Mittwoch, 14. Oktober 2026

KölnBarrierefreie Navigation im Ausländeramt

[24.04.2020] Wie barrierefreie Indoor-Navigation aussehen kann, zeigt ein Pilotprojekt von Fraunhofer FOKUS und der Stadt Köln. Mithilfe einer App auf ihrem Smartphone können sich die Besucher präzise durch das Ausländeramt der Stadt Köln leiten lassen.
Barrierefrei durch das Ausländeramt der Stadt Köln navigieren – das ermöglicht die von Fraunhofer FOKUS entwickelte App everGuide.

Barrierefrei durch das Ausländeramt der Stadt Köln navigieren – das ermöglicht die von Fraunhofer FOKUS entwickelte App everGuide.

(Bildquelle: Philipp Plum / Fraunhofer FOKUS)

Im Ausländeramt der Stadt Köln ist ein zweijähriges Pilotprojekt für eine barrierefreie Indoor-Navigation gestartet. Genutzt wird dafür die kostenlose App everGuide, die ein Forscherteam des Geschäftsbereichs Smart Mobility am Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS entwickelt hat (wir berichteten). Wie das Institut mitteilt, handelt es sich bei dem Projekt um eine Kooperation mit der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Köln und dem Kölner Ausländeramt. Die App soll Besucher innerhalb des Gebäudes präzise und barrierefrei mithilfe des eigenen Smartphones navigieren.
Stadtdirektor Stephan Keller erklärt: „Mit der Indoor-Navigation erweitern wir im Rahmen des Digitalisierungsprogramms 2019 – 2022, Schwerpunkt ‚Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen‘ unser Angebot an innovativen Techniken.“
Die Indoor-Navigation kann laut Fraunhofer FOKUS ab dem Eingangsbereich des Ausländeramts gestartet werden. Um eine hohe Genauigkeit zu erzielen, nutze die App zur Lokalisierung verschiedene Datenquellen gleichzeitig, zum Beispiel die Sensoren im Smartphone und Schilder mit einem speziellen Code, die an den Decken angebracht sind. In der Anwendung sei es dann möglich, sich in das an der Aufrufanlage angezeigte Büro leiten zu lassen. Weiterhin lassen sich definierte Points of Interest (POI) wie Aufzüge, sanitäre Anlagen und die Ausgänge auswählen und ansteuern. Der Weg werde anhand einer kontrastreichen Übersichtskarte oder eines Richtungspfeils vorgegeben. Optional unterstütze eine Sprachausgabe in Deutsch und demnächst auch in englischer und französischer Sprache. Sehbehinderte oder blinde Menschen würden mittels Klickgeräuschen geleitet. Während der Pilotphase soll die Indoor-Navigation beständig an die Anforderungen vor Ort angepasst und die Nutzbarkeit kontinuierlich verbessert werden.





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