DruckerComeback der Tinte

Tintenstrahldrucker können eine passende Alternative zu Laserdruckern sein.
(Bildquelle: Hewlett-Packard Deutschland)
Im Bürgerbüro einer bayerischen Großstadt laufen die Drucker jeden Tag auf Hochtouren. Sie drucken täglich über 1.000 Formulare für An- und Abmeldungen, Passanträge oder Beglaubigungen. Die alten Laserdrucker sind in die Jahre gekommen und die Druckkosten zuletzt gestiegen. Der IT-Verantwortliche möchte die ganze Flotte erneuern und steht nun vor einem Problem: Welche Drucktechnologie eignet sich am besten für die Anforderungen in öffentlichen Einrichtungen? Um diese Frage zu beantworten, müssen einige Aspekte bedacht werden: Je nachdem in welchem Teil der Behörde der Drucker eingesetzt wird, muss er vielfältige Leistungsanforderungen erfüllen. Das kann der dokumentenechte Ausdruck einer Geburtsurkunde sein oder die Kopie des Ausleihscheins in der Bücherei. Angesichts der Menge an Ausdrucken pro Tag sollten zudem in vielen Behörden die Drucker am Arbeitsplatz des Mitarbeiters stehen, damit dieser die Drucke direkt entnehmen kann.
Emissionsfrei und umweltfreundlich
Ein Drucker direkt am Arbeitsplatz – das rückt das Thema emissionsfreier Druck in den Mittelpunkt. Doch nicht nur deswegen befolgen Behörden bei der Neuanschaffung von Druckern Richtlinien, die möglichst emissionsfreie und umweltfreundliche Geräte fordern. Gemäß der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sollte die öffentliche Hand bevorzugt umweltfreundliche Produkte einkaufen, da sie eine Vorbildfunktion einnimmt. Eine Arbeitsgruppe, mit Beteiligung des Beschaffungsamtes des Bundesministeriums des Innern und des Umweltbundesamtes, veröffentlichte im November 2014 einen Leitfaden zur Anschaffung umweltfreundlicher Drucker und Multifunktionsgeräte. In diesem Leitfaden fordert beispielsweise die Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (Vergabeverordnung – VgV) vom März 2012 das höchste Leistungsniveau an Energieeffizienz für neue Drucker. Dabei sollen Behörden ihre Neugeräte nach den Maßstäben der Umweltsiegel Energy Star und Blauer Engel nach RAL-ZU 171 auswählen. Neben Energieeinsparungen listet der Leitfaden weitere Kriterien auf, die speziell die Umweltfreundlichkeit des Geräts bestimmen. Niedriger Geräuschpegel und spezielle Materialeigenschaften müssen vorhanden sein. Außerdem sollten die Drucker keine Emissionen ausstoßen und über Recycling-Möglichkeiten verfügen.
Vorteile des Tintenstrahldruckers
Drucker in öffentlichen Einrichtungen müssen also einerseits eine bestimmte Leistungsstärke umfassen und andererseits den Umweltanforderungen gerecht werden. Um diesen Spagat zu meistern, wählen die IT-Entscheider immer häufiger Tintenstrahldrucker anstelle des bewährten Laserdruckers aus. Die Vorurteile des vermeintlich langsamen und teuren Tintenstrahldruckers lassen sich schnell widerlegen: Moderne Tintenstrahldrucker, die speziell für eine hohe Auslastung entwickelt wurden, erreichen eine Druckgeschwindigkeit, die sogar schneller ist als die von vergleichbaren Lasergeräten. Bei der Page-Wide-Technologie des Unternehmens Hewlett-Packard wurde zur Technologieentwicklung beispielsweise auf die Erfahrungen im Großformatdruck zurückgegriffen. Bei der Technologie druckt ein feststehender Druckkopf mit rund 42.200 Druckdüsen, der über die gesamte Seitenbreite reicht. Der Vorteil: Die Seiten werden in einem Durchlauf bedruckt, der Prozess wird schneller.
Eine hohe Druckgeschwindigkeit erfordert eine Tinte mit kurzer Trockenzeit. Deshalb entwickelte der Hersteller eine speziell pigmentierte Tinte, die schnell trocknet und dabei die Kriterien der Dokumentenechtheit erfüllt. Damit sind sie auch für beglaubigte Kopien, etwa von Zeugnissen, einsetzbar. Auch das Vorurteil, dass ein ständiges Wechseln der Patronen nötig ist, trifft nicht zu. Die Reichweite der Patronen bewegt sich mittlerweile ebenfalls auf Laserniveau: XL-Patronen drucken zum Beispiel bis zu 10.000 Seiten nach ISO-Norm.
Geringere Druckkosten
Die Druckkosten pro Seite sind bei Tintenstrahldruckern günstiger als beim Laserdrucker. Das hat auch die Stiftung Warentest in einem Test aus dem Jahr 2013 festgestellt. Hinzu kommen ein günstigerer Anschaffungspreis sowie Einsparungen bei den Energiekosten. In einem Laserdrucker muss die so genannte Fixiereinheit auf etwa 200 Grad erhitzt werden, bevor sie den Toner auf das Papier bringen kann. Das kostet sehr viel Energie. Beim Tintenstrahldrucker fällt dieser Erhitzungsprozess weg. Die Tintenmodelle sparen somit bis zu 50 Prozent der Energie ein. Außerdem drucken Tintenstrahlgeräte emissionsfrei. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurden viele Tintenstrahldrucker auch von den Umweltbehörden mit dem Blauen Engel oder dem Energy Star ausgezeichnet.
Die Tintenstrahldrucker der neuesten Generation erfüllen alle Anforderungen im Behördenalltag: Sie sind schnell, sparen Kosten und drucken umweltschonend. Zudem erfüllen sie die Umweltkriterien öffentlicher Ausschreibungen. Mit der Tintenstrahltechnologie erreichen die Drucker in öffentlichen Einrichtungen eine hohe Leistung und dienen gleichermaßen dem Umweltschutz. Die richtige Entscheidung für das Bürgerbüro in der bayerischen Großstadt ist demnach die Tintenstrahltechnologie. Die Tintenstrahldrucker sparen im Vergleich zu den Laserdruckern wesentliche Kosten ein und erfüllen trotzdem alle Qualitätsansprüche wie den dokumentenechten Druck.
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