GeodatenTrends in der GIS-Branche
Ob Stadtentwicklung, demografischer Wandel oder Energiewende – komplexe gesellschaftliche Fragen können nur mit genauen und gut aufbereiteten Geo-Informationen und -Services bewältigt werden. Diese Auffassung vertraten Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft bei einem Roundtable-Gespräch, zu dem der Ausrichter der Fachmesse Intergeo geladen hatte. Vier Trendthemen identifizierte die Runde für die Branche, die auch bei der im Oktober stattfindenden Intergeo die Schwerpunkte bilden werden: neue Services, die auf Geodaten beruhen; Open Data und neue Anwendungen auf Grundlage dieser Daten; 3D-Modelle und ihre Bedeutung für die Städteplanung sowie die Energiewende; die Rolle von Geodaten für die Smart City.
Längst sind es nicht mehr nur Fachleute, die Geo-Informationen selbstverständlich nutzen. Apps hätten den Markt geöffnet, betonte Eva Klien von der Abteilung Geo-Informationsmanagement beim Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung. Mobile Datennutzung würde heute auch von Endnutzern ganz selbstverständlich eingesetzt. „Deshalb kommt es mehr denn je darauf an, jeder Nutzergruppe die Daten im passenden Format zu bieten“, sagte Ralph Humberg, Director Software Business beim Hersteller Trimble. Und Gert Buziek von ESRI Deutschland ergänzte: „Wir brauchen Datenplattformen, mit denen wir alle Endgeräte versorgen können.“ Von großem Interesse für die Gesellschaft sei die Integration von Daten aus verschiedensten Bereichen, erklärte Athina Trakas vom Open Geospatial Consortium. So könnten völlig neue Informationen von gesellschaftlicher Relevanz entstehen.
Große Chancen sehen die Experten dabei in europaweiten Open-Data-Initiativen. Werden diese öffentlichen Daten intelligent aufbereitet, könnten wertvolle, neue Erkenntnisse gewonnen werden. Mit dem Nutzen dieser Informationen steige auch die Bereitschaft für Dienste, die aus solchen Daten gewonnen werden, zu bezahlen. Weniger entscheidend sei dagegen, ob die öffentlichen Daten kostenfrei zu Verfügung gestellt werden.
Die Intergeo lockt jährlich rund 16.000 Fachbesucher an, in diesem Jahr findet die Messe vom 8. bis 10. Oktober in Essen statt.
GeoIT Days: Potenzial von KI für Geodaten
[15.06.2026] Künstliche Intelligenz erweitert die Möglichkeiten von Geo-Informationssystemen und Digitalen Zwillingen für Infrastruktur, Verwaltung und Energiewende. Auf den GeoIT Days in Münster diskutieren Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, welche Folgen diese Entwicklung für Planung und Entscheidungsprozesse hat. mehr...
Köln: Kamera-Autos unterwegs
[05.06.2026] Im Stadtgebiet Köln sind bis Anfang August Kamera-Autos unterwegs, um hochauflösende und georeferenzierte 3D-Panoramabilder aufzunehmen. Diese helfen der Verwaltung unter anderem in Planungsfragen. mehr...
Klimaanpassung: Routing für schattige Wege
[03.06.2026] Auf schattigem Weg ans Ziel: Das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology stellt eine Anwendung für hitzemeidendes Fußgänger-Routing in vielen deutschen Städten vor. Nun sucht das Institut Partnerstädte, die das Projekt mit eigenen Daten weiterentwickeln. mehr...
Aachen: Baumdaten im Geoportal
[01.06.2026] Über die Bäume in Aachen können sich die Bürgerinnen und Bürger jetzt im Geoportal der Stadt umfänglich informieren. Dafür wurden Daten aus dem städtischen Baumkataster aufbereitet. mehr...
Karlsruhe: Kühle Orte für heiße Tage
[29.05.2026] Die Stadt Karlsruhe hat ihren digitalen Stadtplan für heiße Tage ausgebaut: Dort sind nun auch aktuelle Daten von mehr als 100 lokalen Wettersensoren zu finden. mehr...
Bonn: Lehrpfad als digitales Erlebnis
[22.05.2026] Die Stadt Bonn will den geologischen Lehr- und Wanderpfad in den Stadtbezirken Bad Godesberg und Bonn künftig als erweitertes digitales Informationsangebot fortführen. mehr...
Schwerin: Geoportal erneuert
[20.05.2026] Ihr Geoportal hat die Stadt Schwerin technisch komplett erneuert und auf das Open-Source-System Masterportal 3.0 umgestellt. Die Plattform bündelt Geodaten von Bebauungsplänen bis zu Luftbildern und soll Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern schnelleren mobilen Zugriff auf raumbezogene Informationen bieten. mehr...
GIS: RIWA integriert KI-gestützte Suche
[20.05.2026] Kommunale Geodaten per natürlicher Sprache durchsuchen – ohne komplexe GIS-Abfragen oder spezielles Fachwissen: Mit RIWANEXIS stellt RIWA eine neue KI-Lösung vor, die den Zugang zu kommunalen Geo-Informationssystemen grundlegend vereinfacht. mehr...
Lübeck: Denkmäler interaktiv erleben
[15.05.2026] Eine neue interaktive Denkmalkarte eröffnet neue Perspektiven auf Lübecks Baukultur. Dabei rücken neben weltbekannten Wahrzeichen auch Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. mehr...
Berlin: Hochwasser im Blick
[13.05.2026] Zu Beginn der Starkregenzeit startet in Berlin jetzt ein neues digitales Informationstool zum Umgang mit Starkregen und Flusshochwasser. Es zeigt adressgenau, ob Orte potenziell betroffen sind. mehr...
RIWA/RealityMaps: Mehr Datentiefe für Planung und Klima
[07.05.2026] Der GIS-Anbieter RIWA und der Geodatenspezialist RealityMaps kooperieren, um hochauflösende 3D-Geodaten und KI-Analysen stärker in kommunale Fachverfahren zu bringen. Spezielle Befliegungen liefern eine umfassende Datengrundlage für kommunale Prozesse und Entscheidungen. mehr...
Augsburg: Straßenraum in 3D
[07.04.2026] Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen. mehr...
Mainz: WebGIS wird modernisiert
[26.03.2026] Die Stadt Mainz hat jetzt den Startschuss für die grundlegende Modernisierung ihrer Geodatenplattform gegeben. Mit dem Projekt wird das bestehende WebGIS an aktuelle technische Anforderungen angepasst. mehr...
Hanau: Sozial-Dashboard zum Arbeitsmarkt
[13.03.2026] Mit einem Sozial-Dashboard will die Stadt Hanau ihre Arbeitsmarktpolitik künftig datenbasiert und zielgerichtet steuern. Das Analysewerkzeug basiert auf einem Geo-Informationssystem (GIS) und erlaubt eine kleinräumige Auswertung. mehr...
Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Zwilling vorgestellt
[10.03.2026] Auf dem Smart City Summit Niederrhein hat der Rhein-Kreis Neuss seinen Digitalen Zwilling präsentiert. Die Besonderheit: Im Rahmen des interkommunalen Projekts arbeitet der Kreis gemeinsam mit den angehörigen Kommunen an einem digitalen, dreidimensionalen Abbild der realen Welt. mehr...



















