eXPO22Wissensdurst gestillt

Die eXPO22 fand im Congress Park Hanau statt.
(Bildquelle: K21 media GmbH)
Nach zweijähriger Corona-Pause begrüßte der hessische IT-Dienstleister ekom21 seine Mitglieder und Kunden vergangene Woche (1. Juni 2022) wieder zu einer Präsenz-Hausmesse. Das diesjährige Motto „Smart. Digital. Kommunal.“ sollte auf die großen Herausforderungen für Städte, Gemeinden und Kreise verweisen, wie Smart City/Smart Region, Digitalisierung und Modernisierung der Kommunalverwaltungen.
„Endlich wieder live“, atmete ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke bei seiner Eröffnungsrede hörbar auf. Nach zwei Jahren ohne Hausmesse vor Ort seien alle wissbegierig. ekom21 habe einen überwältigen Zuspruch auf die eXPO22 erhalten, berichtete Huke. Bereits eine Woche vor dem offiziellen Anmeldestopp musste das Online-Portal geschlossen werden. Mehr als 920 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte ekom21 auf der Veranstaltung, mehr konnten aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen werden.
Digitalisierung ist elementar für die Verwaltung
Bertram Huke, der sich Ende des Jahres in den Ruhestand verabschiedet, sagte: „Die Corona-Pandemie hat den Kommunen gezeigt, dass die Digitalisierung elementar ist für das Funktionieren der Verwaltung.“ Er appellierte an den Ehrgeiz der Kommunen alle Online-Dienste, die gemäß dem Onlinezugangsgesetz (OZG) verfügbar sind, auch einzuführen. Hessen müsse sich bei der OZG-Umsetzung nicht verstecken, viele Services seien verfügbar. „Beim OZG sind wir auf der letzten Meile eines Marathonlaufs. Lassen Sie sich nicht entmutigen, schließen Sie sich zusammen und setzen Sie OZG-Dienste gemeinsam um“, rief Huke den Vertretern aus den Kommunen zu.
Das Thema OZG griff auch der zweite Redner auf. Staatssekretär Patrick Burghardt, der Chief Information Officer des Landes Hessen, erkärte, dass das Bundesland bei der Umsetzung der Vorgaben weit vorn liege: „In Hessen ist wirklich fast alles grün“, so der CIO mit Blick auf das OZG-Dashboard des Bundesinnenministeriums. Dieser Erfolg sei der engen Zusammenarbeit von Land, Kommunen, der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung und ekom21 geschuldet. ekom21 als kommunaler IT-Dienstleister habe dafür gesorgt, dass über die Bügerserviceplattform civento das OZG in die Fläche gekommen sei. „Über 140 Online-Dienstleistungen sind aktuell verfügbar, Ende des Jahres werden es 175 sein“, sagte Burghardt.
Gefahren aus dem Cyberspace
Auf reale Gefahren aus dem Cyberspace und eine erhöhte IT-Sicherheitslage in Hessen durch den Ukraine-Krieg wies anschließend Ralf Stettner hin. Der Ministerialdirigent und Leiter der Abteilung Cyber- und IT-Sicherheit, Verwaltungsdigitalisierung im hessischen Innenministerium berichtete von Erpressungs- und Vernichtungsangriffen auf die IT-Infrastruktur auch der öffentlichen #bild2 Hand. Er riet den Anwesenden dringend, die kommunalen Beratungs- und Präventionsangebote des hessischen Cyber Competence Centers (Hessen3C) zu nutzen und insbesondere die Ausbildung der Mitarbeitenden im Bereich IT-Sicherheit zu forcieren.
Nach der Eröffnungsveranstaltung am Vormittag konnten die Besucherinnen und Besucher unter 37 Workshops wählen und sich an den rund 50 Messeständen informieren. Die scheidenden ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke und Ulrich Künkel sowie ihre Nachfolger Matthias Drexelius, Björn Brede und Martin Kuban, der sein Amt am 1. Juli antritt, zogen ein positives Fazit der eXPO22.
Bertram Huke sagte: „Für Ulrich Künkel und mich war dies die letzte eXPO vor unserem Ruhestand – es war aber auch die wichtigste. Man konnte förmlich spüren, wie sehr die kommunale Familie diesem persönlichen Zusammentreffen entgegengefiebert hat, um sich endlich wieder auszutauschen.“ Ulrich Künkel ergänzte: „Vom erneuten Besucherrekord ganz abgesehen: Wir haben heute so viele konstruktive und intensive Gespräche geführt und dabei so ein positives Feedback zu unserer eXPO und der Ausrichtung der ekom21 bekommen – das war schon ein echtes Erlebnis.“
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