Dienstag, 30. Juni 2026

6GBMBF startet Forschungsprogramm

[14.04.2021] Die erste deutsche 6G-Forschungsinitiative will jetzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) starten. Im ersten Schritt sollen 6G-Forschungs-Hubs und eine 6G-Plattform eingerichtet werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will jetzt die erste deutsche Forschungsinitiative zur 6G-Technologie starten. Wie das Ministerium mitteilt, soll 6G ab dem Jahr 2030 die Nachfolge der 5G-Technologie in den Kommunikationsnetzen antreten. Mit der Forschungsinitiative sollen deshalb die neuen Technologien nicht nur erforscht, sondern auch die Basis für innovative Entwicklungen in diesem Bereich gelegt werden. Die entsprechende Förderrichtlinie wurde nun veröffentlicht.
Im Rahmen der ersten Fördermaßnahme sollen zunächst die kommende Generation mobiler Kommunikation untersucht und die dafür notwendige Glasfasernetze vorbereitet werden. Vorgesehen sei ein ganzheitlicher Ansatz für Forschung, Entwicklung und Transfer, weshalb alle Technologieebenen eingebunden werden. Es werde ein Gesamtsystem mit allen erforderlichen Komponenten entwickelt, aufgebaut und im Labor getestet. Von Anfang will das BMBF Unternehmen mit einbeziehen, die auf diesem Feld Innovationen vorantreiben wollen. Eine Lösung, um möglichste viele Akteure am künftigen 6G-Ökosystem teilhaben zu lassen, seien offene und überprüfbare Software-Schnittstellen, etwa über ein nach offenem Standard betriebenes Funkzugangsnetz, ein so genanntes Open-RAN (Radio-Access-Network).

Forschungs-Hubs und 6G-Plattform

Die erste Fördermaßnahme besteht laut BMBF aus zwei Teilen. Zum einen sollen Institute und Hochschulen in 6G-Forschungs-Hubs zusammenfinden und die künftigen Kommunikationstechnologien untersuchen. Da es dabei nicht nur um die drahtlose Übertragung, sondern auch um glasfaserbasierte leitungsgebundene Netze gehe, sollen in den 6G-Forschungs-Hubs übergreifend die Expertisen aus beiden Welten gebündelt werden. Die Anwendung neuer Materialien und die Entwicklung von Komponenten wie Antennen und Verstärker werden ebenso adressiert wie vollständige Module, etwa Modems, und Software für das Netzwerk-Management.
Zum anderen fördert das BMBF eine Plattform für „zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G“. Diese 6G-Plattform soll als Dachprojekt fungieren, aus dem die Entwicklung immer wieder angetrieben wird. Sie soll im Rahmen der 6G-Initiative übergeordnete Fragestellungen zur Erforschung und Entwicklung der Grundlagen für einen zukünftigen 6G-Standard in enger Kooperation mit den 6G-Forschungs-Hubs bearbeiten und koordinieren. Auch sollen eine internationale Harmonisierung mit anderen 6G-Programmen vorangetrieben und Fragen der Regulierung und Standardisierung adressiert werden.

Weitere Fördermaßnahmen folgen

Das Förderprogramm ist laut BMBF Teil des Zukunfts- und Konjunkturpakets der Bundesregierung. Bis 2025 sollen daraus rund 700 Millionen Euro in die 6G-Forschung fließen. Auf die erste Fördermaßnahme entfallen 200 Millionen Euro. Weitere Fördermaßnahmen sollen dann den schnellen Transfer der 6G-Technologie in innovative Produkte sicherstellen. Laut BMBF werden sie noch im Jahr 2021 veröffentlicht.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Breitband
eine Reihe von Personen vor dem Gothaer Rathaus

Gotha: Pilot für schnelleren Glasfaserausbau

[12.06.2026] In einem gemeinsamen Pilotprojekt setzen die Stadt Gotha und die Telekom auf weniger Bürokratie und mehr Zusammenarbeit beim Glasfaserausbau. Dafür hat die Stadt eigens ein Projektbüro eingerichtet, das Genehmigungen bündelt und den Ausbau koordiniert. 
 mehr...

Telekom: Erweiterung des Glasfaserangebots durch Kooperation

[01.06.2026] Die Telekom öffnet ihre Glasfaserangebote für die Netze von e.discom und WEMACOM in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Rund 220.000 Haushalte sollen dadurch mehr Anbieterauswahl erhalten, während die Branche die Kooperation als Signal gegen kostspieligen Doppelausbau wertet. mehr...

Vier Männer auf einem Steg, im Hintergrund Wasserfläche und frisch renovierte bzw. neu gebaute mehrgeschossige Häuser.

Münster: Digitaler Begegnungsort am Hafen

[29.05.2026] Der Stadthafen am Dortmund-Ems-Kanal in Münster wandelt sich vom gewerblich genutzten Gebiet hin zu einem Ausgeh- und Dienstleistungsviertel. Das dortige kostenfreie WLAN steht nun ab sofort in weiteren Bereichen zur Verfügung. mehr...

Netzverteiler in Außengehäuse
bericht

Glasfaserausbau: Regional erfolgreich

[27.05.2026] Die Glasfaseranbieter lünecom und sewikom versorgen im Norden Deutschlands insbesondere ländliche Regionen mit schnellem Internet. Dabei sind die Präsenz vor Ort, lokales Know-how sowie die Kommunikation mit den Kommunen erfolgsentscheidend. mehr...

Stadtansicht von Berlin mit magentafarbenen Lichtelementen

Berlin: Eine Million Glasfaseranschlüsse

[21.05.2026] Beim Gigabitausbau in Berlin hat die Deutsche Telekom vorzeitig einen wichtigen Meilenstein erreicht: Eine Million Haushalte kann jetzt Glasfaser bis ins Haus oder die Wohnung erhalten. mehr...

Klausurhof Kloster Ilsenburg mit Schafen

Ilsenburg: Land fördert freies WLAN

[19.05.2026] Im Kloster Ilsenburg können Besucher künftig zuverlässig auf multimediale Angebote zugreifen. Mit Förderung des Landes Sachsen-Anhalt wurde ein öffentliches WLAN installiert. 
 mehr...

Verschiedene Personen mit Schaufel bei symbolischem Spatenstich

Lichtenau: Baustart für Giganetz

[15.05.2026] Über ein stabiles Internet mit Gigabit-Geschwindigkeit können sich in Zukunft Bürger und Unternehmen in Lichtenau freuen. Die Gemeinde ist die erste, die vom geförderten Glasfaserausbau im Landkreis Mittelsachsen profitiert. 
 mehr...

bericht

ANGA COM: Lösungen finden

[13.05.2026] Auf der ANGA COM, Europas führender Kongressmesse für Breitband, Medien und Konnektivität, treffen sich auch in diesem Jahr in Köln Netzbetreiber, Ausrüster und Inhalteanbieter zu allen Fragen der Breitband- und Mediendistribution. mehr...

Osnabrück: Noch mehr OSNA Hot Spots

[08.05.2026] Die Stadt Osnabrück weitet ihr WLAN-Angebot aus und stellt 25 weitere OSNA Hot Spots zur Verfügung. mehr...

Bagger verlegt Glasfaser, sewikom versorgt den ländlichen Raum mit Glasfaser

sewikom: Glasfaser für Digitale Dörfer

[15.04.2026] Was im Dorf digital läuft, braucht Glasfaser. Der Anbieter sewikom hat fast 40 Prozent der geförderten Digitalen Dörfer in Nordrhein-Westfalen an sein Netz angeschlossen. mehr...

Eine größere Personengruppe steht in einem Raum für ein Foto versammelt und halten in den Händen Förderurkunden für den Breitbandausbau in Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg: 231 Millionen Euro für Breitbandausbau

[22.01.2026] Baden-Württemberg unterstützt mit insgesamt über 231 Millionen Euro weitere 29 Projekte des kommunalen Breitbandausbaus. Mit den Ende des vergangenen Jahres zugestellten Förderbescheiden konnten die landesseitig für das Haushaltsjahr 2025 zur Verfügung gestellten Mittel vollständig gebunden werden. mehr...

Eine Frau steht zwischen zwei Männern und hält die Förderurkunde für den Landkreis Gießen in den Händen.

Kreis Gießen: Breitbandausbau auf der Zielgeraden

[21.01.2026] Dank der Gigabitförderung 2.0 des Bundes kann der Landkreis Gießen die finale Phase des Breitbandausbaus einleiten. Die Förderung soll Lücken des eigenwirtschaftlichen Glasfasernetzausbaus durch Telekommunikationsunternehmen schließen. Dadurch könnten im Kreis Gießen in den kommenden Jahren 8.200 Anschlüsse hergestellt werden. mehr...

Glasfaserkabel schauen aus der Erde

Saarland: Breitband-Portal in jeder zweiten Kommune

[14.01.2026] Das Saarland war eines der ersten Bundesländer, die das Breitband-Portal eingeführt hatten. Damit soll die Bearbeitung von Anträgen zur Leitungsverlegung erheblich vereinfacht und beschleunigt werden. Kommunen, die das Portal einführen wollen, erhalten Unterstützung vom Land. mehr...

ANGA COM: Erweitertes Programm

[08.12.2025] Die Messe ANGA COM kündigt für 2026 ein erweitertes Programm mit neuen Formaten und prominenter politischer Beteiligung an. Bundesminister Karsten Wildberger hält die Eröffnungskeynote und nimmt am traditionellen Gigabitgipfel teil. mehr...

Blick auf den CampingPark in Kalletal von oben, die Anlage ist direkt am Wasser.

Kalletal: Campen mit fünf Gbit/s

[21.11.2025] Mit glasfaserschnellem Internet hat das Unternehmen sewikom den Campingpark in Kalletal ausgestattet. Die bereits bestehenden 2.000 Mbit/s wurden auf 5.000 Mbit/s erhöht. Zudem können nun mehr als 2.000 Kalletaler Haushalte ebenfalls mit Glasfaser versorgt werden. mehr...