Samstag, 16. Mai 2026

NiedersachsenOnline-Antrag für Lagepläne und Gebäudevermessungen

[26.02.2021] Die Online-Services der Vermessungs- und Katasterverwaltung in Niedersachsen werden ausgedehnt. Nach amtlichen Kartenauszügen können nun auch Lagepläne für Bauvorhaben und Gebäudevermessungen online bestellt werden.

Schon seit längerer Zeit können in Niedersachsen amtliche Kartenauszüge und Geodaten der Katasterämter für Bauvoranfragen, Geo-Informationssysteme (GIS) und ähnliche Zwecke online bestellt, bezahlt und heruntergeladen werden (wir berichteten). Eine Online-Bestellmöglichkeit für Lagepläne, die von Bauämtern für Bauvorhaben gefordert werden, fehlte in dem amtlichen Dienst Katasterkarten-online bisher noch – und wurde jetzt ergänzt. Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) weist außerdem darauf hin, dass nun auch Liegenschaftsbeschreibungen und Gebäudevermessungen online beauftragt werden können.
Rund 17.000 Lagepläne für Bauvorhaben werden jedes Jahr bei den niedersächsischen Katasterämtern, die zum LGLN gehören, beantragt. Bisher musste das persönlich, per E-Mail oder Telefon geschehen. Mit der jetzt realisierten Möglichkeit zur Online-Beantragung rechnet LGLN-Präsident Michel Golibrzuch mit einem deutlichen Anstieg der Zugriffe auf Katasterkarten-online.

ALKIS im Hintergrund

Lagepläne werden für Bauanträge nach den Vorgaben der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) bei den Baugenehmigungsbehörden (Stadt, Gemeinde oder Landkreis) benötigt. Die Liegenschaftsbeschreibung ist ein Teil des Katasternachweises und enthält alle Informationen über ein Flurstück, etwa rechtliche Lasten und Eigentumsangaben. Gebäude müssen vermessen und ins Liegenschaftskataster eintragen werden. Grundstückseigentümer sind dazu verpflichtet. Die im Katasternachweis enthaltenen Gebäude und Bauwerke sind wichtige Geobasisdaten und werden zum Beispiel für die Bauleitplanung, von Feuerwehren, im Rettungswesen und von der Polizei genutzt.
Bisher werden laut LGLN Kartenprodukte am stärksten nachgefragt, auch Geodaten werden zunehmend vertrieben. Dahinter verbergen sich digitale Daten des Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystems (ALKIS), die zur Weiterverarbeitung direkt in andere Programme geladen werden können, etwa bei Ingenieur- oder Planungsbüros. Die Online-Dienste in der niedersächsischen Vermessungs- und Katasterverwaltung wurden im Rahmen der OZG-Umsetzung realisiert. Katasterkarten-online sei Vorläufer des sich in der Entwicklung befindenden Geoportals des LGLN, in dem künftig alle Leistungen des Landesamts online zu beziehen sein sollen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Geodaten-Management
Hand mit einem Smartphone auf dem die interaktive Denkmalkarte zu sehen ist vor Lübecks Altstadt

Lübeck: Denkmäler interaktiv erleben

[15.05.2026] Eine neue interaktive Denkmalkarte eröffnet neue Perspektiven auf Lübecks Baukultur. Dabei rücken neben weltbekannten Wahrzeichen auch Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. mehr...

eine Zeichnung zeigt eine überflutete Straße bei Regen und viele menschen, die mit Schirm unterwegs sind

Berlin: Hochwasser im Blick

[13.05.2026] Zu Beginn der Starkregenzeit startet in Berlin jetzt ein neues digitales Informationstool zum Umgang mit Starkregen und Flusshochwasser. Es zeigt adressgenau, ob Orte potenziell betroffen sind. 
 mehr...

RIWA/RealityMaps: Mehr Datentiefe für Planung und Klima

[07.05.2026] Der GIS-Anbieter RIWA und der Geodatenspezialist RealityMaps kooperieren, um hochauflösende 3D-Geodaten und KI-Analysen stärker in kommunale Fachverfahren zu bringen. Spezielle Befliegungen liefern eine umfassende Datengrundlage für kommunale Prozesse und Entscheidungen. mehr...

Messfahrzeug mit Kameras und Laserscanner

Augsburg: Straßenraum in 3D

[07.04.2026] 
Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen. mehr...

eine Reihe von Personen steht vor einer Wand

Mainz: WebGIS wird modernisiert

[26.03.2026] Die Stadt Mainz hat jetzt den Startschuss für die grundlegende Modernisierung ihrer Geodatenplattform gegeben. Mit dem Projekt wird das bestehende WebGIS an aktuelle technische Anforderungen angepasst. mehr...

Screenshot des Sozial-Dashboards.

Hanau: Sozial-Dashboard zum Arbeitsmarkt

[13.03.2026] Mit einem Sozial-Dashboard will die Stadt Hanau ihre Arbeitsmarktpolitik künftig datenbasiert und zielgerichtet steuern. Das Analysewerkzeug basiert auf einem Geo-Informationssystem (GIS) und erlaubt eine kleinräumige Auswertung. mehr...

Screenshot digitaler Zwilling Rhein-kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Zwilling vorgestellt

[10.03.2026] Auf dem Smart City Summit Niederrhein hat der Rhein-Kreis Neuss seinen Digitalen Zwilling präsentiert. Die Besonderheit: Im Rahmen des interkommunalen Projekts arbeitet der Kreis gemeinsam mit den angehörigen Kommunen an einem digitalen, dreidimensionalen Abbild der realen Welt. mehr...

Screenshot aus der WebGIS-Anwendung, in der Mitte eine in Gelb und Blau gehaltene Luftaufnahme eines Siedlungsgebiets, rechts und links Panels mit Eintellungen und Legende.

Niedersachsen: Entsiegelungskataster mit KI

[26.02.2026] Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen hat ein digitales, KI-gestütztes Entsiegelungskataster freigeschaltet. So soll die kommunale Entsiegelungsplanung unterstützt werden. Kommunen werden beim Einstieg in das System begleitet. mehr...

Blick auf das Landratsamt Dingolfing-Landau von oben.

Kreis Dingolfing-Landau: Erfolgreicher GIS-Start mit allen Kommunen

[23.02.2026] Der Kreis Dingolfing-Landau hat mit seinen Gemeinden die Grundlage für ein gemeinsames Geo-Informationssystem (GIS) geschaffen. Die bayerischen Kommunen sind dafür auf das webbasierte RIWA GIS-Zentrum (RGZ) umgestiegen. Dabei sorgten individuell konfigurierte Starterpakete für eine reibungslose Einführung in den Verwaltungen. mehr...

Screenshot einer Stadtansicht von Mosbach in NOKmaps.

Neckar-Odenwald-Kreis: Neues Bürger-GIS NOKmaps

[20.02.2026] Unter NOKmaps bietet der Neckar-Odenwald-Kreis den Bürgerinnen und Bürgern ein neues Geo-Informationssystem an. Sie finden hier unter anderem vorbereitete interaktive Karten zu unterschiedlichen Themen, dreidimensionale Ansichten und Auswertungswerkzeuge, die sie kostenfrei nutzen können. mehr...

Screenshot Digitaler Zwilling Haar

Haar: 3D-Stadtmodell wird erweitert

[11.02.2026] Beim Ausbau ihres 3D-Stadtmodells wird die bayerische Stadt Haar von GIS-Anbieter RIWA unterstützt. Für dieses Jahr sind zahlreiche Ergänzungen geplant. mehr...

3D-Stadtmodell der Stadt Weinheim

Weinheim: Interaktives 3D-Stadtmodell

[10.02.2026] Die Stadt Weinheim hat ein 3D-Stadtmodell in ihr Geoportal integriert und lässt sich damit digital jetzt aus neuen Perspektiven erleben. mehr...

Screenshot des Calwer GIS-Portals.

Kreis Calw: Neues Geoportal mit Terratwin

[29.01.2026] Um komplexe Daten transparent und einfach zugänglich zu machen, hat das Landratsamt Calw sein Geo-Informationssystem (GIS) auf die Plattform Terratwin umgestellt. Die Lösung des gleichnamigen Anbieters ist auf allen Endgeräten und somit auch mobil nutzbar. mehr...

Screenshot des Wiesbadener Baustellenmelders.

Wiesbaden: Digitaler Zwilling mit Baustellenüberblick

[13.01.2026] Wiesbaden hat den Digitalen Zwilling der Stadt um den Baustellenmelder ergänzt. Somit erhalten die Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen rund um aktuelle und geplante Baustellen über eine zentrale Plattform. mehr...

Braunschweig, städtischer Platz mit historischen Bauten aus der Froschperspektive

Braunschweig: Warum heißt die Straße so?

[12.01.2026] Das Geoportal der Stadt Braunschweig bietet einen neuen Service. Neben Daten zu Schulradwegen, Starkregenfolgen, Stadtbäumen und weiteren Themen liefert es nun Hintergründe zu Straßennamen. Per QR-Code am Straßenschild sollen diese in Zukunft auch direkt vor Ort abrufbar sein. mehr...