Montag, 30. März 2026

Köln / Rhein-Erft-KreisZulassung in Kooperation

[27.11.2014] Die Stadt Köln und der Rhein-Erft-Kreis machen bei der Kfz-Zulassung gemeinsame Sache. Das Kooperationsprojekt soll als Blaupause für andere Kommunen dienen.
Zulassungsstellen im Erprobungsraum Rheinland arbeiten zusammen.

Zulassungsstellen im Erprobungsraum Rheinland arbeiten zusammen.

Kölns Stadtdirektor Guido Kahlen (2. v.l.) und Michael Kreuzberg, Landrat des Rhein-Erft-Kreises (3. v.r.)

(Bildquelle: Rhein-Erft-Kreis)

Zwischen dem Rhein-Erft-Kreis und der Stadt Köln findet im Rahmen des Projekts „Erweiterte Zuständigkeit“ im Kfz-Zulassungswesen eine in Nordrhein-Westfalen bislang einzigartige interkommunale Kooperation statt. Das Pilotprojekt wurde von den beiden Kommunen gemeinsam entwickelt und mithilfe der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) sowie deren Tochterunternehmen kommIT umgesetzt. Die Kooperation ist ein hervorragendes Beispiel für Bürgernähe und Flexibilität. Sie zeigt, dass Aufgabenstellungen nicht an Stadt-, Kreis- oder Verwaltungsgrenzen enden. Das Angebot richtet sich an Pendler des Rhein-Erft-Kreises und der Stadt Köln, die Zulassungsangelegenheiten damit sowohl an ihrem Wohnsitz als auch in der Nähe ihrer Arbeitsstätte erledigen können.
Im Rahmen des Projekts wurden zunächst die notwendigen Geschäftsprozesse erhoben, modelliert und optimiert. Im Ergebnis wurden nicht nur sämtliche Geschäftsvorfälle zwischen den beteiligten Kfz-Zulassungsstellen harmonisiert, die erarbeitete transparente Prozessdarstellung wird künftig auch intern von den Zulassungsstellen zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter verwendet. Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium hat die angestrebte Kooperation ausdrücklich begrüßt und seine Zustimmung erteilt.

Alle Herausforderungen gemeistert

Vor allem in Bezug auf die IT-Umsetzung stellte das Projekt eine besondere Herausforderung für die Kooperationspartner und den Software-Hersteller dar. Zwar wird das Modul „Erweiterte Zuständigkeit“ im Freistaat Bayern bereits großflächig eingesetzt, im Bundesland Nordrhein-Westfalen bestehen jedoch andere Voraussetzungen und Forderungen an eine integrierte und zukunftsfähige Umsetzung. Im Jahr 2013 wurde die notwendige Infrastruktur auf beiden Seiten aufgebaut. Ab August vergangenen Jahres erfolgten die technischen und fachlichen Tests, die rundum positiv verliefen. Es wurden alle nötigen Kommunikationsverbindungen für die Bearbeitung der ausgewählten Kfz-Zulassungsvorgänge geschaffen. Um die Revisionssicherheit der Bearbeitung zu gewährleisten und bei der bereits erreichten technischen Bearbeitung keinen Rückschritt zu machen, wurde der Transport der Archivdaten zum jeweiligen Partner seitens der kommunalen IT-Dienstleister erfolgreich umgesetzt. Zudem wurden gemeinsam mit dem Zweckverband KDN – Dachverband kommunaler IT-Dienstleister und DataClearing NRW erste Planungen für die Änderung der Kommunikationslösung auf OSCI-Transport gestartet. DataClearing NRW soll künftig als OSCI-Intermediär für die Nachrichtenübermittlung genutzt werden.

Projekt dient als Blaupause

Das Kooperationsprojekt ist ein Beispiel für eine übergreifende Zusammenarbeit von Gebietskörperschaften im Erprobungsraum Rheinland. Mit der Vorbereitung wurde das Ziel verfolgt, die im Tagesgeschäft notwendigen Schritte so allgemeingültig und variabel verwendbar auszugestalten, dass das Ergebnis in Form einer Blaupause auch in anderen Kommunen Anwendung finden kann.

Hubertus Tempski leitet bei der Stadt Köln, Petra Müller beim Rhein-Erft-Kreis das Projekt „Erweiterte Zuständigkeit“.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Frau mit laptop auf dem Sofa - Start Kita-Portal cloppenbrügge

Coppenbrügge: Kitaportal gestartet

[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...

Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen

[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...

Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Wolfsburg: SAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors. mehr...

Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

München: Open Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen. mehr...

Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit

[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter am Rednerpult, im Vordergrund Publikum.

Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend

[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...

Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige

[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...

eingerüstetes Gebäude Bauwesen Baugenehmigung

Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag

[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...

Angler hält eine Forelle in der Hand

Nordrhein-Westfalen: Fischereischein auf dem Smartphone

[10.02.2026] In Nordrhein-Westfalen können Fischereischeine ab Juli dieses Jahres auch online beantragt werden – und werden außerdem im neuen Scheckkartenformat und als elektronische Zertifikate auf dem Smartphone ausgegeben. mehr...

Beine mehrerer Personen, die auf einer Reihe von Stühlen in einem Flur sitzen

Praxis-Webinar: Digitale Entlastung für Jobcenter

[09.02.2026] Typische Herausforderungen im Jobcenter-Alltag und wie diese mit der Einführung einer digitalen Lösung zur Besuchersteuerung gemeistert werden können, stehen im Fokus eines Online-Webinars von SMART CJM gemeinsam mit dem Jobcenter des Landkreises Esslingen. mehr...

Kita-Lösungen: Neue Anwender für Little Bird

[05.02.2026] Das Unternehmen Little Bird hat zum Jahresauftakt zehn neue Kunden gewonnen: von Bautzen in Sachsen bis Lindau am Bodensee in Bayern ist der digitale Neustart in der Kinderbetreuung in vollem Gange. mehr...

Person mit Laptop auf dem Schoß; Aufsicht auf Torso, Arme, Hände und Oberschenkel

Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land

[02.02.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...

Blick auf ein Gebäude mit der Aufschrift Bürger- und Ordnungsamt.

Darmstadt: Fahrerlaubnisbehörde nimmt Fahrt auf

[02.02.2026] Mit neuen Strukturen und digitalen Angeboten konnte die Fahrerlaubnisbehörde in Darmstadt ihre Servicequalität erhöhen. Mehrere Onlineanträge, die vorherige Terminvereinbarung für den Behördenbesuch und eine digitale Schnittstelle zum TÜV-Hessen straffen dort nun die Abläufe. mehr...

Ein kleiner Junge hält ein Smartphone in der Hand, sein Gesicht ist bedeckt mit biometrischen Linien.

VG Polling: Biometric Go ergänzt PointID

[26.01.2026] In Polling können biometrische Passbilder direkt auf dem Amt erstellt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft bietet dafür die PointID-Geräte der Bundesdruckerei an. Um Babys und Kleinkinder ablichten zu können, greift sie auf die mobile Fotolösung Biometric Go zurück. Beide Aufnahmegeräte überstellen die Bilder direkt ins Fachverfahren des Einwohnermeldeamts. mehr...