Digitale PlattformenEntscheider greifen nach Chancen
59 Prozent der Entscheider der öffentlichen Verwaltungen sowie der Energie- und Wasserversorger in Deutschland bewerten digitale Plattformen als wichtiges bis sehr wichtiges Thema. Das zeigt die Potenzialanalyse Digitale Plattformen von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Für die Studie haben die Herausgeber laut Sopra Steria 355 Entscheider und Fachspezialisten aus verschiedenen Branchen befragt. Deren Ziel ist demnach zum einen, per Plattformnutzung den digitalen Service für Bürger und Kunden zu optimieren. Zum anderen bestehe Interesse an einer öffentlich finanzierten Alternative zu den kommerziellen Plattformen. 87 Prozent der Befragten befürchten kritische Abhängigkeiten durch die dominierenden Plattformen Google, Apple, Facebook oder Amazon. Neuland sind digitale Plattformen für die öffentlichen Verwaltungen nicht, wie sich an Elster ebenso zeigt wie an der Plattform OSI (Online-Service-Infrastruktur) von IT-Dienstleister Dataport. Letztere ermöglicht beispielsweise ein zentrales Servicekonto, mit dem sich Bürger und Unternehmen anmelden, ein Postfach für Eingaben und Bescheide, eine Bezahlfunktion sowie eine Anbindung an Fachverfahren. Die Stadt Hamburg setzt OSI für die OZG-Umsetzung ein. Durch die Verbindung von OSI mit der Urban Data Platform will die Stadt zudem Mehrwertdienste anbieten, zum Beispiel in den Bereichen Verkehr und Mobilität sowie Bildung und Kultur. Andere große Städte bündeln die Angebote verschiedener Anbieter etwa durch Mobilitätsplattformen, berichtet Sopra Steria weiter.
Stadtwerke sind prädestiniert
Auch Energie- und Wasserversorger sind laut der Potenzialanalyse in der Plattformökonomie aktiv. Ein Beispiel: das Smart-Home-Portal von innogy. Andere Konzerne beteiligen sich an Internet-of-Things-Plattformen, E.ON unter anderem mit der Beteiligung an der Firma Cuculus und deren Plattform Zonos. Für Stadtwerke sei die Rolle des Betreibers einer eigenen Plattform besonders interessant. Sie positionieren sich als digitale Drehschreibe für kommunale und regionale Leistungen für Bürger. Die Stadtwerke München wollen beispielsweise ein digitales Ökosystem zur Verfügung stellen und dabei eine Kombination aus eigenen und fremden Produkten sowie Services als Gesamtpaket anbieten. Denkbar ist, künftig digitale Leistungen der Stadtverwaltung zu integrieren, berichtet Sopra Steria. Welche Services eine digitale Plattform beinhalten kann, haben die Stadtwerke Burg im Rahmen eines Open-Innovation-Wettbewerbs skizziert. Dazu zählen zum einen eigene Leistungen für die Menschen im Versorgungsgebiet – von der Hilfe bei der Parkplatzsuche über die Buchung von Umzugs- und Sperrmüllservices bis hin zur Shopping-Plattform mit Produkten aus der Region bei Sonderkonditionen für Einzelhändler. Zum anderen wird das Einbinden von Partnerdiensten dargestellt, etwa von Bus-, Bahn- und Taxiunternehmen. Der Ansatz reicht bis zur eigenen Währung für das Versorgungsgebiet, dem Burg-Coin. „Stadtwerke sind im Prinzip prädestinierte Plattformbetreiber“, sagt Michael Niebergall, zuständig für den Bereich Digital Energy von Sopra Steria Consulting. „Als etablierter Dienstleister für Strom, Wasser, Telekommunikation und Mobilität verfügen sie bereits über langjährige Kundenbeziehungen, die sich neue Plattformdienstleister erst einmal aufbauen müssen.“ Problematisch sei allerdings die Skalierung. „Der mögliche Nutzerkreis ist in weiten Teilen bereits geografisch vorgegeben. Die Leistungen sollten sich daher an möglichst viele Menschen und Unternehmen innerhalb der eigenen Reichweite richten, um so eine maximale Skalierung zu erreichen“, erklärt Niebergall.
S-Public Services: PublicFlow für Prozesse
[01.04.2026] Die Plattform PublicFlow hat jetzt S-Public Services vorgestellt. Sie ermöglicht Kommunen die einfache digitale Bearbeitung von Verwaltungsanträgen Schritt für Schritt – sicher, effizient und mit automatisierter Unterstützung. mehr...
Leinefelde-Worbis: Informationen direkt aufs Smartphone
[23.03.2026] Mit der Leinefelde-Worbis-App erhalten die Bürgerinnen und Bürger nicht nur städtische Informationen und Dienstleistungen auf ihr Smartphone. Mittels Schadensmelder können sie auch Mängel im öffentlichen Raum mitteilen oder per Umfragemodul an Befragungen teilnehmen. Die modular konzipierte Lösung wird auf Servern in Deutschland gehostet. mehr...
Leipzig: Vieles ist schon online möglich
[20.03.2026] Wohnsitz, Wohngeld und ganz neu die Hundesteuer – in Leipzig stehen viele Verwaltungsservices online zu Verfügung. Sie können ganz ohne Amtsbesuch beansprucht werden. Die Stadt strebt zudem für viele Leistungen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung an. mehr...
Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet
[18.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...
Maerker Brandenburg: Neues Design, verbesserte Funktionen
[17.03.2026] Umfassend modernisiert ist jetzt das Bürgerportal Maerker Brandenburg online. Die Plattform wartet mit einer übersichtlichen Struktur, barrierefreier Nutzung und einer intuitiven Navigation auf. Zudem können Missstände noch einfacher über eine zentrale Suche und eine interaktive Karte gefunden, gesucht oder gemeldet werden. mehr...
Mainz: Neues Zeitalter der Online-Präsenz
[16.03.2026] Einen umfassenden Relaunch hat der Internetauftritt von Mainz erfahren. Er wartet mit einer neuen technischen Basis, neuen Funktionalitäten und inhaltlich mit starkem Fokus auf Services der Stadtverwaltung auf. Weiterentwicklungen sind bereits in Planung. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Digitale Eingangstür zur Verwaltung
[12.03.2026] Eine verwirrende Vielzahl von Verwaltungsportalen erschwert den Zugang zur benötigten Verwaltungsleistung. Nordrhein-Westfalen betreibt nun eine Portalkonsolidierung: Statt sich durch verschiedene Portale zu navigieren, genügt ein Einstiegspunkt, der – per KI – den Weg zum passenden Angebot weist. mehr...
Barrierefreiheit: Studie sieht Stuttgart auf Rang vier
[11.03.2026] Das Internetportal der Landeshauptstadt Stuttgart gehört laut einer Studie zu den barriereärmsten kommunalen Webseiten in Deutschland. Unter 83 untersuchten Städten belegt stuttgart.de den vierten Platz. Die Untersuchung zeigt zugleich: Vollständig barrierefrei ist bisher kein Stadtportal. mehr...
Kreis Neuwied: Website erneuert
[04.03.2026] Seine Internetpräsenz hat der Kreis Neuwied neu gestaltet. Nach dem Relaunch präsentiert sich die Website nun nutzerfreundlich, barrierefrei und konsequent auf Service ausgerichtet. mehr...
Rosengarten: App schafft digitale Nähe
[17.02.2026] Um Servicethemen und Meldungen noch direkter und unkomplizierter zu vermitteln, bietet die Gemeinde Rosengarten ab sofort eine City-App an. Die Kommune kann somit relevante Informationen in Echtzeit und gezielt verteilen. mehr...
Bernau bei Berlin: Barrierearmes Online-Rathaus
[11.02.2026] In Bernau bei Berlin können die Bürgerinnen und Bürger über das Serviceportal Rathaus online bestimmte Verwaltungsdienste zeit- und ortsunabhängig digital in Anspruch nehmen. Der integrierte Eye-Able-Assistent erleichtert Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Plattform. mehr...
Augsburg: Informationen in Leichter Sprache
[11.02.2026] Die Augsburger Website kann nun in 15 Sprachen und zahlreiche Inhalte auch in Leichter Sprache ausgespielt werden. Die Plattform soll so barriereärmer werden. Das Angebot wird Schritt für Schritt erweitert. mehr...
Weimar: Leben in der Stadt im Überblick
[06.02.2026] Die Stadt Weimar hat ihre Internetseiten rund um das Leben in der thüringischen Kommune überarbeitet und neu strukturiert. Statt eines komplexen Mixes aus Zuständigkeiten, Formularen und Verweisen stehen nun lebensnahe Themen im Mittelpunkt. mehr...
Essen / Kaiserslautern / Würzburg: Integreat-App unterstützt Zugezogene
[03.02.2026] Um zugewanderten und geflüchteten Menschen das Ankommen in der Stadt zu erleichtern, greifen jetzt auch Essen und Würzburg auf die Integreat-App zurück. Kaiserslautern bietet die Open-Source-Anwendung bereits seit sechs Jahren an und stellt sie neuerdings in 13 Sprachen zur Verfügung. mehr...
Kreis Wittenberg: Service im Portal
[30.01.2026] Im Serviceportal der Kreisverwaltung Wittenberg können Dienstleistungen digital in Anspruch genommen werden. Das Online-Angebot wird kontinuierlich ausgebaut. Der Verwaltung ist aber auch der persönliche Kontakt wichtig. mehr...























