Fraunhofer IAOAus Echtzeitdaten lernen

Das Dashboard vom Fraunhofer IAO bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa zu veranschaulichen.
(Bildquelle: https://fraunhofer-iao.maps.arcgis.com)
Um die Corona-Pandemie und deren Entwicklung zu veranschaulichen und vorherzusagen, braucht es frei verfügbare Daten und ein mächtiges Geo-Informationssystem (GIS), das die Echtzeitdaten verarbeiten und visualisieren kann. Das teilt das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in seiner Blogreihe zur Corona-Krise mit. Bisher funktioniere das leider noch sehr einseitig. So fallen die offiziellen Zahlen der deutschen Behörden, etwa des Robert Koch-Instituts zu den Infektionen zwischen den Meldungen der Gesundheitsämter der Bundesländer teilweise unterschiedlich aus, erklärt Christoph Sebald, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team Urban Data & Resilience am Fraunhofer IAO.
„Ich habe die Corona-Krise daher zum Anlass genommen und in dem in bereits vielen Projekten von mir verwendeten und ständig weiter entwickelten Dashboard alle mir zur Verfügung stehenden Echtzeitdaten gesammelt und veranschaulicht“, so Sebald. Die Karten und visualisierten Parameter sowie Listen in den Dashboards des Fraunhofer IAO zeigen, wie sich das Coronavirus verbreitet hat. Dazu sind die Dashboards in einer so genannten Story Map zusammengefasst. Sie beinhaltet die Aufteilung sowie eigene Ansichten für Baden-Württemberg, Deutschland, Europa oder die ganze Welt.
Daten nicht ungenutzt lassen
In den Dashboards werden die offiziell von den deutschen und internationalen Behörden gemeldeten Fälle visualisiert. Dabei gibt es jeweils drei Kategorien: bestätigt, wieder gesund und Todesfälle. Bei den bestätigten Fällen, die das Dashboard angibt, handelt es sich laut Sebald um alle bisher gemeldeten Fälle in dem jeweiligen Land oder Bundesland. Die Gesamtzahl beinhalte alle infizierten und toten Personen. Für alle angegebenen Regionen (Kreise, Bundesländer, Deutschland, Europa und die Welt) wird jeweils eine Rangliste dargestellt, sortiert nach Fallzahlen und die Summe der bestätigten Fälle in einem weiteren Kuchendiagramm visualisiert. Andere Visualisierungen können hinzugefügt werden wie zum Beispiel der zeitliche Verlauf, heißt es im Blogeintrag.
„Wir können es uns nicht länger leisten, Daten ungenutzt liegen zu lassen“, so Sebald. „Nur durch die erfolgreiche Veranschaulichung und Visualisierung können wir mehr aus ihnen lernen und unsere Prozesse verbessern. Im 21. Jahrhundert ist es meiner Meinung nach ein absolutes Muss, dass Behörden und Institutionen, Bildungseinrichtungen sowie Entscheider in der Wirtschaft und der Politik lernen und wissen, welche Daten wir haben, wo sie aufzufinden sind und wie sie als Entscheidungsgrundlage transparent und verständlich für alle aufbereitet werden können.“
Corona-Dashboard des Fraunhofer-Instituts IAO
Bonn: Lehrpfad als digitales Erlebnis
[22.05.2026] Die Stadt Bonn will den geologischen Lehr- und Wanderpfad in den Stadtbezirken Bad Godesberg und Bonn künftig als erweitertes digitales Informationsangebot fortführen. mehr...
Schwerin: Geoportal erneuert
[20.05.2026] Ihr Geoportal hat die Stadt Schwerin technisch komplett erneuert und auf das Open-Source-System Masterportal 3.0 umgestellt. Die Plattform bündelt Geodaten von Bebauungsplänen bis zu Luftbildern und soll Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern schnelleren mobilen Zugriff auf raumbezogene Informationen bieten. mehr...
GIS: RIWA integriert KI-gestützte Suche
[20.05.2026] Kommunale Geodaten per natürlicher Sprache durchsuchen – ohne komplexe GIS-Abfragen oder spezielles Fachwissen: Mit RIWANEXIS stellt RIWA eine neue KI-Lösung vor, die den Zugang zu kommunalen Geo-Informationssystemen grundlegend vereinfacht. mehr...
Lübeck: Denkmäler interaktiv erleben
[15.05.2026] Eine neue interaktive Denkmalkarte eröffnet neue Perspektiven auf Lübecks Baukultur. Dabei rücken neben weltbekannten Wahrzeichen auch Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. mehr...
Berlin: Hochwasser im Blick
[13.05.2026] Zu Beginn der Starkregenzeit startet in Berlin jetzt ein neues digitales Informationstool zum Umgang mit Starkregen und Flusshochwasser. Es zeigt adressgenau, ob Orte potenziell betroffen sind. mehr...
RIWA/RealityMaps: Mehr Datentiefe für Planung und Klima
[07.05.2026] Der GIS-Anbieter RIWA und der Geodatenspezialist RealityMaps kooperieren, um hochauflösende 3D-Geodaten und KI-Analysen stärker in kommunale Fachverfahren zu bringen. Spezielle Befliegungen liefern eine umfassende Datengrundlage für kommunale Prozesse und Entscheidungen. mehr...
Augsburg: Straßenraum in 3D
[07.04.2026] Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen. mehr...
Mainz: WebGIS wird modernisiert
[26.03.2026] Die Stadt Mainz hat jetzt den Startschuss für die grundlegende Modernisierung ihrer Geodatenplattform gegeben. Mit dem Projekt wird das bestehende WebGIS an aktuelle technische Anforderungen angepasst. mehr...
Hanau: Sozial-Dashboard zum Arbeitsmarkt
[13.03.2026] Mit einem Sozial-Dashboard will die Stadt Hanau ihre Arbeitsmarktpolitik künftig datenbasiert und zielgerichtet steuern. Das Analysewerkzeug basiert auf einem Geo-Informationssystem (GIS) und erlaubt eine kleinräumige Auswertung. mehr...
Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Zwilling vorgestellt
[10.03.2026] Auf dem Smart City Summit Niederrhein hat der Rhein-Kreis Neuss seinen Digitalen Zwilling präsentiert. Die Besonderheit: Im Rahmen des interkommunalen Projekts arbeitet der Kreis gemeinsam mit den angehörigen Kommunen an einem digitalen, dreidimensionalen Abbild der realen Welt. mehr...
Niedersachsen: Entsiegelungskataster mit KI
[26.02.2026] Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen hat ein digitales, KI-gestütztes Entsiegelungskataster freigeschaltet. So soll die kommunale Entsiegelungsplanung unterstützt werden. Kommunen werden beim Einstieg in das System begleitet. mehr...
Kreis Dingolfing-Landau: Erfolgreicher GIS-Start mit allen Kommunen
[23.02.2026] Der Kreis Dingolfing-Landau hat mit seinen Gemeinden die Grundlage für ein gemeinsames Geo-Informationssystem (GIS) geschaffen. Die bayerischen Kommunen sind dafür auf das webbasierte RIWA GIS-Zentrum (RGZ) umgestiegen. Dabei sorgten individuell konfigurierte Starterpakete für eine reibungslose Einführung in den Verwaltungen. mehr...
Neckar-Odenwald-Kreis: Neues Bürger-GIS NOKmaps
[20.02.2026] Unter NOKmaps bietet der Neckar-Odenwald-Kreis den Bürgerinnen und Bürgern ein neues Geo-Informationssystem an. Sie finden hier unter anderem vorbereitete interaktive Karten zu unterschiedlichen Themen, dreidimensionale Ansichten und Auswertungswerkzeuge, die sie kostenfrei nutzen können. mehr...
Haar: 3D-Stadtmodell wird erweitert
[11.02.2026] Beim Ausbau ihres 3D-Stadtmodells wird die bayerische Stadt Haar von GIS-Anbieter RIWA unterstützt. Für dieses Jahr sind zahlreiche Ergänzungen geplant. mehr...
Weinheim: Interaktives 3D-Stadtmodell
[10.02.2026] Die Stadt Weinheim hat ein 3D-Stadtmodell in ihr Geoportal integriert und lässt sich damit digital jetzt aus neuen Perspektiven erleben. mehr...





















