Donnerstag, 22. Oktober 2026
Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

ein großer Teil des Vollzugs von Bundesrecht landet bei Ländern und Kommunen – und damit auch ein erheblicher Teil des Verwaltungsaufwands. Die Modernisierungsagenda des Bundes will deshalb Verfahren digitalisieren, Regeln vereinfachen, Aufgaben zusammenführen und standardisierte Leistungen dort zentral erledigen lassen, wo die dezentrale Organisation wenig sinnvoll erscheint. Bei der Kfz-Zulassung wird dieser Ansatz nun konkret. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) soll künftig das zentrale Online-Portal betreiben und damit rund 400 Zulassungsbehörden vom Betrieb eigener Portale entlasten. Doch wie viel Arbeit damit tatsächlich aus den Kommunen verschwindet, ist eine andere Frage.

Nach Auffassung des Deutschen Städtetags greift die geplante Neuordnung zu kurz: Das KBA soll nämlich ab Juli 2027 zunächst nur die bereits digitalisierten Verfahren übernehmen – die übrigen drei Viertel der Fälle, die zudem besonders personalintensiv seien, verblieben bei den kommunalen Zulassungsstellen. Der Städtetag fordert deshalb eine Zentralisierung über die digitalisierten Standardverfahren hinaus. „Die Kfz-Zulassung ist der Lackmustest, ob der Bund es ernst meint mit einer effizienten Staatsmodernisierung“, betont der Städtetags-Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt.

Auch andere Meldungen dieser Woche befassen sich mit möglichen Entlastungen für Kommunen – etwa durch gelungene Nachnutzung einer Lösung in Koblenz, die mit dem Ko-Pionier-Preis ausgezeichnet wurde, oder durch umfassende Cyber-Sicherheitslösungen.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre dieser und weiterer News und eine gute Restwoche.

Mit freundlichen Grüßen
Sibylle Mühlke, Redakteurin


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  Inhalt  
     
  Berlin: Digitale Bürgerdienste holen auf  
  Deutscher Städtetag: i-Kfz-Bund greift zu kurz  
  Verwaltungsmonitor 2026: Digitale Transformation im Arbeitsalltag  
  Koblenz: Ko-Pionier-Preis für digitalen Sozialpass  
  Hamm: Digitaler Erfolgskurs  
  ZenDiS: openDesk-Partnerprogramm startet  
  Heidelberg: Innovationen unter Realbedingungen  
  Föhr-Amrum: Tourismusabgabe vollständig digital  
  Köln: MobilitätsCockpit verstetigt  
  Advertorial: Entlastung in der IT-Sicherheit für den öffentlichen Sektor  
  Stuttgart: KI-Forschung kommt in die Schulen  
  KGSt-FORUM 2026: Wie bleiben Kommunen handlungsfähig?  
  Dortmund: Strategie für digitale Souveränität erarbeitet  
  Wennigsen: Ferienbetreuung digital buchen  
  Smart Country Convention: Resilienz im Fokus  
     
 
 
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Berlin
Panoramablick über Berlins Innenstadt, in der Mitte der Fernsehturm, im Hintergrund dramatische Wolken Digitale Bürgerdienste holen auf
Bei der Verwaltungsdigitalisierung in Berlin geht es voran: Mehr als die Hälfte der 100 meistgenutzten Bürgerdienstleistungen ist inzwischen digital verfügbar. Nachholbedarf besteht allerdings bei der tatsächlichen Online-Nutzung und der Medienbruchfreiheit.
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Deutscher Städtetag
Körniges Schwarz-Weiß-Foto, Großraum-Büro mit vielen Arbeitsplätzen und Ordnern und Drehregister i-Kfz-Bund greift zu kurz
Der Deutsche Städtetag hält die geplante Zentralisierung der Kfz-Zulassung beim Bund für unzureichend. Der Bund wolle vor allem bereits digitalisierte Standardverfahren übernehmen, während aufwendige Fälle bei den Kommunen blieben. Eine spürbare Entlastung sei so kaum zu erwarten.
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Verwaltungsmonitor 2026
Person am Laptop, am Bildschirm ein Mock-Up-Umfrageformular, sonniger Schreibtisch mit Muffins Digitale Transformation im Arbeitsalltag
Eine neue bundesweite Befragung richtet den Blick auf die Menschen, die Verwaltungsdigitalisierung erleben und gestalten. Beschäftigte aller Verwaltungsebenen können bis Ende Oktober 2026 online und anonym teilnehmen. Durchgeführt wird die Untersuchung vom Netzwerk NExT und dem Kompetenzzentrum Öffentliche IT.
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Koblenz
Eine Person mit Smartphone, auf dem der Sozialpass aufgerufen ist, sitzt einer anderen Person gegenüber Ko-Pionier-Preis für digitalen Sozialpass
Der digitale Sozialpass der Stadt Koblenz ist mit dem Ko-Pionier-Preis ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurde insbesondere, dass die Stadt keine eigene Software entwickeln ließ, sondern eine bestehende Open-Source-Lösung für einen neuen Anwendungsfall nachnutzte.
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Hamm
Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung. Digitaler Erfolgskurs
Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen.
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ZenDiS
Ausschnitt eines Computer-Keyboards, bei dem die Return-Taste die Aufschrift "Open Source" trägt. openDesk-Partnerprogramm startet
Die Nachfrage nach der digital souveränen Office- und Kollaborationssuite openDesk ist hoch. Das ZenDiS, das die Lösung seit 2024 weiterentwickelt, reagiert darauf mit neuen Bezugswegen: Erstmals können neben öffentlichen IT-Dienstleistern auch privatwirtschaftliche Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister eigene openDesk-Enterprise-Angebote aufbauen.
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Heidelberg
Gruppenfoto, Innenraum Innovationen unter Realbedingungen
Mit einem umfassenden Pilotprogramm erprobt die Stadt Heidelberg seit 2025 innovative KI- und Digitalisierungsanwendungen für kommunale Herausforderungen. Ziel ist es, Innovationen schneller in die Praxis zu bringen. Die Unternehmen für die zweite Runde stehen fest.
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Föhr-Amrum
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Das Amt Föhr-Amrum hat die Tourismusabgabe vollständig digitalisiert. Rund 5.500 Abgabefälle können künftig medienbruchfrei online bearbeitet werden. Die gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein und dem Unternehmen Netcompany entwickelte Lösung soll ab 2027 auch anderen Kommunen zur Verfügung stehen.
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Köln
Reihe von Autos, Nahaufnahme, im Hintergrund orangefarbenes Bokeh MobilitätsCockpit verstetigt
Köln führt die Datenplattform MoCKiii nach Abschluss der Förderphase dauerhaft fort. Sie verknüpft Verkehrs-, Umwelt- und Wetterdaten in Echtzeit. Die Informationen fließen unter anderem in Verkehrsanlagen, das Brückenleitsystem und die Mobilithek ein.
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Advertorial
Entlastung in der IT-Sicherheit für den öffentlichen Sektor
Die Digitalisierung von Prozessen und Angeboten macht Kommunen und Behörden effizienter und zukunftsfähig. Erschwert wird dieses Mammutprojekt durch immense Cyberbedrohungen und die Frage nach technologischen Abhängigkeiten und Datenhoheit. Gefragt sind Security-Lösungen, die nicht nur durch ein hohes Sicherheitsniveau überzeugen, sondern transparent und unabhängig sind und wenig Aufwand erzeugen.
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Stuttgart
KI-Forschung kommt in die Schulen
Stuttgart und die Universität Tübingen wollen den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich gemeinsam voranbringen. In einer auf drei Jahre angelegten Kooperation sollen adaptive Lernsysteme an Stuttgarter Schulen erprobt und wissenschaftlich fundierte KI-Konzepte für den Unterricht entwickelt werden.
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KGSt-FORUM 2026
Große , dreidimensionale Buchstaben "KGST" vor einer rosa beleuchteten Wand, dahinter und dazwischen stehen Menschen Wie bleiben Kommunen handlungsfähig?
Wachsende Aufgaben, knappe Ressourcen: Beim KGSt-FORUM in Leipzig diskutierten Fachleute über Wege zu einer leistungsfähigen kommunalen Verwaltung. Erstmalig vertreten war Vitako. Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister stellte unter anderem bewährte Praxislösungen vor.
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Die Stadt Dortmund will ihre digitale Souveränität systematisch stärken. Eine entsprechende Strategie soll dem Rat im Oktober zur Beratung vorgelegt werden. Im Mittelpunkt stehen Technologie, Sicherheit, Wissen und Kooperation.
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Wennigsen
Ferienbetreuung digital buchen
Die Gemeinde Wennigsen setzt für die Anmeldung zur Ganztagsbetreuung in den Herbstferien die Fachsoftware NOLIS | Schulkind ein. Nach Angaben des Anbieters lagen zwischen Bereitstellung und Produktivbetrieb lediglich zwei Wochen.
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Smart Country Convention
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Vom 13. bis 15. Oktober bringt die Smart Country Convention in Berlin erneut Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Mehr als 1.000 Programmsessions und 100 Weiterbildungsangebote sind angekündigt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Resilienz des öffentlichen Sektors.
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05.11.2026, Online
Digitale Vermessung im kommunalen Alltag

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OZG – aber richtig! End-to-End-Digitalisierung in der Kommunalverwaltung

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