Marburg / Gießen4.000 Urkunden online angefordert
4.000 Online-Urkundenbestellungen sind in den Standesämtern in Marburg und Gießen in weniger als zehn Monaten eingegangen – abgewickelt über die Digitalisierungsplattform civento von ekom21 (wir berichteten). Mit dem civento-Standesamtsportal lassen sich Personenstandsurkunden rund um die Uhr von zu Hause aus beantragen (wir berichteten), informiert der hessische kommunale IT-Dienstleister. Das sei ein wichtiger Schritt, um Verwaltungsdigitalisierung und OZG-Umsetzung erfolgreich voranzubringen. Seit Oktober 2019 hätten Bürger in Marburg die Möglichkeit, Geburts-, Sterbe- sowie Ehe- beziehungsweise Lebenspartnerschaftsurkunden online zu beantragen und zu bestellen. Seit Januar 2020 gebe es das Angebot auch in Gießen.
Der Service sei über das civento-Standesamtsportal und die E-Payment-Plattform epay21, beides Lösungen von ekom21, möglich. „civento wird inzwischen von der überwiegenden Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger zur Urkundenanforderung genutzt“, berichtet Nicole Naumann vom Büro für Magistrat, Information und Service in Gießen. „Mit der Eingabe der Daten der anfordernden Personen und Urkundeninhaber durch die Nutzerinnen und Nutzer dieses Services ist ein schnelles Auffinden der Einträge und eine zügige und in der Regel problemlose Bearbeitung der Urkundenanforderungen möglich.“
Win-win-Situation für alle Beteiligten
Marburg und Gießen stellen im mittelhessischen Raum neben anderen großen Standesämtern, wie beispielsweise Frankfurt am Main, die Power User der Digitalisierungsplattform civento dar, berichtet ekom21. Die große Anzahl an Online-Beantragungen in dem kurzen Einsatzzeitraum zeige, wie wichtig und notwendig die Umstellung sei. „4.000 Bestellungen bedeuten für die Bürgerinnen und Bürger 4.000 Mal keinen Urlaub für Behördengänge beantragen zu müssen, sich 4.000 Mal die Parkplatzsuche in der Innenstadt zu sparen und 4.000 Mal keine Wartemarke zu ziehen“, resümiert ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke.
Die Antragsportale sind 24 Stunden, rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr erreichbar, so der kommunale IT-Dienstleister. Das schaffe eine höhere Akzeptanz bei den Bürgern und erleichtere der Verwaltung die Arbeit – eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Dazu sagt Stefan Krein, Fachdienstleiter im Stadtbüro und Standesamt Marburg: „Der positive Effekt ist vor allem im Außenverhältnis spürbar. Der Bestellvorgang läuft in diesem Massengeschäft geregelt ab, die Daten liegen in immer gleicher Form vor, es gibt keine Leseschwierigkeiten oder unnötige Nachfragen. Das System läuft stabil. Die Nachbearbeitung für das Standesamt ist einfacher, weil der Geldfluss nicht zusätzlich kontrolliert werden muss. Und die Bürger erwarten auch, dass solche Vorgänge online angeboten werden. Wir merken, dass eine Stadt wie Marburg nicht mehr auf ein solches Angebot verzichten kann.“
Die beiden Städte planen laut ekom21 weitere Digitalisierungsvorhaben umzusetzen. So soll in Gießen demnächst unter anderem der Bewohnerparkausweis online beantragt werden können. In Marburg sei bereits die Urkundenbestellung des Stadtarchivs und der Stundungsantrag für Bürger sowie Unternehmen erfolgt. Darüber hinaus plane die Stadt weitere Digitalisierungsprozesse rund um die Hundeanmeldung.
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