI als Element einer erzählfreundlichen Lernumgebung in der Grundschule“ sowie Professor Martin Schäfer, PH Bern, zum Thema „Von der Zumutung zur Ermutigung: Wie eine Pädagogische Hochschule den Umgang mit KI lernt.“ Professor Sven Schimpf, HS Pforzheim und Fraunhofer-Verbund Innovationsforschung, stellt die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine als Grundlage zukünftiger Innovationsprozesse vor.

Weitere Themen sind KI-basierte Systeme als Grundlage für individualisierte Lernpfade und automatisiertes Feedback, Datensouveränität sowie ethische Verantwortung bei der Nutzung von KI. Darüber hinaus erwarten die Fachbesucherinnen und -besucher praxisorientierte Einblicke in Virtual und Augmented Reality im Fachunterricht, hybride Lernsettings, digitale Prüfungsformate, Schul-Cloud-Lösungen sowie Konzepte zur Förderung demokratischer Kompetenzen im digitalen Raum. Auch die Rolle der Schulleitung als Motor der Transformation wird beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf Organisationsentwicklung und Personalführung.

Vertretene Unternehmen

Unter den Ausstellenden finden sich Unternehmen wie IServ, KROmedia, VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Linux Technology und Allknow. Ihr Angebot reicht von Lernmanagementsystemen und sicheren Kommunikationslösungen über ganzheitliche IT-Infrastrukturen bis hin zu innovativen Raumkonzepten für moderne Lernumgebungen. Dabei spielen Aspekte wie Ergonomie, Flexibilität und digitale Anschlussfähigkeit eine ebenso große Rolle wie Datenschutz und IT-Sicherheit. Ergänzend informieren das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg sowie das Kultusministerium über aktuelle Initiativen, Förderprogramme und strategische Leitlinien. Damit wird die Messe zugleich zu einem Ort politischer Einordnung und praktischer Umsetzung.

Ein besonderes Merkmal ist der hohe Praxisbezug der Messe. In der Maker’s Area powered by mobile.schule können Besuchende Anwendungen testen, Unterrichtsszenarien simulieren und sich mit Kolleginnen und Kollegen austauschen. Das Forum Bildung Digitalisierung bietet Hintergrundmaterialien, Studien und Beratungsangebote rund um die strategische Schulentwicklung. Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Bundesländern verdeutlichen, wie Transformationsprozesse konkret gestaltet werden können – von der Entwicklung eines Mediencurriculums über Changemanagement-Strukturen bis hin zur Evaluation digitaler Maßnahmen. Die Verbindung von Messe, Kongress und Preisverleihung macht die Learntec damit nicht nur zu einem Schaufenster technologischer Entwicklungen, sondern auch zu einem Gradmesser für die Innovationsfähigkeit der gesamten Bildungsbranche.

Interaktive Formate

Die Messe bietet zudem interaktive Formate, die den Dialog stärken. Nach ausgewählten Vorträgen haben Teilnehmende die Möglichkeit, im Rahmen von Meet-the-Speaker-Sessions Fragen zu stellen und individuelle Herausforderungen zu diskutieren. Täglich angebotene Guided Tours führen strukturiert durch den Bereich school@LEARNTEC und geben einen kompakten Marktüberblick. Zusätzlich stehen über die Messe-App themenspezifische Self Guided Tours zur Verfügung, die Hintergrundinformationen zu ausgewählten Anbietern liefern. Diese Kombination aus kuratiertem Überblick und individueller Vertiefung unterstützt eine effiziente Besuchsplanung.

Über den QR-Code erhalten Sie ein Gratisticket.

Katrin Wagner ist Senior PR Manager bei der Learntec und der New Work Evolution.




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